Corona-Redaktionsupdate #2

Wie versprochen halten wir Dich in Bezug auf den Coronavirus auf dem Laufenden. Du kannst den kompakten Überblick der Entwicklungen des Wochenendes und des Montagvormittags hier lesen.

Corona-Redaktionsupdate #2

Es ist eine Verschärfung der Lage in Deutschland zu beobachten. Weil damit gerechnet wird, dass die Erkrankungskurve vorab nicht aufhören wird zu steigen, sehen wir uns auch hier in Bayern mit verschärften Maßnahmen der Ausbreitungsverhinderung konfrontiert.

Grenzschließungen

Eines der meistdiskutierten Themen ist vermutlich im Moment die Schließung mehrerer europäischer Grenzen. Bis jetzt davon betroffen sind die Grenzen zu Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Österreich und der Schweiz. Einreisende Deutsche, Berufspendler*innen und Warenlieferungen sind von der Grenzschließung ausgenommen und dürfen weiterhin passieren.

Reiseverkehr

Die Deutsche Bahn arbeitet daran, den innerdeutschen Zugverkehr weitgehend aufrecht zu erhalten. Dennoch wird es vermutlich ab Dienstag oder Mittwoch zu einer Einschränkung der Regionalfahrpläne kommen, da davon ausgegangen wird, dass viele Arbeitnehmer*innen aufgrund der geschlossenen Schulen Zuhause bleiben müssen.

Katastrophenfall in Bayern

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat als Reaktion auf die Ausbreitung des Virus den Katastrophenfall in Bayern ausgerufen. Dies hat zur Folge, dass das öffentliche Leben ab Dienstag im Großen und Ganzen zum Erliegen kommen wird. Bars, Clubs, Kinos und Schwimmbäder machen beispielsweise bayernweit zu. Alle Läden, die nicht mit Waren des täglichen Bedarfs handeln, schließen ab Mittwoch für die nächsten 14 Tage.

Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte werden von den für Bayern üblichen Ladenöffnungszeiten befreit. Sie dürfen, so Söder, ab jetzt werktags bis 22.00 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben, dann bis 18.00 Uhr.

Der Begriff „Katastrophenfall” bedeutet, dass sich das Land und das Gesundheitsministerium in den kommenden Wochen auf eine hohe Zahl an Erkrankten einstellt. Um die gesundheitliche Versorgung sicherzustellen, wird in Erwägung gezogen, Bundeswehrkrankenhäuser und temporäre Krankenhäuser in Messe-, Sport- und Konzerthallen einzurichten. Außerdem soll eine bundesweite Erfassung der Anzahl von verfügbaren Beatmungsgeräten durchgeführt werden.

Bildungseinrichtungen

Wie Du sicher auch schon mitbekommen hast, schließen deutschlandweit aktuell tausende Schulen, Kindergärten und Kitas. Der Hochschulstart der HS Augsburg wurde ebenfalls verschoben. Die Studierenden der Hochschule starten laut aktuellem Plan zeitgleich mit den Studierenden der Universität am 20. April. In anderen Bundesländern wurden die Schulen teilweise noch nicht endgültig geschlossen. Es wurde lediglich temporär die Schulpflicht aufgehoben, um Eltern und Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, sich auf die Situation einzustellen. Sowohl für Eltern, als auch Arbeitgeber*innen ist die Situation eine große Herausforderung. Der Arbeitsminister Hubertus Heil empfiehlt „unbürokratische und einvernehmliche Lösungen” zu finden, um Lohneinbußen zu verhindern.

Hamstern muss niemand

Auch wenn wir das im letzten Update schon angesprochen hatten, hier nochmal der Hinweis: Es besteht kein Grund zur Panik. Wir leben in einem Land, das sich glücklich schätzen kann, von Versorgungsnot verschont zu bleiben – wenn jeder weiterhin für sich und bedarfsgerecht einkauft. Zudem kannst Du ältere Nachbar*innen fragen, ob sie Deine Unterstützung beim Einkaufen von Lebensmitteln benötigen. Sei lieber zu hilfsbereit, als ältere Menschen in dieser schwierigen Lage auf sich gestellt zu lassen.

Besonders beliebt sind derzeit scheinbar Nudeln, Dosentomaten und Klopapier. Klopapier wird übrigens zu großen Teilen in Deutschland produziert, weshalb es sehr unwahrscheinlich ist, dass es hier zu Engpässen kommen würde, wenn alle bedarfsgerecht einkaufen würden.

Logo