Ausschreitungen in Maxstraße: Stadt Augsburg reagiert mit neuen Regeln

In der Nacht von vergangenem Samstag, den 19. Juni auf Sonntag kam es zu massiven Ausschreitungen in der Maximilianstraße. In einer Pressekonferenz hat OB Eva Weber die neuen Regeln verkündet

Ausschreitungen in Maxstraße: Stadt Augsburg reagiert mit neuen Regeln

Zunächst war die Stimmung gut. Deutschland hatte das Spiel gegen Portugal gewonnen, was alle gebührend feiern wollten. Um den Herkulesbrunnen in der Augsburger Maximilianstraße wurde es immer voller. Es wurde getrunken, gelacht, gequatscht, die sommerlichen Temperaturen genossen und die neue Freiheit nach der Zeit des Lockdowns gefeiert - bis die Stimmung schließlich kippte.

Kurzer Abriss: Was ist passiert?

Bis Mitternacht war alles friedlich, doch um halb eins kam es zu einem handgreiflichen Streit unter einer Gruppe Feiernden, wie auf der Pressekonferenz der Stadt Augsburg am 21. Juni berichtet wurde. Diesen wollte die Polizei schlichten. Dabei wurden sie jedoch von anderen Feiernden gehindert: Es wurden Glasflaschen auf die Polizistinnen und Polizisten geworfen. Auch Sanitäterinnen und Sanitäter gerieten ins Visier gewaltbereiter Feiernder. Die Lage geriet mehr und mehr außer Kontrolle, sodass die Beamtinnen und Beamten die Feiernden über Lautsprecher mehrmals dazu aufforderten die Maximilianstraße zu verlassen. Nachdem dieser Aufforderung zu großen Teilen nicht nachgegangen wurde, kam es zur Räumung. Feiernde und fünfzehn Polizistinnen und Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt.

Das sind die neuen Maßnahmen für die Maximilianstraße

Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse verschärft die Stadt Augsburg unter anderem die schon geltenden Regeln:

  • Ab 20 Uhr: Verbot von To-Go-Verkauf alkoholischer Getränke im Innenstadtbereich.

  • Ab 20 Uhr: Alkohol-Konsum-Verbot außerhalb der bewirteten Flächen.

  • Absperrung um den Herkulesbrunnen

  • Ab 18 Uhr: Für den Verkehr, inklusive Taxen und öffentliche Verkehrsmittel gesperrt.

Außerdem wolle man, so Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber, der Gastronomie die Möglichkeit geben, ihre Außengastronomie-Fläche zu erweitern. Denn das friedliche Feiern solle nicht eingeschränkt werden.

Zusammenhalten gegen Unruhe-Stifter ist wichtig

In der Presskonferenz am 21. Juni wurde vonseiten der Oberbürgermeistern Eva Weber und auch des Polizeipräsidenten betont, dass die Mehrheit der Menschen in der Innenstadt friedlich waren. Sie appellieren an uns alle, aggressiven Personen keinen Rückzugsort bieten. Vielmehr solle man sich aktiv von ihnen distanzieren.

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