10 Tipps zum Energiesparen, die ihr vielleicht noch nicht kennt

Es ist auf einen Schlag richtig kalt geworden und die Heizung einzuschalten bleibt über kurz oder lang unvermeidbar. Wie ihr im Haushalt trotzdem Energiesparen könnt, ohne frieren zu müssen, erfahrt ihr hier.

10 Tipps zum Energiesparen, die ihr vielleicht noch nicht kennt

In Folge des Ukraine-Krieges sind die Energiepreise in die Höhe geschossen. Die Diskussion um das Energiesparen läuft und auch das Umweltbundesamt (UBA) ruft dazu auf, den eigenen Verbrauch zu senken. Oftmals wird das Sparen fälschlicherweise mit einem Komfortverlust assoziiert, doch das muss gar nicht unbedingt sein. Viele der kleinen Anpassungen bemerken wir in unserem Alltag nicht einmal, trotzdem können sie Großes bewirken.

Wirklich sinnvoll oder purer Aktionismus?

Oft sind es kleine Routinen im Alltag, die wir uns umgewöhnen müssen: das Nudelwasser im Wasserkocher vorkochen, elektronische Geräte herunterfahren und die Kühlschranktür nicht zu lange offenlassen. Viele der Tipps hören sich banal an und bei einigen fragt man sich: Bringt das überhaupt etwas? Die Antwort ist „ja“. Im Einzelnen machen die Veränderungen zwar nur wenig aus, doch in dem Zusammenspiel kann sich dadurch ein großer Unterschied auf der jährlichen Abrechnung abzeichnen. Und das schont nicht nur euren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Die 10 Tipps zum Energiesparen

Tipp 1: Laptop statt PC

Seid mal ehrlich: Lest ihr diesen Artikel gerade am PC oder am Laptop? Für die Klimabilanz wäre der Laptop die bessere Variante. Um eine möglichst lange Akku-Laufzeit zu gewährleisten, brauchen diese nämlich deutlich weniger Energie. Steigt ihr also von eurem Destop-PC auf einen Laptop mit vergleichbarer Leistung und Ausstattung um, könnt ihr im Jahr um die 55 Euro sparen. Nicht schlecht, oder? Daneben solltet ihr natürlich auch darauf achten, dass die Energieeinstellungen eures Gerätes optimiert sind: Display-Helligkeit runter, Stromsparmodus an, etc. Und wie bei allen elektronischen Geräten gilt auch hier: ausschalten anstatt Standby!

Tipp 2: Wäsche richtig trocknen

Die Wäsche in den Trockner zu schmeißen ist zwar bequem, verbraucht gleichzeitig aber auch viel Strom. Ob auf dem Balkon, im Garten oder dem Waschkeller – die Wäsche an der Luft zu trocknen ist in jedem Fall energiesparender. Damit könnt ihr jährlich ganze 180 Euro sparen! Wollt ihr trotzdem lieber den Trockner benutzen, gibt es einige Dinge, auf die ihr achten könnt: Nutzt am besten die Programmwahl „Eco“, denn diese ist besonders stromsparend und energieeffizient. Außerdem lohnt es sich, die Waschmaschine auf möglichst viele Umdrehungen einzustellen, denn dann wird schon vor dem eigentlichen Trocknen einiges an Feuchtigkeit aus der Wäsche herausgeschleudert. Der Trockner hat dann weniger Arbeit und der Stromverbrauch reduziert sich.

Tipp 3: Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen

Es ist zwar lästig, aber dennoch effizient: das Abtauen der Kühlgeräte. Ein leichter Reifansatz in Kühlschrank oder Gefriertruhe ist normal, doch sollte er sich zu einer dicken Eisschicht weiterentwickeln, ist die Zeit zum Abtauen gekommen. Der Dauerbetrieb vereister Kühlgeräte erhöht den jährlichen Stromverbrauch um bis zu 20 Euro. Hört sich nach nicht so viel an, aber auch kleine Beträge summieren sich in der Masse. Noch ein kleiner Tipp: Stellt Kühlgeräte möglichst nicht neben Wärmequellen, sondern lieber an einen kühlen Ort. Wenn diese von außen aufgeheizt werden, benötigen sie mehr Energie. Außerdem können sie die Wärme, die beim Kühlen entsteht dann besser an ihre Umwelt abgeben, wodurch sie um einiges länger halten.

Tipp 4: Die Wassersparbrause

Duschen mit weniger Wasser? Hört sich erstmal nicht so toll an. Aber wenn wir euch sagen, dass ihr damit bis zu 150 Euro im Jahr sparen könnte, dann sieht das gleich ganz anders aus, oder? Natürlich hängt das immer von eurem Duschverhalten ab und davon, wie viele Personen in eurem Haushalt leben. Trotzdem ist das ein wahrer Geheimtipp, denn Wasser sparen bedeutet Energie sparen! Das könnt ihr euch merken, schließlich spielt es in vielen Bereichen des täglichen Lebens eine Rolle.

Tipp 5: Energiesparen mit Zeitschaltuhren

Den Energieverbrauch von Heizung und Warmwasser halbieren? Das ist dank Zeitschaltuhren möglich! Also ab in den Keller und einen Blick auf die Heizungspumpe oder den Warmwasserboiler werfen. Diese sind nämlich oft unnötigerweise auf höchster Stufe eingestellt und laufen dabei rund um die Uhr. Stellt ihr die Pumpe/ den Boiler auf eine niedrigere Stufe herunter, spart ihr schon erheblich Energie. Doch sind wir mal ehrlich: nachts oder während der Arbeit brauchen wir doch kein Warmwasser, oder? Stellt ihr nun eine Zeitschaltuhr ein, die den Heizer nur zu bestimmten Tageszeiten laufen lässt, könnt ihr den Energieverbrauch minimieren! Zusatztipp: Zeitschaltuhren könnt ihr auch an anderen Stellen im Haus montieren, beispielsweise an dem WLAN-Router, dem Fernseher oder der Kaffeemaschine. So vermeidet ihr einen unnötigen Energieverbrauch der Geräte im Standby-Modus.

Tipp 6: Heizkörper freiräumen

Wo stehen die Heizkörper bei euch und kann die Wärme gut in dem Raum zirkulieren? Denn je weniger Freiraum Heizkörper haben, desto uneffektiver arbeiten sie. Achtet deshalb darauf, dass weder Möbel noch Vorhänge den Heizkörper verdecken. Die Wärme kann sich ansonst nämlich nicht gleichmäßig im Zimmer verteilen und die Heizkosten würden steigen. Auch Klamotten sollten nicht auf der Heizung getrocknet werden, da das für einen Wärmestau und damit einhergehenden Energieverbrauch sorgt. Darüber hinaus entsteht eine höhere Luftfeuchtigkeit, die zu Schimmel führen kann. Trocknet die Wäsche deshalb lieber auf einem Wäscheständer.

Tipp 7: Wasserkocher benutzen

Du möchtest Waser erhitzen? Um Strom zu sparen ist der Wasserkocher auf jeden Fall die richtige Wahl, denn er ist wesentlich effizienter als der Elektroherd. Dabei ist jedoch auch auf den Füllstand zu achten, denn ein nicht verwendeter Liter Wasser pro Tag summiert sich auf satte 25 Kilogramm CO2 im Jahr. Ihr könnt also einiges an Energiesparen, wenn ihr nur so viel Wasser erhitzt, wie ihr letztendlich auch benötigt.

Tipp 8: Keep Cool – Mit geringerer Temperatur Waschen

Wer die Waschtemperatur für seine Wäsche richtig wählt, kann nicht nur umweltfreundlich waschen, sondern dazu auch noch sparen. Für normal verschmutzte Buntwäsche genügen 30°C und für weiße Wäsche 40°C. Das 40°C-Programm spart im Vergleich zum 60°C-Programm rund 45 Prozent Strom! Zudem ist auch die Füllmenge entscheidend. Ihr solltet möglichst immer das ganze Fassungsvermögen ausnutzen. Halbvolle Wäschetrommeln und Kurzprogramme sorgen lediglich für unnötig viel Wasser- und Stromverbrauch.

Tipp 9: Kochen in der Mikrowelle

Moderne Mikrowellen können mehr als nur Essen aufwärmen! Mit geeignetem Geschirr kann man mittlerweile richtig gut in der Mikrowelle kochen. – Im Internet findet ihr zahlreiche Rezepte und Anleitungen dazu. Das ist deshalb viel sparsamer, da eine Mikrowelle nur die Lebensmittel selbst aufheizt und nicht wie zum Beispiel ein Backofen das komplette Innere. Doch auch unter neuen Mikrowellen gibt es richtige Stromfresser, deshalb solltet ihr beim Kauf auf die Energieeffizienz achten.

Tipp 10: Beleuchtung: Halogenlampen durch LED-Lampen ersetzen

Wahrscheinlich kennt ihr diesen Tipp schon, aber habt ihr ihn auch schon umgesetzt? Knapp 10 Prozent der Jahres-Stromkosten im Haushalt entfallen der Beleuchtung. Es lohnt sich also, hier ein paar Änderungen vorzunehmen. LED-Lichter kosten zwar in der Anschaffung etwas mehr als Halogenlampen, doch diese Investition rentiert sich dank des wesentlich geringeren Stromverbrauchs schon nach einem Jahr. Denn durch den Austausch von drei Deckenlampen, könnt ihr ganze 55 Euro pro Jahr sparen! Übrigens lohnt es sich auch Energiesparlampen zu ersetzen. Seit 1. September 2021 dürfen diese aufgrund von EU-Anforderungen gar nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

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