Nach Update: Corona-Warn-App als Ergänzung zur Luca-App?

Seit gestern, dem 21. April, ist die angekündigte Version 2.0 der Corona-Warn-App verfügbar. Damit nähert sie sich in der Funktionalität der App „Luca“ an. Dennoch gibt es große Unterschiede.

Nach Update: Corona-Warn-App als Ergänzung zur Luca-App?

Die Corona-Warn-App wurde mittlerweile mehr als 27 Millionen Mal heruntergeladen. Die Luca-App zum Vergleich nur etwa drei Millionen Mal. Und nun wurde die App der Bundesregierung durch eine weitere Funktion ergänzt: Dem Einchecken per QR-Code-Scan.

Das ist neu: Eventregistrierung per Corona-Warn-App

Die neue Version soll beispielsweise im Einzelhandel, bei Veranstaltungen und privaten Treffen genutzt werden. KundInnen und BesucherInnen sollen sich beim Betreten des Geschäfts oder der Veranstaltung über den QR-Code einchecken. Falls sich herausstellen sollte, dass sich eine später positiv getestete Person dort aufgehalten hat, werden alle NutzerInnen der App, die sich zur selben Zeit ebenfalls an dem Ort aufgehalten haben, informiert.

Bisher erfasste die Corona-Warn-App nur einen Risikokontakt, wenn sich Personen über einen längeren Zeitraum hinweg im Abstand von zwei Metern oder weniger aufgehalten hatten. Mit der Weiterentwicklung durch den QR-Code wird auf die Erkenntnis reagiert, dass Aerosole sich innerhalb eines Raums weit über die zwei Meter hinaus verteilen.

Der Unterschied zu Luca

Corona-Warn-App funktioniert anonymer und schneller.

Das Scannen der QR-Codes kennen wir auch schon von der Kontaktnachverfolgungsapp „Luca“, die zuletzt heftiger Kritik ausgesetzt war. Diese bezog sich unter anderem auf Datenschutz-Lücken. Da ist die Corona-Warn-App besser aufgestellt. Denn anders als bei Luca, werden hier keine persönlichen Daten abgefragt. Lediglich der Veranstaltungsort und die Dauer des Aufenthalts werden registriert. Auch werden diese im Falle eines Corona-Falls nicht automatisch an das Gesundheitsamt weitergegeben, sondern bleiben in der Hand des Nutzers. Dieser wird allein über die App bei einer Risikobegegnung gewarnt – schneller als über das Gesundheitsamt.

Reicht die Corona-Warn-App?

Die Bundesregierung beschreibt zwei mögliche Event-Szenarien, in denen die neue Funktion der Eventregistrierung zum Einsatz kommen kann: „Ad-hoc Events“, also private Treffen, Feiern und kleinere Veranstaltungen, sowie „Ständige Lokationen“ für öffentliche Einrichtungen wie Restaurants und Friseure.

Für Veranstaltungen und Geschäfte haben die Länder allerdings festgelegt, dass die Daten der Personen erfasst werden müssen. Genau das tut die Corona-Warn-App aber nicht. Derzeit ist also nur der Einsatz der App für private Zusammenkünfte ausreichend. Zum jetzigen Zeitpunkt kann die Corona-Warn-App Systeme wie Luca also nicht ersetzen, aber ergänzen.

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