Fahrradklau in Augsburg: Hier besser nicht abstellen

Augsburg gehört nicht zu den Fahrraddiebstahl-Hotspots Deutschlands, doch im Stadtgebiet sind Fahrraddiebe keine Seltenheit. In welchen Vierteln ihr euren Drahtesel nicht abstellen solltet und wie ihr ihn vor Diebstahl schützt.

Fahrradklau in Augsburg: Hier besser nicht abstellen

2019 machte die Hochschule Augsburg eine Bürgerumfrage zum Thema Fahrradstadt. Schon damals stimmten über 50 Prozent der Befragten der Aussage, Fahrraddiebstahl sei ein Problem in Augsburg voll oder eher zu. Zwar sieht es in Augsburg im Vergleich zu anderen Städten noch ganz gut aus: Laut Statistischem Bundesamt werden im Verhältnis der Gesamtbevölkerung in Leipzig und der Fahrradstadt Münster die meisten Räder geklaut. Während Leipzig 2019 bei über 1500 Fällen pro 100.000 Einwohner lag, kommt Augsburg auf 372 Fälle. Ein Elster-Problem haben wir trotzdem. Doch wie kannst du dein Fahrrad am besten vor Dieben schützen?

Wo werden in Augsburg die meisten Räder geklaut?

Die meisten Fahrräder werden nicht am Hauptbahnhof gestohlen.

Ist das mulmige Gefühl im Bauch, wenn man das Fahrrad am Hauptbahnhof abstellt, unnötig? Wir haben beim Polizeipräsidium Augsburg Schwaben Nord nachgefragt und wollten es genau wissen: Wo werden nun die meisten Räder geklaut? Die Statistik zeigt, unsere Sorge ist nicht ganz unberechtigt. Im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 8. April 2021 wurden die meisten Fahrräder jedoch in der Haunstetter Straße gestohlen, weiß man hier. Der Hauptbahnhof folgt aber direkt auf Rang Zwei. Danach folgen die Stenglinstraße am Universitätsklinikum und die Hochzoller Straße. Insgesamt geht aus den Daten der Polizei hervor, dass Bahnhofsregionen, sei es der Hauptbahnhof oder der Bahnhof Haunstetter Straße, aber auch Einkaufszentren Hotspots für Fahrraddiebstähle sind. Und: je weiter ihr euch von der Innenstadt entfernt, desto weniger Diebstähle passieren.

Wann werden Fahrräder geklaut?

Tagsüber bieten sich mehr Chancen für Raddiebe.

Hier hält die Statistik der Polizei eine kleine Überraschung bereit: Fahrräder werden nicht, wie man vielleicht vermuten würde, nachts geklaut, sondern weitaus häufiger tagsüber. Den Grund hierfür vermutet Kriminaloberkommissar Christian Budusca vom Polizeipräsidium Augsburg Schwaben Nord darin, dass Fahrräder nachts sicherer verwahrt werden – oftmals im Keller oder in Garagen. Tagsüber jedoch befinden sich Räder meist frei zugänglich im öffentlichen Raum, vor Bahnhöfen, Einkaufszentren oder Haltestellen: Leichteres Spiel für Fahrraddiebe.

So schützt ihr euer Fahrrad am besten

Wenn ihr euer Fahrrad im öffentlichen Raum abstellt, besonders in den obengenannten Hotspots, ist also Vorsicht geboten. Doch wenn ihr ein paar Dinge beachtet, müsst ihr euch nicht allzu große Sorgen machen. Das sind die Tipps des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC):

  • Ein gutes, sicheres Schloss verwenden

  • An festen Gegenständen, Geländer, Zaun oder Laterne anschließen

  • Rad nicht an uneinsehbaren Orten, wie kleinen Seitengassen abstellen

  • Verleiht eurem Rad ein einzigartiges Aussehen

  • Fahrrad codieren lassen: Entweder beim ADFC Augsburg oder bei der örtlichen Polizeidienststelle

  • Merkmale, Rahmennummer und Modell im Fahrradpass vermerken

Was tun, wenn das Fahrrad weg ist?

Ein Schockmoment für alle RadfahrerInnen: Das Rad befindet sich nicht mehr an dem Ort, wo ihr es abgestellt habt. Jetzt heißt es erstmal tief durchatmen und nochmal überlegen.

  1. Habt ihr das Rad wirklich hier abgestellt oder könnte es noch woanders sein?

  2. Ihr seid euch sicher, dass es hier stehen müsste? Dann meldet den Diebstahl der Polizei. Bringt den Fahrradpass mit.

  3. Ist euer Rad versichert? Wenn ja, solltet ihr auch der Versicherung Bescheid geben.

  4. Erkundigt euch im Fundbüro, ob das Rad dort gelandet ist.

  5. Startet eine eigene Suchaktion zum Beispiel auf Social Media Kanälen. Oftmals nutzen Raddiebe das Rad nur kurz und lassen es woanders wieder stehen.

Logo