Auf dem Weg zum „Superteam“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Teambuilding kann viel erreichen, aber auch schnell schief gehen. Auf was man für ein erfolgreiches Erlebnis achten sollte und was es bringt, ein Wir-Gefühl entstehen zu lassen.

Auf dem Weg zum „Superteam“

Vorgetäuschte Geschäftigkeit, Mitarbeiter, die sich hinter ihren Schreibtischen wegducken, Augenrollen und die große Frage „Machen wir Sport und kann ich mich dabei blamieren?“ – in manchen Unternehmen herrschen noch immer diese Reaktionen und eine gewisse Unsicherheit, wenn irgendwo der Begriff „Teambuilding“ durch das Büro geistert. Dabei sind die Vorbehalte gegen solche Maßnahmen oftmals unbegründet – wenn diese zielorientiert durchgeführt werden.

Das Wichtigste: Ein Ziel vor Augen

Das weiß auch Philipp Wenger, Geschäftsführer von GO-Event! –Eventagentur und Livekommunikation GmbH in Neusäß. Das Unternehmen hat sich unter anderem auf die Konzeption und Durchführung von Teambuildings spezialisiert. „Teambuilding muss immer ein Ziel haben, ohne funktioniert es nicht“, sagt Wenger. Dabei geht es darum, bestimmte Grundkompetenzen zu fördern und zu stärken und dazu ein individuelles Konzept zu erarbeiten, das auf die Probleme und Eigenschaften des jeweiligen Teams im Zusammenhang mit deren grundlegenden Fähigkeiten individuell eingeht. Diese Kompetenzen als Sockel des Teambuildings liegen für Philipp Wenger in den Bereichen Verantwortung, Selbstwertgefühl, Konfliktfähigkeit, Problemlösung, Wertevermittlung und Wir-Gefühl.

Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer

Gerade wenn bestimmte Werte in die Arbeitsstrukturen und Gruppendynamiken einfließen, findet eine Automatisierung von Teamwork statt. Und dies wiederum bildet den Kern des Teambuildings. „Das Team als solches umfass zunächst mehrere Einzelkämpfer nebeneinander“, erklärt der Geschäftsführer von GO-Event. Und weiter: „Es muss einen Prozess geben, durch den das Team zusammenwächst und aus dem Nebeneinander ein Miteinander wird. Und auf dieser Basis wiederum kann dann ein Superteam entstehen. Das heißt ein Team, in dem man füreinander arbeitet. Teambuilding ist ein Mittel, um eben solche Superteams zu generieren.“

Es gibt keine universelle Lösung

Genauso unterschiedlich wie die Zusammensetzung einzelner Teams ist, so individuell lassen sich auch die Ansätze gestalten, die nach und nach zu einer Bildung des Miteinanders und des Füreinanders beitragen können – es muss auch nicht immer Sport sein, kann es aber. Philipp Wenger setzt unter anderem auf die Bearbeitung unterschiedlicher Aufgabenstellungen und Fallbeispiele oder gemeinschaftliche Erlebnisse. Darunter fallen beispielsweise Outdoor-Challenges, verschiedene Olympiaden, die Begehung eines Maislabyrinthes oder Bau-Projekte, wie eine Murmelbahn oder eine Brücke aus Papier. Dabei können Modelle teilindividualisiert sein oder exklusiv auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Den Vorstellungen und der Einbeziehung von Materialien und Equipments sind dabei kaum Grenzen gesetzt. In individuellen und auf das Team angepassten Teambuilding-Lösungen ist indirekt auch jedes einzelne Mitglied der Gruppe repräsentiert. Dadurch, dass sich ein jedes Teammitglied in exklusiv erarbeiteten Konzepten gleichwertig einbringen kann, sind die Hemmungen, sich auf teambildende Maßnahmen einzulassen, geringer.

Ein gemeinsamer Schaffensprozess

Es spricht also doch vieles dafür, sich als Arbeitnehmer das Erlebnis Teambuilding nicht entgehen zu lassen. Und Erlebnis ist das Stichwort. Denn auch Philipp Wenger beschreibt das Erleben als den Schlüssel zu einer erfolgreichen Maßnahme. „Das Erleben im Teambuilding bedeutet, Probleme in abstrakte Welten zu übersetzen und Aha-Momente zu schaffen.“ Am besten sei es, wenn die Teams am Ende des Tages etwas geschaffen haben, das sie mit nach Hause oder ins Büro nehmen können, sagt der Teambuilding-Experte: „So ergeben sich eine tägliche Konfrontation mit dem Erlebten und ein persönlicher Bezug dazu.“