Frauenquote: Für mehr Gleichberechtigung in Unternehmen, in der Politik und in der Wirtschaft.

Uns hat die Meinung der Augsburger über das heikle Thema „Frauenquote“ interessiert. Warum seid ihr dagegen oder dafür, dass immer mehr Frauen in hohen Positionen eingestellt werden? Wir haben nachgefragt.

Frauenquote: Für mehr Gleichberechtigung in Unternehmen, in der Politik und in der Wirtschaft.

Wir haben uns auf den Weg durch Augsburg gemacht auf der Suche nach Meinungen über die Frauenquote. Wie sehen die Augsburger die Besetzung der Stellen durch Frauen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik? Soll es eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen geben?

Was uns erschreckt hat: Einige wussten nicht einmal was die Frauenquote ist. Hierzu kurz ein paar Fakten:

Am 01. Mai 2015 ist das Gesetz für die Frauenquote in Kraft getreten. Seit Januar 2016 müssen circa 150 börsennotierte Unternehmen bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat eine Quote von mindestens 30 Prozent erreichen. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Frauen in den Vorständen der 200 größten Unternehmen in Deutschland bei 1,2 Prozent. Dieser Prozentsatz stieg allerdings bis zum Jahr 2017 auf 8,1 Prozent. Unternehmen wie Lufthansa, Telekom und Adidas arbeiten seit einiger Zeit daran eine neue Führungskultur aufzubauen und sind als Vorreiter sehr daran interessiert, Frauen und Männer gleichberechtigt in Führungspositionen einzustellen.

Was uns nicht überrascht hat: Viele Frauen jeglichen Alters und junge Menschen, vor allem aber Studenten, äußerten sich positiv über diese Gretchenfrage. Viele halten so ein Gesetz für sinnvoll, genau wie wir. Allerdings nicht „nur um Frauen einzustellen“, sondern dann, wenn sie individuell dafür auch die Leistung erbringen können und das Potenzial haben, in Führungspositionen souverän aufzutreten. Es hängt also immer von der Leistung ab, was unserer Meinung nach aber selbstverständlich ist.

Im Gegensatz dazu,gab es auch einige männliche Teilnehmer, welche sich strikt gegen die Frauenquote äußerten. Wir finden es aber schade, dass heute immer noch oft die Meinung vertreten wird, dass nur Männer dazu geeignet wären, hohe Positionen zu erreichen und es nicht „passend“ wäre, Frauen und Männer in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auf Augenhöhe zu stellen. Doch gerade wir sind der Meinung, dass diese Einstellung veraltet ist. Frauen können genauso gebildet sein wie Männer, machen Ausbildungen, gehen studieren und dürfen ihre Meinung zu Themen abgeben. Führungspositionen sollten nicht geschlechtsspezifisch belegt werden, sondern nach Potenzial, Können und Leistung.

Was uns freut: Der prozentuale Anteil steigt weiter und es werden immer mehr Frauen gleichberechtigt eingestellt. Und auch nicht zu vergessen ist, dass wir in der Politik schon einen großen Anteil von dem weiblichen Geschlecht haben. Nicht umsonst wurde Angela Merkel vom „Forbes-Magazin“ zum achten Mal in Folge zur mächtigsten Frau der Welt erklärt. Platz zwei ist ebenso von einer Frau besetzt, nämlich von der britischen Premierministerin Theresa May. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie es in den folgenden Jahren weiter geht.

Logo