Corona-Maßnahmen: Was passiert bei einer Inzidenz über 1.000?

Bei einer Inzidenz über 1.000 soll ein Lockdown verhängt werden, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vergangenen Freitag, den 19. November, mitteilte. Was das bedeutet, haben wir hier zusammengefasst.

Corona-Maßnahmen: Was passiert bei einer Inzidenz über 1.000?

Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern bei 644,3 (Stand: 24. November 2021). Sollte sie jedoch auf 1.000 steigen, wird ein landesweiter Lockdown verhängt. Das teilte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vergangenen Freitag mit. Doch was bedeutet ein Lockdown für das öffentliche Leben?

Vielerorts bereits Lockdown

Es gibt bereits einige Städte und Landkreise, die eine Inzidenz über 1.000 haben, unter anderem das Berchtesgadener Land, Landshut, Traunstein und Deggendorf. Insgesamt sind nun neun Kreise im Lockdown, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet. Sollte der Landkreis Augsburg die Schwelle ebenfalls übertreten, gibt es einen Lockdown für den gesamten Landkreis, unabhängig davon, wie hoch die Inzidenz in einzelnen Städten oder Gemeinden ist. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Augsburg bei 662,8 (Stand: 24. November 2021).

„Hier muss alles geschlossen werden.“ – Markus Söder

Ein weiterer Lockdown bedeutet, dass das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren wird, wie auch im Winter des vergangenen Jahres. Die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe müssen schließen, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt und es dürfen keine körpernahen Dienstleistungen, dazu gehört zum Beispiel auch der Friseur-Besuch, durchgeführt werden. Vorlesungen finden nicht mehr im Hörsaal, sondern digital statt. Schulen und Kitas sollen geöffnet bleiben. Im Handel wird pro 20 Quadratmeter ein Kunde beziehungsweise eine Kundin zugelassen. Bei Pflege- oder Altersheimen gilt eine Testpflicht vor dem Betreten. Der Lockdown ist beendet, wenn die Inzidenz fünf Tage unter 1.000 liegt. Die Corona-Maßnahmen sollen voraussichtlich bis Mitte nächsten Monats, Mittwoch, den 15. Dezember, gelten.

Aus für Clubs und Weihnachtsmärke

Ab heute, Mittwoch, den 24. November, treten die verschärften Corona-Maßnahmen in Kraft, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder letzten Freitag angekündigt hat. Demnach müssen alle Clubs im Bundesland schließen. Außerdem dürfen keine Weihnachtsmärke stattfinden. So musste auch der Augsburger Weihnachtsmarkt kurzfristig abgesagt werden, obwohl ein entsprechendes Hygienekonzept entwickelt wurde.

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