Die Eisheiligen sind da: Was das für euren Gemüse-Anbau bedeutet

Endlich ist es so weit! Seit dem 11. Mai sind wir in den Eisheiligen. Bedeutet: Bald können unsere Gemüsepflänzchen ins Freiland. Ob das so stimmt und was es zu beachten gilt, haben wir für euch recherchiert.

Die Eisheiligen sind da: Was das für euren Gemüse-Anbau bedeutet

Die Eisheiligen kommen jedes Jahr Mitte Mai. Die Bauernregel besagt, dass es im Zeitraum der Eisheiligen zum letzten Mal vor dem Sommer Bodenfrost geben kann. Danach soll es so warm bleiben, dass Balkon, Garten und Freilandbeet getrost begrünt werden können. Also, raus mit den Pflänzchen! Oder nicht?

Was hat es mit den Eisheiligen auf sich?

Die Eisheiligen sind jedes Jahr vom 11. bis zum 15. Mai - an den Namenstagen der fünf Märtyrer und Heiligen, Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Der letzte Tag der Eisheiligen, dieses Jahr ein Samstag, wird auch als „kalte Sophie“ bezeichnet. Für die Bauern und Viehhirten war der Zeitraum schon immer von großer Bedeutung. Und noch heute bestimmen die Eisheiligen das Gartenjahr mit.

Zeitraum der Eisheiligen ist verschoben.

Doch wie kommt es zu dem Temperaturabsturz an den Eisheiligen? MeteorologInnen sagen, dass man sich auf den genauen Zeitraum nicht verlassen kann. Tatsächlich stammt die Datierung der Eisheiligen noch aus dem Julianischen Kalender, der schon im 18. Jahrhundert von dem Gregorianischen Kalender abgelöst wurde, den wir heute noch verwenden. Bei der Umstellung gingen 10 Tage verloren, weshalb die Eisheiligen eher auf den 20. Mai datiert werden müssten. Kalt wird es im Mai häufig, da sich das Land zunächst stark erwärmt, die umliegenden Meere jedoch noch sehr kalt sind. Es entsteht Tiefdruck wodurch die warme Luft abwandert und kalte Luft zuströmt.

Was bedeutet das für unsere Gemüsepflanzen?

Generell ist Bodenfrost im Mai möglich, allerdings muss es ihn nicht unbedingt genau zu den Eisheiligen geben. Letztes Jahr gab es beispielsweise noch einmal Frost Mitte Mai, doch in den Jahren zuvor, hielt sich der Kälteeinbruch in Grenzen.

Grundsätzlich seid ihr gut beraten, wenn ihr eure im Haus vorgezogene oder gekaufte Gemüsepflänzchen erst nach den Eisheiligen rauspflanzt. Wer dann auf Nummer sicher gehen will und auch für einen möglichen Frost nach den Eisheiligen gewappnet sein will, der kann mit einem Flies arbeiten. Das Flies kann über die Pflanzen gelegt werden und schützt sie sicher vor dem Frost.

Welche Pflanzen können jetzt raus?

Nach den Eisheiligen, beziehungsweise, wenn der Wetterbericht keinen Frost mehr erwarten lässt, können alle Pflanzen nach draußen. Klassischerweise sind kälteunempfindliche Gemüsesorten wie Radieschen, Zwiebeln, Kohlrabi und Karotten bereits im Freiland. Neu nach draußen kommen jetzt wärmeliebende Pflanzen, wie Paprika, Tomaten, Chili, Zucchini und Aubergine.

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