Freibad Lechhausen: Geht es trotz nötiger Baumaßnahmen weiter?

Die Schwimmbäder in Augsburg sind allgemein nicht mehr auf dem neuesten Stand. Kürzlich gab es einen Schaden im Spickel Bad, nun gibt es Probleme beim Lechhauser Freibad.

Freibad Lechhausen: Geht es trotz nötiger Baumaßnahmen weiter?

Immer Ärger mit den Schwimmbädern. Nachdem im Januar ein Ölleck im Augsburger Spickelbad entdeckt wurde, sind nun große Baumaßnahmen am Lechhauser Freibad nötig. Grund dafür ist das Abwasser des Bades.

Stadt will Bad im Sommer öffnen

Wie die Augsburger Allgemeine bereits im Februar berichtete, wurde das Lechhauser Bad, das es in ähnlicher Form bereits seit den 1930er Jahren gibt, nie an die Kanalisation angeschlossen. Das macht nun Probleme, da aufgrund von zu erwartenden Umweltschäden die bisherige Handhabung, das Abwasser einfach in den benachbarten Proviantbach abzuleiten, nicht mehr zulässig ist.

Entgegen bisheriger Vermutungen, dass das Bad aufgrund dessen in der kommenden Freibadsaison womöglich geschlossen bleiben muss, ist sich die Stadt sicher: „Das Freibad Lechhausen wird zur Freibadsaison öffnen“, heißt es auf unsere Nachfrage von Augsburgs Referent für Kultur, Welterbe und Spor Jürgen K. Enninger. „Dazu wird gemeinsam mit dem Hochbauamt unter Hochdruck an einer Lösung gearbeitet.“

Eine Kostenaufstellung für den Anschluss des Bades an die Kanalisation gebe es jedoch noch nicht. Das Bad ganz zu schließen, stehe nicht zur Diskussion.

Das Lechhauser Freibad – ein besonderes Bad

Das Lechhauser Freibad befindet sich direkt am Lech und in unmittelbarer Nähe zum Proviantbach. Bereits in den 1930er Jahren sind hier AugsburgerInnen im damaligen Flussbad geschwommen. Dieses wurde schließlich „weiterentwickelt“ und das Lechhauser Freibad entstand. Der Eintritt zum Schwimmbad ist seit 1988 frei. Die Gäste können es sich im Sommer auf der Liegewiese bequem machen und sich in einem der beiden Becken abkühlen. Beide Becken sind unbeheizt. Für Hungrige steht ein Kiosk mit Snacks und Getränken bereit.

Suche nach Ersatzflächen wegen Hallenbad-Sanierung

Da gleichzeitig die Sanierung von Augsburger Hallenbädern, etwa dem Spickelbad ansteht, sucht die Stadt derzeit nach enstsprechenden Ersatzflächen. Hier ist die Errichtung einer Traglufthalle im Gespräch.

Zur Erklärung für alle, die mit dem Begriff „Traglufthalle“ nichts anfangen können: Es handelt sich um eine Halle mit einem elastischen, luftdichten Dach, das sich über den Boden wölbt. Ein Gebläse sorgt ständig für den nötigen leichten Überdruck, der das Dach stabil hält. Bis 2007 bestand die Eissporthalle Haunstetten aus einer Traglufthalle. Dann zerstörten Orkane das Dach und es wurde eine Stahlkonstruktion gebaut.

Bisher werden Standorte für eine solche Traglufthalle als Übergangslösung gesucht. „Der Standort am Bärenkellerbad ist baufachlich nicht für eine Traglufthalle empfohlen worden“, informiert Jürgen K. Enninger. „Derzeit wird geprüft, inwieweit das Familienbad für eine Traglufthalle in Fragen kommen könnte.“

Logo