2G plus in der Gastronomie: Das sind die neuen Corona-Maßnahmen

Bund und Länder haben vergangenen Freitag, den 7. Januar, in einer Ministerpräsidentenkonferenz neue Corona-Maßnahmen beschlossen. Unter anderem wird 2G plus in der Gastronomie eingeführt.

2G plus in der Gastronomie: Das sind die neuen Corona-Maßnahmen

[Aktualisierung vom 11. Januar: Bayern wird einen Sonderweg gehen und die 2G plus-Regel in der Gastronomie nicht einführen]

Am Freitagnachmittag haben Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten neue Corona-Maßnahmen beschlossen. Grund ist die sich schnell verbreitende Omikron-Variante.

2G plus oder Booster in Gastronomie

Bundesweit und unabhängig von der Inzidenz soll für die Gastronomie 2G plus gelten. Geimpfte und Genesene dürfen somit nur noch mit einem tagesaktuellen Test in Restaurants, Cafés und Co. Alternativ können sie einen Nachweis für die Booster-Impfung vorzeigen, der ab dem Tag der Auffrischungsimpfung gilt. Hierbei handle es sich um eine kurzfristige Maßnahme. Ab wann die neue Regelung gilt, steht bislang noch nicht fest. Einige Bundesländer lehnen die bundesweite Einführung von 2G plus in der Gastronomie ab.

Der Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wie beispielsweise zu Kinos und Theater, sowie zum Einzelhandel ist bundesweit weiterhin nur für Geimpfte und Genese möglich. Ausnahmen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Clubs bleiben geschlossen und Tanzveranstaltungen verboten.

Verkürzung der Quarantäne

Zudem soll es Erleichterung bei der Quarantäne und Isolation geben. Falls Kontaktpersonen geboostert, frisch doppelt geimpft, geimpft und genesen oder frisch genesen sind, entfällt für sie die Quarantäne. Für alle anderen endet die Quarantäne oder Isolation nach zehn Tagen. Infizierte und Kontaktpersonen können sich alternativ freitesten, indem sie nach sieben Tagen einen negativen PCR-Test oder Antigen-Schnelltest vorweisen.

Beschäftigte der klinischen Infrastruktur wie etwa Krankenhauspersonal und Personal von Pflegeeinrichtungen können nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test aus der Quarantäne heraus. Falls sie selbst an Corona erkrankt sind, dürfen sie erst nach sieben Tagen mit einem negativen PCR-Test aus der Isolation. Eine zusätzliche Bedingung ist, dass sie zuvor mindestens 48 Stunden frei von Krankheitssymptomen waren.

Kontaktbeschränkungen bleiben

Weiterhin gilt: Es dürfen sich maximal zehn Personen treffen, wenn alle Teilnehmenden geimpft oder genesen sind. Ungeimpfte und Nicht-Genesene dürfen sich mit Angehörigen des eigenen Haushaltes und maximal zwei Personen eines anderen treffen. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen.

Bund und Länder für Impfpflicht

„Die Impfquote in Deutschland ist unverändert nicht sehr hoch.“ – Scholz

Über eine allgemeine Impfpflicht wird derzeit noch diskutiert. Bund und Länder stehen aber überwiegend dahinter: „Alle 16 Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben sich dazu bekannt, dass sie für eine allgemeine Impfpflicht sind", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach der Ministerpräsidentenkonferenz. „Ich fühle mich da maximal unterstützt.“ Es sei gut, wenn am Ende der Debatte eine allgemeine Impfpflicht stehe. Zudem sagte er, dass die Impfkampagne zwar Fortschritte gemacht hätte, die Impfquote in Deutschland aber unverändert nicht sehr hoch sei.

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