Ein Jahr Augsburger Radvertrag – Was hat sich getan?

Vor einem Jahr schloss die Stadtregierung einen Vertrag zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Augsburg. Was hat sich seitdem konkret getan?

Ein Jahr Augsburger Radvertrag – Was hat sich getan?

Im Zuge des Umbaus der Innenstadt, der vor über einem Jahrzehnt begonnen wurde, hat sich die Stadt Augsburg zum Ziel gesetzt, den Radverkehr verstärkt zu fördern. Gemäß dem Motto „Fahrradstadt Augsburg“ sollen FahrradfahrerInnen 25 Prozent des Verkehrsaufkommens ausmachen. Seitdem wurden einige Maßnahmen beschlossen und umgesetzt.

Doch einigen BürgerInnen genügten das Tempo und die Reichweite der Maßnahmen nicht. Folglich bildete sich das Aktionsbündnis „Fahrradstadt jetzt!“, welches 15.543 Unterschriften für ein Bürgerbegehren, einen sogenannten Radentscheid, sammelte. Um das kostenintensive Bürgerbegehren zu vermeiden, setzte sich die Stadt mit den InitiatorInnen an einen Tisch und handelte einen Vertrag aus, der im Juli 2021 vom Stadtrat beschlossen wurde und konkrete Ziele und Maßnahmen festlegt, um den Radverkehr in Augsburg nachhaltig zu verbessern.

Aktionsbündnis zieht eine gemischte Bilanz

Die InitiatorInnen des Radentscheids ziehen eine gemischte Bilanz der bisherigen Maßnahmen. „Einerseits ist etliches angeschoben und viel erledigt worden. Andererseits schiebt die Stadtregierung die großen Themen vor sich her“, so Sprecher Arne Schäffler. Oberbürgermeisterin Eva Weber zeigt sich dagegen zuversichtlich, dass auch für länger andauernde Themen wie die Stellplatzsatzung in absehbarer Zeit gute Lösungen gefunden werden.

Bisher umgesetzte Maßnahmen

Zu den Maßnahmen, die in den letzten Monaten umgesetzt wurden, zählen unter anderem das Aufstellen neuer Fahrradständer in der Innenstadt und am Zoo sowie eine Tempo-30-Beschilderung in der Schertlinstraße, in der Pferseer Straße und in der Holzbachstraße. In der Ulmer Straße wurde zwischen der Neuhäuserstraße und der Sallingerstraße in westlicher Fahrtrichtung ein Schutzstreifen markiert, der eine Lücke im Radwegenetz schließt. Des Weiteren können RadfahrerInnen seit Mai über die App „Mängelmelder“ Mängel und Störungen aus dem Bereich Radverkehr einfach und unkompliziert an die Stadt Augsburg melden.

Für die zweite Jahreshälfte stehen diverse weitere Maßnahmen an. So soll unter anderem in der Neuburger Straße zwischen Schlößle und Rechter bzw. Linker Brandstraße im Rahmen eines Verkehrsversuchs ein temporärer Radweg entstehen. Ebenso ist geplant, die Radfahrstreifen in der Frölichstraße dauerhaft zu markieren. Auch in der Stuttgarter Straße und in der Hermanstraße sind Verbesserungen für den Radverkehr geplant.

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