Erstsemester in Zeiten von Corona – Wie fühlt sich das an?

Eigentlich haben Erstis nur eines im Sinn: Sich mit ihren Kommiliton:innen connecten, feiern und zusammen die neue Stadt erkunden. Doch für die diesjährigen Erstis ist alles anders. Wie geht's den Neuen an der Uni damit? Wir haben nachgefragt.

Erstsemester in Zeiten von Corona – Wie fühlt sich das an?

Keine Veranstaltungen, geschweige denn Partys, die Vorlesungen finden online statt, auf dem Campus ist es still, die Mensa ist leer. So haben sich die Erstis vom Wintersemester 20/21 ihren Start ins Studentenleben bestimmt nicht vorgestellt. Wie gehen die Augsburger Erstis mit diesen so Studenten-feindlichen Umständen um? Wir haben uns einen Ersti geschnappt und uns aus dem Studentenalltag berichten lassen. Leonie studiert im ersten Semester Grundschullehramt an der Uni Augsburg und ist fürs Studium neu nach Augsburg gekommen.

Laptop statt Campus

Seit 2. November nimmt Leonie täglich an Vorlesungen und Seminaren Teil, doch an der Uni war sie noch nie. Dass Leonie noch nie auf dem Augsburger Unicampus war, ist nicht verwunderlich. Immerhin finden all ihre Veranstaltungen online statt. Sogar für die Einschreibung hat sie den Campus nicht betreten. Die Campus-Card kam auch auf dem Postweg – eine Campus-Card, mit der noch kein einziger Kaffee gekauft wurde. In einem „normalen“ Semester unvorstellbar. Wie sah der Unistart für Erstis im Corona-Jahr aus?

Quatschen und Kennenlernen im Videochat

„In der Einführungswoche hat die Fachschaft einen Online-Spieleabend organisiert“, erinnert Leonie sich. Beim gemeinsamen Scribble-Spielen habe sie ein paar Kommiliton:innen kennengelernt. Nach ein paar Spielrunden wechselte die kleine Gruppe auf Videochat. „Wir haben uns total gut verstanden und treffen uns seither jede Woche einmal online zum Quatschen“, erzählt Leonie. Der Kontakt zu ihren Kommiliton:innen sei ihr eine große Hilfe und Unterstützung.

Bloß nicht die Struktur verlieren

„Die größte Herausforderung am reinen Online-Studium ist für mich, den Tag zu strukturieren. Nicht alle Vorlesungen und Kurse finden live statt. Viele Dozenten laden ihre Vorlesungen auch irgendwann hoch, damit wir sie ansehen können, wann wir wollen“, erzählt sie. Damit sie den Überblick behält und am Ball bleibt, hat sie sich einen Zeitplan erstellt, indem für jedes Modul ein Zeitfenster eingeplant ist. Darüber hinaus versucht sie, engen Kontakt zu ihren Kommiliton:innen zu halten. „Das raten uns auch unsere Dozenten immer wieder. Wir sollen mit den anderen reden, um nicht unterzugehen“.

Weißt du eigentlich, was du gerade verpasst?

„Na klar, weiß ich das. Die Partys, das Mensa-Essen, die großen Vorlesungen und das alles wäre bestimmt toll. Aber das werde ich einfach nachholen, sobald es wieder geht“. Sie sei aber auch nicht ganz uninformiert, was das Campusleben anginge. Immerhin folge sie bereits der Campus-Cat auf Facebook.

Logo