Studie: Flirtfreie Zone am Augsburger Hauptbahnhof!

Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt: Der Flirtfaktor am Augsburger Hauptbahnhof schneidet sehr schlecht ab. Hier findest du alle Fakten und was die Reisenden am Bahnhof dazu sagen.

Studie: Flirtfreie Zone am Augsburger Hauptbahnhof!

Studien gibt es ja zu so ziemlich allem. Da wäre eine, die belegt, dass TV-Konsum wegen des Bewegungsmangels tödlich sein kann, eine andere, die aussagt, dass spickende Studenten Psychopathen sind und wieder eine andere, die natürlich komplett fundiert beweist, dass leere Bierflaschen in einer Kneipenschlägerei effizienter sind als volle. Ein Glück, dass wir das jetzt wissen. Auch kürzlich wurde wieder eine neue Studie veröffentlicht, die vielleicht nicht ganz so kurios, dafür aber besonders für uns Augsburger interessant ist.

Dating-Apps gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Jeden Tag reduzieren sich unzählige Menschen auf ihr Äußerliches und wischen fleißig durch die Profilbilder potentieller Liebespartner. Eine dieser Apps ist „Jaumo“. In einer Studie über vier Wochen hinweg wurde das Verhalten von angemeldeten Singles in den Hauptbahnhöfen 30 deutscher Großstädte analysiert. Augsburg belegte dabei den bescheidenen 28ten Platz. Auch wenn wir die Kieler und Braunschweiger mit unseren Flirt-Skills hinter uns lassen konnten, ist das Ergebnis doch recht bescheiden.

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Klar, eine Studie ist nur so gut wie der, der sie bezahlt oder gefälscht hat. Also fragst du dich bestimmt wie die Daten genau erhoben wurden. Ca. 2 Millionen Menschen nutzen „Jaumo“ in Deutschland. Das Prinzip ist dann nichts neues. Man kann in seiner Umgebung nach anderen Nutzern suchen, in der Hoffnung, dass das passende Puzzlestück dabei ist. Nach dem Matching kann man chatten und vielleicht auch mehr. Wie auch immer. Auf diese Weise konnte der App-Betreiber leicht herausfinden wie viele Likes an unterschiedlichen deutschen Bahnhöfen über vier Wochen verteilt wurden.

Als wir von der Studie und vor allem von den Ergebnissen gehört haben, konnten wir das nicht auf uns sitzen lassen und sind spontan losgezogen. Wir wollten die Meinung der Passanten vor Ort hören.

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Unter anderem unser bayerischer Nachbar „München“, aber auch „Nürnberg“ scheinen bei den Reisenden gut anzukommen. Und siehe da. Auch die Studie zeigt ähnliches. München belegte Rang 6 und Nürnberg landete nur eine Platzierung dahinter. Platz 1 ging übrigens in das Ruhrgebiet nach Dortmund. Da kommt laut Studie der große Umsteigebahnhof zum Tragen, der täglich die Wege von zahlreichen Menschen kreuzen lässt.

Merkbar in den Ergebnissen waren übrigens auch Verspätungen. Sie wirken sich extrem positiv auf den Flirtfaktor aus. Anscheinend zücken viele Singles zum Zeitvertreib das Smartphone und kümmern sich dann effizient um die noch offene Familienplanung. Wenn es um Verspätungen geht, sollten wir in Augsburg doch eigentlich auch ganz oben dabei sein. Ärgerlich, dass das wohl in allen deutschen Städten das Gleiche ist.

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Wie sollten wir das Ganze jetzt aber bewerten? Klar. Augsburg ist keine Metropole und die aktuelle Baustelle weckt nicht gerade Frühlingsgefühle. Die Reisenden verlassen ihre Züge, quetschen sich die schmale Treppe hinunter und huschen schnell durch das Bahnhofsgebäude. Im Moment ist es einfach nicht gemütlich an unserem Bahnhof. McDonalds ist nicht gerade der Ort, der Herzen höher schlagen lässt und die Übergangs-Container der diversen Cafés, Bäcker und Kiosks sind alles andere als heimelig. Wie sollte da also auch ein guter Flirtfaktor entstehen?

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Auch wenn unser Hauptbahnhof gerade kein Paradies für Turteltauben ist, wissen wir Augsburger doch genau, welche schönen Fleckchen unsere Fuggerstadt zu bieten hat. Unsere Altstadt ist nicht nur selbst zum Verlieben, sondern lässt auch erste Dates zu unvergesslichen Momenten werden. Die zahlreichen Grünflächen laden zu Spaziergängen ein. Die Cafés und Bars strotzen vor Charme und die Stadt ist voll mit interessanten Menschen. Wo könnte man also besser von Amor getroffen werden?

Vielleicht beschert uns die Baustelle am Hauptbahnhof ja zukünftig noch jede Menge Verspätungen. Dann können wir sicher sein, dass der Flirtfaktor bald ins Unermessliche steigt. Wäre das nicht schön?

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