Zusammenhalt: 6 Tipps, wie ihr in der Corona-Krise einander helfen könnt

Auch wenn es sich noch surreal anfühlt: die Corona-Epidemie ist real und in vollem Gange. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass der Virus unseren Zusammenhalt stärkt und nicht schwächt. Gemeinsam steht man alles durch.

Zusammenhalt: 6 Tipps, wie ihr in der Corona-Krise einander helfen könnt

Das Schlechte an der nun mehr denn je sichtbar gewordenen Vernetzung und Schnelligkeit unserer Zeit: der Coronavirus verbreitet sich rasant. Das gute an der Vernetzung und Schnelligkeit: die Möglichkeiten und Optionen, einander zu helfen, kommen ebenso rasch in Umlauf. Neben den (hoffentlich!) ganz offensichtlichen Maßnahmen, solidarisch zu handeln, möglichst zuhause zu bleiben, keine Panik zu schieben, nicht zu horten und anderen damit ein Vorbild zu sein, gibt es ein paar Möglichkeiten, wie Du aktiv helfen kannst. Dabei gilt natürlich, dass jeder in dem für sich möglichen Rahmen handelt.

Gehörst Du zur Risikogruppe oder kannst den Kontakt mit Menschen, die zu ebenjener gehören, aus guten Gründen nicht unterlassen, zählen für Dich natürlich andere Regeln. Für alle, denen zuhause bereits die Decke auf den Kopf fällt und die etwas unternehmen wollen, um den Zusammenhalt in dieser wirklich ungewöhnlichen Zeit zu stärken, gibt es ein paar schöne Optionen. Für uns alle steht mittlerweile mehr auf dem Spiel, als die Frage, wohin mit der Zeit des gecancelten Urlaubs oder den verlängerten Semesterferien. Deshalb gilt: Zusammenhalten ist alles.

1. Augsburger Quarantänen-Hilfe

Seit vergangenem Wochenende gibt es eine Gruppe auf Facebook, in der Menschen aus Augsburg und Umgebung ihre Hilfe anbieten und um Hilfe bitten können. Sei es das Erledigen von Einkäufen für Nachbarn in Quarantäne, das Ausführen von Hunden für Leute, die zur Risikogruppe gehören oder einfach das Teilen von Klopapiervorräten. Du kannst Dich in einer Liste eintragen, mitteilen welche Art von Hilfe Du anbietest und in welchem Postleitzahlengebiet Du Dich befindest. Oder aber Deine Bitte um Support posten. Schon über tausend Augsburgerinnen und Augsburger haben sich dort versammelt, um einander zu helfen.

2. Nächstenliebe in Deiner Hood

Dasselbe funktioniert natürlich auch offline. Vor allem unseren älteren Mitmenschen, die sich nicht auf Social Media Plattformen bewegen, sollten wir signalisieren, dass wir für sie da sind. Eine Wienerin hat es vergangene Woche vorgemacht und wir alle können es ihr nachtun: Häng einen Zettel im Hausgang auf, auf dem Du Deine Hilfe anbietest. Oder klingel einfach direkt bei Deiner alten Nachbarin, von der Du weißt, dass sie sich auch sonst schon mit ihren Einkäufen schwer tut. Rückt, im übertragenen Sinne natürlich, in dieser Zeit einfach etwas näher zusammen.

3. Hört auf, wie verrückt Klopapier zu kaufen

Ja, wir haben es verstanden: Klopapier ist schwer zu substituieren. Aber bitte hört auf, einen Vorrat für die nächsten beiden Jahre anzulegen. Willst Du wirklich der letzte Mensch auf Erden sein, der auf einem Turm Toilettenpapier sitzt, während alle anderen…?! Wohl kaum. Falls doch schon gehortet wurde: Spring über Deinen Schatten und gib Leuten, die ganz normale Vorräte hatten und nun ohne jegliche Rolle in petto vor leeren Regalen stehen etwas von Deinem Jahresvorrat ab. Du findest schon jetzt etliche Interessenten.

Tipp für Suchende: Ein Klopapier-Abo bei Goldeimer. Die Gewinne gehen zu 100% an soziale Projekte. Auch hier gibt es, wer hätte es gedacht, bereits einen Lieferengpass. Vielleicht aber die Langzeitlösung, sobald der Vorrat aufgestockt ist.

4. Unterstütze die Tafel

Die Tafeln in Deutschland sind von der Pandemie stark getroffen. Über 200 Tafeln haben ihren Betrieb bereits vorübergehend eingestellt, andere laufen gerade noch so auf Notbetrieb. Das Problem? Die freiwilligen HelferInnen sind zum großen Teil ältere Menschen. Genau die gehören nun zur Riskogruppe Nr. 1, etliche helfende Hände fallen somit weg. „Ich möchte jüngere Menschen motivieren, die kurzfristig auftretende Lücke der Hilfe zu füllen und sich zu engagieren“, sagt der Vorsitzende Jochen Brühl. Tafeln könnten Unterstützung brauchen, um Lieferdienste einzurichten oder auszuweiten sowie Lebensmittel in Tüten oder Pakete zu packen und auszugeben.

5. Werde eine QuarantäneheldIn

Kurzerhand haben drei MünchnerInnen eine Plattform der Solidarität ins Leben gerufen: Quarantänehelden. Das Ganze basiert auf demselben Prinzip wie die Augsburger Quarantäne-Hilfe. Das bedeutet, Du kannst nach Hilfe suchen oder Deine Hilfe anbieten. Über eine Postleitzahlensuche bilden sich so Matches. Außerdem kannst Du Dir hier einen Vordruck für den Aushang in Deinem Wohnhaus downloaden. Zeit für AlltagsheldInnen!

6. Geh’ Blutspenden

Aufgrund der aktuellen Lage gehen leider bereits jetzt deutlich weniger Menschen zur Blutspende. Fatal, denn auch in Zukunft soll der Bedarf an Blutpräparaten gedeckt bleiben. Im besten Fall sollte in dieser Frühphase der Pandemie sogar ein Vorrat angelegt werden. Deshalb ruft das DRK alle gesunden Menschen ab 18 Jahren dazu auf, zur Blutspende zu gehen. Wegen der aktuellen Entwicklung werden natürlich zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, um das Ansteckungsrisiko absolut zu minimieren. In unserem Artikel findest Du alle relevanten Infos zur Blutspende in Augsburg.

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