Der FC Augsburg schafft den Klassenerhalt. Und jetzt?

Seit Samstag steht fest: Augsburg bleibt Erstligist. Zwei Spieltage vor Abschluss der Saison 18/19 blickt der FCA auf eine turbulente Zeit zurück.

Der FC Augsburg schafft den Klassenerhalt. Und jetzt?

Es ist eine unruhige Rückrunde für den FCA. Am 31. Spieltag verhindert der Sieg des VfB Stuttgart gegen Mönchengladbach den erhofften, vorzeitigen Klassenerhalt des FC Augsburg. Deshalb lautet das Ziel für die Partie gegen Schalke am vergangenen Sonntag: Kämpfen um einen sicheren Platz in der ersten Liga. Die Mannschaft will sich die nötigen Punkte für den Abstand auf den Relegationsplatz sichern. Als der VfB am Samstag dann schließlich in Berlin unterliegt, steht schon vor der Partie in Gelsenkirchen fest: der FCA bleibt Erstligist. Damit wird Augsburg in der Saison 19/20 zum neunten Mal in Folge in der ersten Bundesliga spielen.

Auf Schalke müssen sich die Zuschauer mit einer torlosen Partie zufrieden geben - klar, für beide Mannschaften geht es nach dem knappen Klassenerhalt in dieser Saison um nichts mehr.

Im Interview nach dem Spiel meldet sich neben dem Kapitän Daniel Baier auch Julian Schieber zu Wort: „Man hat schon gespürt, dass der Mannschaft eine riesige Last von der Schulter gefallen ist, als wir das Ergebnis aus Berlin wussten. Das Spiel heute, wissen wir selber, war ein müdes Null zu Null mit wenigen Offensiv-Aktionen. Aber wir holen einen Punkt auf Schalke und haben keine Verletzten herausgetragen - alles ok also.“

„Das Spiel war ein müdes Null zu Null mit wenigen Offensiv-Aktionen.“

Nichts desto trotz: Sieben Punkte Abstand auf den 16. Platz sorgen zwei Spieltage vor Saisonende endlich für die erhoffte Erleichterung bei den Augsburgern. Außerdem steht der Klub seit dem Zweitliga-Aufstieg 2006 zum achten mal in Folge kein einziges mal auf einem Abstiegsplatz.

Der FC Augsburg blickt auf eine turbulente Saison zurück und obwohl der Klassenerhalt mit aktuell 32 Punkten gesichert ist, muss sich in der kommenden Spielzeit einiges ändern. Der erste Schritt in diese Richtung wird bereits vor einigen Wochen unternommen. Nach fast zweieinhalb Jahren mit Manuel Baum gehen der Cheftrainer und der FCA seit Anfang April getrennte Wege. Auch Co-Trainer Jens Lehmann und der Technische Direktor Stephan Schwarz müssen den Verein verlassen, Lehmann nach gerade einmal zwei Monaten. Neuer Coach der Augsburger ist der Schweizer Martin Schmidt. Zuletzt in Wolfsburg tätig, blickt der 52-jährige vor allem auf erfolgreiche Jahre in Mainz zurück. Augsburg hofft, damit die Weichen für einen erfolgreichen Endspurt und einen guten Start in die kommende Saison gestellt zu haben.

„Auf uns wartet
viel Arbeit.“

Mit dem Personalwechsel gelingen dem Team in den vergangenen Wochen die wichtigen Siege gegen Frankfurt und den VfB. Ein gutes Zeichen. Vor dem Spiel gegen Schalke kann Schmidt aufatmen: „Wir haben jetzt Planungssicherheit und brauchen an den letzten beiden Spieltagen nicht mehr so große Nerven.“ Mit dem Klassenerhalt hat sich der vorläufige Vertrag vom Schmidt erstmal bis 2021 verlängert.

Dem Coach ist klar, dass auf ihn und das Team viel Arbeit wartet. Ein weiter so wird definitiv nicht ausreichen. Manager Reuter, an dem der FCA weiterhin festhält, findet dafür, wenn auch fast schon humorvoll, etwas positivere Worte: „Es wird nie langweilig bei uns.“ Für ihn gilt es jetzt, die finanziellen Möglichkeiten abzuwägen, um den Verein für die nächste Saison startklar zu machen. Ein neuer Torwart und Unterstützung in der Offensive stehen sicherlich weit oben auf der Agenda.

Die Mannschaft um Kapitän Daniel Baier will für die Fans an diesem Wochenende gegen Hertha BSC „noch einmal alles raushauen“. Saisonabschluss ist am 18.5. in Wolfsburg. Wir sind gespannt auf das letzte Heimspiel und die Spielzeit 19/20. Trotz einer schwierigen Saison, kann der FC Augsburg stolz auf den Klassenerhalt sein und wir blicken erwartungsvoll auf das neunte Jahr in der ersten Liga.

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