swa: Weitere Einschränkungen im Augsburger Nahverkehr in Sicht

Höhere Preise, ausgedünnter Fahrplan: Die swa starten mit schlechten Nachrichten in das neue Jahr.

swa: Weitere Einschränkungen im Augsburger Nahverkehr in Sicht

Die Nase läuft, der Hals schmerzt: Winterzeit ist Krankheitszeit - das müssen derzeit auch die Stadtwerke Augsburg erfahren. Aufgrund von Personalengpässen sind sie nun gezwungen, ihre Fahrpläne erneut anzupassen.

Änderungen zum Jahreswechsel

Erst vor wenigen Tagen hatten die Stadtwerke an der Preisschraube gedreht und die Fahrpreise in Augsburg um zehn Prozent erhöht – nun soll voraussichtlich noch in diesem Monat der Fahrplan weiter ausgedünnt werden. Grund sei der hohe Krankenstand, aufgrund dessen derzeit rund ein Fünftel der Mitarbeiter:innen nicht zur Arbeit erscheinen könnten. Die Stadtwerke arbeiten nun eigenen Angaben zufolge daran, wie sie am besten einsparen und kürzen könnten, sodass es möglichst wenige Fahrgäste betreffe. Einschränkungen zu Stoßzeiten seien dabei nicht vorgesehen, so Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg gegenüber der Augsburger Allgemeinen. In den kommenden Wochen sollen noch nähere Details bekannt gegeben werden.

Wenig Begeisterung der Stadt

Politisch dürften erneute Einschränkungen beim Fahrtenangebot wenig Anklang finden. Laut der Augsburger Allgemeinen hatte Casazza zuletzt fraktionsübergreifend Gegenwind im Stadtrat bekommen, weil den Politiker:innen missfiel, dass die Stadtwerke überhaupt längerfristige Einschränkungen vornahmen. Durch solche Maßnahmen rückt nämlich nicht nur der fünf-Minuten-Takt, wie wir ihn aus Zeiten vor der Pandemie kennen, in immer weitere Ferne – es ist auch ein Schritt weg von dem eigentlichen Ziel: der Mobilitätswende.

Wünsche der Fahrgäste

Erst am Dienstag veröffentlichte der AVV die Ergebnisse einer Online-Bürger:innen-Befragung zu Zufriedenheit und Anliegen bezüglich des Augsburger Nahverkehrs. Die Augsburger:innen wünschten sich dabei mehr Fahrten am früheren Morgen und einen höheren Takt am Wochenende sowie nachts. Im Moment scheint es jedoch, als würde es erstmal auf das Gegenteil hinauslaufen. Weitere Anliegen waren zudem bessere Verbindungen (insbesondere abends) im Augsburger Umland, kürzere Fahrtzeiten sowie eine bessere Anbindung einzelner Regionen. Im Stadtkern selbst wurden fehlende Tangential- bzw. Querverbindungen innerhalb des öffentlichen Verkehrsnetzes sowie zu hoch angesetzte Preise kritisiert. Die Auswertungen dieser Umfrage sollen in Zukunft als Anstöße zur Planung des Angebots dienen.

Logo