Achtung! Einbrecher – diese Gefahren lauern im Sommer

Diebe finden immer eine Gelegenheit. Auch im Sommer werden regelmäßig Einbrüche verübt. Wir klären auf: Wie gehen die Einbrecher vor und welche Fakten und Mythen gibt es rund um das Thema.

Achtung! Einbrecher – diese Gefahren  lauern im Sommer

Erstmal vorab: Bayern ist eins der Bundesländer, in denen die wenigsten Einbrüche begangen werden. Und Augsburg selbst zählt zu den Städten mit den geringsten Vergehen dieser Art bundesweit. Das ist schön. Bei null liegt die Zahl natürlich trotzdem nicht. Über 300 Einbrüche verzeichnen Augsburg und die beiden angrenzenden Landkreise im vergangenen Jahr.

Aber wann werden eigentlich die meisten Einbrüche verübt? Laut Statistik finden über der Hälfte der Einbrüche zwischen Oktober und Januar statt – also dann, wenn es besonders düster ist. Trotz allem werden auch über die Sommermonate zahlreiche Wohnungsdiebstähle begangen. Der Grund sind leerstehende Häusern durch Urlaubsreisen und, infolge der heißen Temperaturen, vermehrt offen stehende Fenster.

„Einbruch bei Nacht“ – Ein Mythos

Wer jetzt glaubt, dass die meisten Einbrüche nachts, wenn es stockdunkel ist, begangen werden, der irrt. Am häufigsten schlagen die Täter zwischen zehn und zwanzig Uhr zu – wenn Du in der Arbeit bist. „Nur“ rund jeder zehnte Einbruch wird begangen, während sich jemand im Haus oder der Wohnung befindet.

Die Werkzeuge, mit denen die Kriminellen vorgehen, sind meist recht simpel, Tatwerkzeug Nummer eins bleibt der Schraubenzieher. Und bei gekippten oder gar offenen Fenstern können die Täter innerhalb von Sekunden ins Haus vordringen – vollkommen geräuschlos. Die positive Seite der amateurhaften Ausrüstung: Minimal erhöhte Schutzmaßnahmen schrecken ab. Brauchen die Einbrecher länger als ein paar Minuten, lassen sie meist vom anvisierten Objekt ab. Tipp: Eine Zeitschaltuhr am TV oder einer Lampe kann helfen. So kannst Du den Eindruck erwecken, zuhause zu sein, wenn Du es nicht bist.

Gaunerzinken und Facebook-Posts

Und dann gibt es da noch den Mythos um die Gaunerzinken. Diebe hinterlassen kleine Zeichen mit Kreide oder Bleistift an Häusern. Sie dienen als geheime Verständigung und geben Information darüber, ob sich ein Einbruch lohnt. Früher eine weit verbreitete Vorgehensweise – laut der Augsburger Kripo ist das allerdings keine gängige Praxis mehr. Die Täter nutzen heutzutage moderne Kommunikationsmittel – und stoßen so zum Beispiel über Facebook und Co. auf mögliche Abwesenheiten und Urlaubsreisen.

Was hilft gegen Einbrecher?

Natürlich möchte nicht jeder das Haus oder die Wohnung mit den neuesten Überwachungskameras und Alarmanlagen ausrüsten. Neben einer aufmerksamen Nachbarschaft, die sich auch bei längerer Abwesenheit um das Zuhause kümmert, können simple, technische Verbesserungen an Türen und Fenstern helfen. Klassische Einstiegshilfen wie Mülltonnen oder Gartenmöbel solltest Du vermeiden, ebenso Hecken oder Pflanzen vor Eingängen, die einen verdeckten Einstieg erleichtern.

Sollte es doch zu einem Einbruch kommen, möglicherweise sogar während Deiner Anwesenheit, bittet die Polizei darum, sich nicht vor dem Notruf zu scheuen. Besteht der Verdacht, wählst Du die 110 und versuchst keinesfalls, den Täter im Alleingang zu stellen. Achtung: Wer die Türe nicht abgeriegelt, sondern nur ins Schloss geworfen hat oder ein Fenster gekippt lässt, kommt die Versicherung so gut wie nie für den entstandenen Schaden auf!

Die Zahl der Einbrüche ist im Sommer deutlich geringer als im Winter. Die Möglichkeiten sind jedoch deutlich vielfältiger. Achte also darauf, es den Einbrechern nicht einfach als nötig zu machen.

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