AUXperiment: Wie funktioniert der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl?

Die Bundestagswahl steht bald an. Wenn ihr noch unschlüssig seid, wer eure Stimme verdient hat, kann der Wahl-O-Mat eine Hilfe sein. Wie die Anwendung funktioniert und was unser Feedback ist, lest ihr hier.

AUXperiment: Wie funktioniert der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl?

Am 26. September steht die Bundestagswahl an. Besonders dieses Jahr scheint vielen die Wahl schwer zu fallen. Der Wahl-O-Mat soll Abhilfe schaffen. Wir wollten wissen, wie die App funktioniert und, ob sie euch die Entscheidung abnehmen kann.

Was steckt dahinter?

Aber erst einmal auf Anfang. Der Wahl-O-Mat ist eine internetbasierte Wahlentscheidungshilfe, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) betrieben wird. Mittels einem Frage-Antwort-Tool soll die Partei erfasst werden, zu der am meisten Komptabilität besteht. Die 38 Thesen wurden von einem Redaktionsteam aus jungen WählerInnen, ExpertInnen aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie den Verantwortlichen der bpb verfasst und ausgewählt.

Welche Parteien sind aufgelistet?

Alle Parteien, die sich um die anteilsmäßige Verteilung der Sitze im Parlament zur Bundestagswahl bewerben, sind im Wahl-O-Mat aufgelistet. Neben großen und bekannten Parteien, wie beispielsweise der CDU/CSU, SPD oder den Grünen, sind also auch kleine, neu gegründete sowie relativ unbekannte Parteien mit dabei, wie etwa die Grauen, die Liebe oder die V-Partei. In der App können Parteien vertreten sein, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden oder als extremistisch eingestuft werden – auch das gehört zur Demokratie. Insgesamt 40 Parteien wurden eingeladen, 39 haben angenommen.

So funktioniert’s

Als erstes müsst ihr euch die App downloaden. Alternativ könnt ihr in eurem Webbrowser teilnehmen. Danach könnt ihr direkt loslegen. Drückt auf den großen weißen Button „Start“.

Nun werdet ihr darüber informiert, dass ihr eure Standpunkte, mit denen der Parteien vergleichen könnt und, dass der Wahl-O-Mat keine Wahlempfehlung sein, sondern informieren soll.

Wenn ihr weiter klickt, kommt die erste These. Ihr könnt zwischen „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“ wählen. Seid ihr euch unsicher, könnt ihr die These überspringen. Der Unterschied zwischen der Antwortmöglichkeit „neutral“ besteht darin, dass übersprungene Thesen im Ergebnis nicht berücksichtigt werden. Sie werden nicht mitberechnet.

Wenn ihr alle beantwortet habt, könnt ihr den Thesen eine doppelte Gewichtung geben, heißt, sie werden höher gewertet. Danach wählt ihr die Parteien, mit denen ihr eure Standpunkte vergleichen wollt. Wenn ihr runterscrollt, könnt ihr einen Haken setzen, um euch mit allen Parteien zu vergleichen. Als nächstes wird euch das Ergebnis angezeigt. Die Partei, mit der ihr am meisten prozentuale Übereinstimmung habt, steht oben.

Wenn ihr weitere Details zu den aufgelisteten Parteien sehen wollt, könnt ihr ein Infokästchen aufklappen. Im zweiten Raster namens „Tuning“ seht ihr einen Überblick der beantworteten Thesen. Wenn ihr wollt, könnt ihr dort nochmal eure Antworten oder die Gewichtung ändern, um zu schauen, wie sich das Ergebnis verändert. Bei dem Raster „Parteivergleich“ könnt ihr drei ausgewählte Parteien miteinander vergleichen und sehen, wie sie die Thesen beantwortet haben. Bei dem vierten Raster „Begründungen zu den Thesen“ könnt ihr euch durchlesen, warum die Parteien diese Antwortmöglichkeiten gewählt haben. Kleiner Tipp: Wenn ihr was zum Lachen braucht, lest euch die Begründung von „Die Partei“ durch. Im letzten Raster könnt ihr euch die Standpunkte aller aufgelisteten Parteien anschauen.

Unser Fazit

Wir haben für euch die insgesamt 38 Thesen beantwortet und unsere Standpunkte, mit denen der Parteien verglichen. Tatsächlich war das Ergebnis überraschend. Parteien, mit denen wir uns bislang nicht auseinandergesetzt haben, hatten teils eine hohe Übereinstimmung. Insgesamt ist die App sehr übersichtlich gestaltet. Die Tools ermöglichen es, das Ergebnis direkt zu vergleichen und Variationen auszuprobieren. Wichtige Fragen wurden im Forum bereits beantwortet.

Trotzdem empfehlen wir, dass ihr euch das offizielle Wahlprogramm der Parteien anschaut und euch danach richtet. Der Wahl-O-Mat soll nicht die Entscheidung abnehmen, sondern auf eine kreative Weise über die Parteien, die sich zur Bundestagswahl aufgestellt haben, informieren. Falls ihr euch unsicher seid, habt ihr noch Zeit, um zu überlegen. Tauscht euch mit Familienmitgliedern und engen FreundInnen aus. Denn eines ist klar: Nicht wählen ist die schlechteste Wahl.

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