49-Euro-Ticket: Umsetzung in Augsburg

Das „Deutschlandticket“ kommt. Bund und Länder haben den Weg für das neue Ticketmodell freigelegt. Was bedeutet das für den öffentlichen Verkehr in Augsburg? Wir haben es für euch herausgefunden.

49-Euro-Ticket: Umsetzung in Augsburg

Von 9-Euro-Ticket zu 49-Euro-Ticket. Nach langem Hin und Her kam es nun zu einer Einigung, sodass der Einführung nichts mehr im Wege stehen sollte. Bald könnt ihr wieder so unkompliziert reisen, wie ihr es bereits von den drei Monaten des 9-Euro-Ticket-Experiments kennt.

Wie funktioniert das Ticket?

Bisher gab es viele verschiedene Tarifzonen und die unterschiedlichsten Angebote. Das 9-Euro-Ticket hat uns bereits einen ersten Vorgeschmack auf ein einheitliches, deutschlandweites Nahverkehrsticket gegeben, woran nun weiter angeknüpft werden soll. So gilt das Deutschlandticket im öffentlichen Personennahverkehr in ganz Deutschland. Das bedeutet: Alle Regionalzüge, etwa von DB Regio oder der Bayerischen Regiobahn, sowie S-Bahnen, U-Bahnen, Trams und Busse sind dabei mit inbegriffen. Vorgesehen ist ein Einführungspreis von 49 Euro im Monat mit monatlich kündbarem Abonnement.

Deutschlandticket in Augsburg

Derzeit warten die Verkehrsunternehmen noch auf konkrete Vorgaben des Bundes über das Ticket, doch sobald diese erfolgen, wird das 49-Euro-Ticket auch Teil des swa-Angebots sein. Eine Umsetzung zum 1. Januar 2023 ist voraussichtlich nicht realistisch, deutlich wahrscheinlicher ist der 1. März oder 1. April. Auch die Frage, wo das Ticket dann zu kaufen sein wird, bleibt derzeit noch ungeklärt. Es ist davon auszugehen, dass dies wieder online und an den Fahrkartenautomaten möglich ist. Eure derzeitigen Abos müsst ihr laut swa nicht kündigen, stattdessen wird die Umstellung entweder automatisch erfolgen oder einen einfachen Auftrag eurerseits erfordern.

Einige Fragen bleiben offen

Das Deutschlandticket ist Teil des von der Bundesregierung eingeführten Entlastungspaketes. Ziel ist es, den Bürger:innen finanziell entgegenzukommen, die Attraktivität der ÖPNV zu erhöhen und gleichzeitig auch im Hinblick des Klimaschutzes weiterzukommen. Der Bund hat bereits zugesagt, eine Summe von 1,5 Milliarden Euro dazuzulegen, wenn die einzelnen Länder mindestens den gleichen Betrag dafür in die Hand nehmen. Fraglich ist jedoch, ob diese Summen überhaupt ausreichen. Andere Kritik übte der Sozialverband Deutschland an dem Einheitspreis aus. Laut ihm könnten sich viele Sozialschwache die 49 Euro im Monat nicht leisten. „Deshalb fordern wir weiterhin ein 365-Euro-Ticket. Ein Euro pro Tag für Mobilität, das wäre wirklich sozial verträglich“, erklärte Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier gegenüber dem Spiegel. Auch für Rentner:innen, Studierende und Kinder ist derzeit noch keine Vergünstigung vorgesehen.

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