Seit Dezember hat das Gebäude in der Riedingerstraße 22 einen neuen Eigentümer. Und was bisher ein Bordell war, soll nun ein Wohnkomplex werden. Der Rotlichtbetrieb ist geschlossen – doch das haben scheinbar noch nicht alle mitbekommen. Laut dem neuen Eigentümer Deniz Uguz kommen noch täglich Männer vorbei, die das Bordell besuchen wollen. Dabei wurden die großen Plakate, die auf den Bordellbetrieb hingewiesen haben, bereits entfernt. Und auch an der Tür hängt ein Schild, auf dem steht: „Bordellbetrieb für immer geschlossen!“
Verwirrung um den Bordellbetrieb
Doch was bringen Schilder, wenn das Bordell noch immer im Internet zu finden ist? Unter der Adresse „Riedinger Straße 22“ ist auf Google Maps noch immer der Bordellbetrieb zu finden. Laut dieser Angabe ist das Bordell auch noch immer „Rund um die Uhr geöffnet“. Die Suchmaschine hängt also hinterher, nachdem dort seit Wochen keine Prostituierten mehr arbeiten.
Razzia vor Übernahme
Kurz vor seiner Schließung stand der Rotlichtbetrieb noch einmal im Fokus. Im November des letzten Jahres kam es zu einer Razzia, bei der die Polizei mit einem größeren Aufgebot anrückte. Es ging um den Verdacht des möglichen Drogenhandels. Damit hat der neue Eigentümer allerdings nichts zu tun. Er habe die Immobilie erst Mitte Dezember erworben – Wochen nach der Razzia.
Das ist der Plan für die Zukunft
Für Deniz Uguz war von Anfang an klar, dass er aus dem ehemaligen Bordell Wohnungen und Unterkünfte machen möchte. Die Unterkünfte sollen vor allem an Firmen und deren Mitarbeiter, hauptsächlich Monteure, vermietet werden. Momentan wird umgebaut: Das alte Interieur wird entfernt, es wird gestrichen und neu möbliert. Die Arbeiten sollen schon bald abgeschlossen sein, da keine große Sanierung nötig war. Die neue Unterkunft soll unter dem Namen „Pension Linderhof“ zu finden sein. Plakate in der Riedingerstraße weisen bereits darauf hin, eine Homepage soll es ebenfalls bald geben. Eine ähnliche Pension betreibt Uguz bereits in Lechhausen.