Achtet mehr auf eure Daten!

Der Hype um die Netflix- Serie „You - Du wirst mich lieben“ ist schon wieder etwas abgeklungen, dennoch regt sie mich weiterhin zum Nachdenken an.

Achtet mehr auf eure Daten!

Für die, die die Serie nicht kennen (Keine Sorge, es wird nicht gespoilert):

Joe Goldberg scheint auf den ersten Blick ein ganz normaler Typ aus New York zu sein, der sich in eine Kundin verliebt, die in seinen Buchladen kommt. Doch es stellt sich schnell heraus, dass Joe eine Besessenheit zu ihr entwickelt hat und sie zu stalken beginnt. Dabei schreckt er vor nichts zurück.

Während ich Folge um Folge schaute, wurde mir wieder einmal bewusst, wie es durch das Internet und die verschiedenen Social Media Plattformen um den persönlichen Datenschutz steht. Natürlich ist man als Nutzer selbst nicht unschuldig, denn man teilt oft bereitwillig seine ganzen personenbezogenen Daten, ganz nach dem Motto: Ich habe ja nichts zu verbergen.

Aber sollten wir nicht etwas vorsichtiger mit unseren Daten umgehen? Ich bin zumindest der Meinung, dass die Privatsphäre auf jeden Fall schützenswert ist und Staat und Unternehmen damit nicht allzu viel am Hut haben sollten. Und das hat nichts damit zu tun, dass man etwas zu verbergen hat.

Bereits der Roman 1984 von George Orwell behandelte die Thematik des gläsernen Bürgers und der dauerhaften audio-visuellen Überwachung mittels nicht abschaltbarer Geräte. Was damals wohl noch als Horror-Szenario gemeint war, ist heute schon ganz alltäglich, wenn man an Alexa, Siri und Co im Wohnzimmer denkt. Aber auch das Smartphone, das man jeden Tag am Körper trägt, hört mit. Das habt ihr bestimmt auch schon bemerkt, wenn ihr auf einmal Werbung für etwas bekommt, worüber ihr zuvor noch geredet und vorher auch noch nie gegoogelt habt.

Jedes Mal, wenn mir das passiert, verspüre ich das Bedürfnis mein Handy ganz weit weg zu werfen und mich von allen Social-Media-Kanälen abzumelden. Aber so weit kommt es nie, denn wir sind abhängig. Ohne Smartphone sind wir von der sozialen Welt abgeschnitten, auch mit unseren Freunden in Kontakt zu bleiben würde schwierig werden.

Aber was tut man dann, um seine Privatsphäre wenigstens etwas zu schützen?

Ein erster Schritt wäre es, seine Social Media Profile von Öffentlich auf Privat zu stellen. Nachdem ich „You“ gesehen habe, würde ich das sogar noch dringender empfehlen als zuvor.

Außerdem könnt ihr überlegen, welche Informationen ihr allgemein über euch preisgebt. Ist es wirklich nötig täglich euren Standort mit allen zu teilen?

Das führt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Kontrolliert in euren Handy Einstellungen, welche Berechtigungen die einzelnen Apps haben. Oft könnt ihr die Standort- oder Mikrofon-Berechtigungen guten Gewissens ausschalten.

Die Kamera seines Laptops oder Smartphones abkleben - selbst Mark Zuckerberg tut es! Die Kameras können ohne weiteres von Hackern gekapert werden.

Wenn ihr eine Website besucht, speichern Cookies eure Daten. Oft verwenden Firmen diese, um das Surfverhalten zu analysieren. Also „Cookies von Drittanbietern“ in den Einstellungen des Browsers blockieren.

Wahrscheinlich sind das nur Tropfen auf dem heißen Stein, denn die Digitalisierung greift immer weiter um sich. Aber so wisst ihr wenigstens, dass ihr euer Möglichstes versucht habt.

Welche Methoden nutzt ihr, um eure Privatsphäre zu schützen? Oder denkt ihr, es ist sowieso schon alles zu spät?

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