3 Tage, 362 Tonnen CO2: Das Modular Festival soll nachhaltiger werden

Anfang Juni findet das vom Stadtjugendring Augsburg organisierte Modular Festival statt. Um Emmissionen zukünftig zu verringern, wurde ein CO₂-Rechner entwickelt. Der größte Verursacher wurde schon ausfindig gemacht.

3 Tage, 362 Tonnen CO2: Das Modular Festival soll nachhaltiger werden

Nachhaltigkeit ist beim Stadtjugendring schon immer Thema, insbesondere im Zusammenhang mit dem jährlich stattfindenden Modular Festival. Für ihr besonderes Engagement haben die VeranstalterInnen sogar schon Preise erhalten. So zum Beispiel 2018 den Bayerischen Popkulturpreis im Bereich Nachhaltigkeit sowie den Zukunftspreis der Stadt Augsburg.

Wie umweltschädlich ist ein Festival?

In diesem Jahr hat der Stadtjugendring noch einen draufgelegt. Es wurde ein CO₂-Rechner entwickelt, der helfen soll, die CO₂-Bilanz des Festivals noch weiter zu verbessern. Der Rechner entstand mit Unterstützung des Umweltamtes der Stadt Augsburg sowie dem Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg.

Bei der Entwicklung des Rechners wurden alle Bereiche des Festivals beachtet. So kann schon jetzt eine Prognose für den CO₂-Ausstoß des diesjährigen Modulars gestellt werden: Insgesamt 362 Tonnen CO₂.

Der Jahresverbrauch von 31 Menschen

362 Tonnen klingt erstmal sehr hoch, dabei arbeiten die MacherInnen hinter dem Festival schon seit vielen Jahren an einer geringen CO₂-Bilanz. Die 362 Tonnen entsprechen etwa dem Jahresverbrauch von 31 Menschen in Deutschland, ordnet der Stadtjugendring die Zahl ein.

So spart das Modular CO₂ ein

53 Prozent der FestivalbesucherInnen kommen mit Bus und Tram.

In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Augsburg kann der Stadtjugendring das Festival klimafreundlicher gestalten. Durch die Nutzung von Ökostrom, der aus der Wasserkraft gewonnen wird, können etwa 19 Tonnen eingespart werden. Auch der öffentliche Personennahverkehr leistet seinen Beitrag. Über die Hälfte der FestivalbesucherInnen im Jahr 2019 kamen mit dem ÖPNV zum Gelände. Fast 20 Prozent nutzten das Rad. Auch durch das Müllkonzept, welches zusammen mit dem Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg entwickelt wurde, können jährlich elf Ton eingespart werden.

Große Einsparpotenziale bei Kaffee- und Fleischkonsum

Würde ein komplett fleischloses Festival von den BesucherInnen mitgetragen?

Laut den Berechnungen des Stadtjugendrings, ist die Verpflegung der BesucherInnen, sowie der Crew und der KünstlerInnen für den größten CO₂-Ausstoß verantwortlich. Ganze zwölf Tonnen könnten eingespart werden, wenn ausschließlich vegetarische Speisen angeboten würden. Allein der Kaffeekonsum der Volunteers, KünstlerInnen und Dienstleister verursacht 15,5 Tonnen CO₂.

Weil in diesem Bereich noch viel Einsparpotenziale bietet, wurde bereits eine Besuchendenumfrage geplant, um herauszufinden, inwieweit die Festivalgäste bereit sind, auf Fleischgerichte zu verzichten.

„Wir sind auf den bisherigen Weg stolz, aber noch lange nicht dort, wo wir hinwollen“, sagt Jonas Riegel, Vorsitzender des Stadtjugendrings. „Nachhaltig zu feiern bedarf großer, übergreifender Anstrengung.“

Logo