Die fast verlorene Tugend - Dankbarkeit

Ist es nicht schade, dass das Gefühl der Dankbarkeit an Weihnachten eigentlich nur beim Geschenkeauspacken aufkommt? Warum es sich lohnt auch im Alltag Dankbarkeit zu üben, erfahrt ihr im Artikel.

Die fast verlorene Tugend - Dankbarkeit

In einer Zeit, in der wir tagtäglich daran erinnert werden, unseren Fokus auf den Konsum zu richten, ist es wichtig innezuhalten und die Gedanken zu sortieren. Gerade in der Weihnachtszeit kann es passieren, dass wir vor lauter Geschenkekäufen, vollen Einkaufswägen und überfüllten Fußgängerzonen vergessen, worum es beim Fest der Liebe eigentlich gehen sollte.

Auch wenn die Geste eines Geschenkes an sich nichts Verwerfliches ist, sollten wir nicht vergessen, dass es grundsätzlich darum geht, Dankbarkeit zu zeigen und die gemeinsame Zeit zu genießen.

Dankbarkeit ist flüchtig

Neben all dem Konsum und dem nie zu stillenden Wunsch nach mehr materiellen Gütern, vergessen viele Menschen, wofür es sich lohnt dankbar zu sein. Dieses Gefühl muss trainiert werden, denn wer sich nicht bewusst macht, was er bereits alles hat, bekommt den Eindruck er sei arm.

Dabei fängt das Gefühl der Dankbarkeit bereits bei so etwas selbstverständlichem, wie dem Leben und der Existenz selbst an. Es gibt so viele Dinge, die uns im alltäglichen Leben selbstverständlich vorkommen, weil wir es verlernt haben, Dankbarkeit zu fühlen.

Wir können zum Beispiel dafür dankbar sein, dass wir…

  • Sehen, hören, gehen, lachen und weinen können

  • Einen PartnerIn oder eine Familie haben, die uns unterstützt

  • Einen Beruf haben und Geld verdienen

  • In einem Land leben, das Frei von Terror und Krieg ist

  • Gesund sind

  • Genug zu essen und sauberes Trinkwasser haben

Euch fallen sicher noch sehr viele weitere Dinge ein, für die ihr dankbar sein könnt.

Es hat viele Vorteile regelmäßig Dankbarkeit zu praktizieren. Ihr werdet merken, dass ihr euch ausgeglichener fühlt und weniger reizbar seid. Das kommt daher, dass ihr euch mehr über Kleinigkeiten freut und diese lernt mehr zu schätzen zu wissen.

Die gewonnene Ausgeglichenheit wird dazu führen, dass ihr euch besser mit euren Mitmenschen, Kollegen, Freunden und eurem Partner versteht. Ihr werdet erstaunt sein, wie diese Art der positiven Gedankenkontrolle eure Beziehungen verbessern kann, denn was man sendet bekommt man bekanntermaßen auch zurück.

Doch nicht nur in Sachen Soziales hat die Dankbarkeit ihre Vorzüge. Auch auf euren Geldbeutel kann sie sich positiv auswirken. Das gesteigerte Bewusstsein für eure Besitztümer wird euch von ungeplanten Käufen und Frustshopping abhalten.

Alles, was ihr für die zusätzliche Lebensqualität braucht, sind fünf bis zehn Minuten und ein gemütliches, ruhiges Plätzchen an einem Ort eurer Wahl.

Klingt das nach einem guten Deal?

Hier sind außerdem 5 weitere kleine Methoden, wie ihr im Alltag Dankbarkeit trainieren könnt

Ein Tagebuch führen

Das mag kitschig klingen, aber häufig prägen sich Informationen mehr ein, wenn man sie aufschreibt. Wenn euch die Idee eines tatsächlichen Tagebuches nicht gefällt, könnt ihr eure dankbaren Gedanken auch mit einer App aufzeichnen.

Eine Nachricht an einen Freund verfassen

Überlegt doch mal, wie sehr ihr euch freut, wenn ein guter Freund euch eine liebe Nachricht schreibt. Wie wäre es, dieses Mal einfach die Initiative zu ergreifen und selbst eine solche Nachricht zu verfassen? Das kann eine einfache WhatsApp, SMS oder eine E-Mail sein. Wenn ihr euch aber in der Laune dazu fühlt, könnt ihr auch zum nächsten Schreibwarenladen gehen und dort eine schöne Postkarte aussuchen. Das schöne ist, diese nette Geste wird eure FreundIn sicher nicht vergessen. In einem unerwarteten Moment bekommt ihr dann die schöne Antwort.

Danke sagen

Das mag jetzt vielleicht offensichtlich sein, aber achtet doch einfach mal darauf, im Alltag bewusst und ernst gemeint „Danke“ zu sagen. Viel zu oft hört man beispielsweise beim Einkaufen Worte des Dankes, die den Anklang haben gar nicht ernst gemeint zu sein. Also: Spread the Love! Dankt einander - und zwar ehrlich!

Geht in die Natur

Ein kleiner Spaziergang kann schon ausreichen, um sich darüber bewusst zu werden, wie schön unsere Heimatstadt Augsburg ist und wie dankbar wir sein können, für all die Angebote und Möglichkeiten.

Yoga und Sport

Gerade beim Yoga (,aber genauso auch bei jedem anderen Sport) könnt ihr bewusst darauf achten, wie toll es ist, den eigenen Körper bewegen zu können. Spürt jede Bewegung und das Gefühl, wie der Sauerstoff beim Atmen in jede Pore vordringt.

Ihr werdet sehen, sobald ihr euch einen Moment Zeit nehmt, um euch bewusst zu machen wofür ihr dankbar seid, wird sich ein wohliges Gefühl der inneren Gelassenheit, Ruhe und Befriedigung einstellen. So verfliegen zumindest für diesen Moment, ohne großen Aufwand, der Stress und die Anspannung.

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