Ein Hauch von 2068: Augmented Reality in Augsburg

Die wenigsten wissen wohl, was genau hinter „Augmented Reality“ steckt. Das kennt man eher aus Film und Fernsehen. Im alltäglichen Leben spielt das noch keine Rolle – oder doch? Wir zeigen euch, welche Möglichkeiten ihr in Augsburg schon habt.

Ein Hauch von 2068: Augmented Reality in Augsburg

Wann wart ihr das letzte Mal Möbel einkaufen? Und wie läuft das ab? Ihr braucht unbedingt einen neuen Schrank, also greift ihr zum Meterstab und messt nach. Danach bummelt ihr entweder im Onlineshop oder fahrt direkt zum Möbelhaus – ihr wisst aber immer noch nicht, wie das Ganze am Ende aussehen wird. Seit ein paar Jahren springen hier einige Anbieter in die Bresche. Ikea, Butlers und Amazon haben zum Beispiel Anwendungen entwickelt, damit ihr euch die Produkte schon mal virtuell in die Ecke stellen könnt. Bevor ihr also das nächste Mal zum Ikea oder zum Butlers in der Innenstadt fahrt, lohnt es vielleicht, wenn der erste Griff zum Smartphone geht.

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Man muss aber gar nicht auf Apps zurückgreifen. Es gibt jetzt sehr unkompliziert nutzbare Augmented-Reality-Anwendungen – auch mitten in Augsburg. Was viele nicht wissen: Die Webseite des Doms in Augsburg bietet einen virtuellen Rundgang und nebenbei einige interessante Infos zu den historischen Hintergründen. Menschen von auswärts können eine VR-Brille für den Rundgang benutzen – das alles läuft schon ziemlich smooth. Wer im Dom vor Ort ist, kann sogar direkt sein Smartphone zücken, die QR-Codes scannen und dann direkt auf den Rundgang zugreifen.

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Eine sehr eindrückliche Umsetzung von Augmented Reality stammt von Bluespots Productions. Das kleine Team hat im vergangenen Jahr den Memory Off-Switch entworfen. Das ist ein Audio-Walk über 10km. Auch das fällt unter Augmented Reality. Das Konzept, das dahinter steckt: Das Leid der Augsburger Zwangsarbeiter im Dritten Reich erlebbar und dem Zuhörer die Schrecken dieser düsteren Zeit begreiflich zu machen. Der Weg wird begleitet von sorgfältig produzierten Audiodateien: Denkanstöße, Anekdoten und künstlerische Aufarbeitungen der Thematik. Außerdem ist es nicht absolut notwendig, die vollen 10km zu laufen – die Audiodateien sind eher lose miteinander verbunden.

Noch steckt das ganze Thema „Augmented Reality“ aber noch in den Kinderschuhen. Die großen Anbieter haben ihre ganz eigenen Projekte am Laufen, aber das dauert noch. Wir haben uns deshalb mal ein paar Sachen überlegt, die in 50 Jahren vielleicht Alltag sind. Das fänden wir ziemlich nice:

1. Augmented Reality in Straßenbahn und Bus Stellt euch vor, ihr seid neu in der Stadt und habt keine Ahnung, wie ihr am besten wohin kommt. Zum Glück könnt ihr euch im Smartphone oder am Kö anzeigen lassen, wo ihr genau einsteigen müsst, seht ganz genau, wie lang die Straßenbahn noch braucht und wie viel ihr zahlen müsst – am besten alles in einer Anzeige.

2. Digitales Shopping in der City Galerie Die Wegweisung funktioniert auch beim Shopping. Wenn man sich in der City Galerie in der Innenstadt nicht auskennt, kann das schon mal verwirrend sein. In Zukunft zeigt einem vielleicht ein digitaler Geländeplan, wo man einen Laden findet und was es da überhaupt zu kaufen gibt – noch bevor man überhaupt über die Ladenschwelle tritt. Und die Etiketten schrumpfen vielleicht auch schon bald auf QR-Codes zusammen.

3. Virtuelle Speisekarten Ihr seid zum ersten Mal in einem neuen Lokal und wisst echt nicht, was ihr bestellen sollt. Darum scannt ihr einfach einen Code ein und seht sofort alles, was ihr wissen müsst. Oder ihr seid im Drunken Monkey und könnt euch das (Craft-)Bier raussuchen, das so schmeckt, wie ihr wollt.

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