Gedanken, die wir hatten, als wir das erste Mal wieder im Club waren

Die Clubs in Deutschland haben nach knapp eineinhalb Jahren wieder geöffnet. Auch hier in Augsburg. Viele haben daher das vorletzte Wochenende genutzt und waren feiern. Trotz vertrauter Atmosphäre war alles anders als früher.

Gedanken, die wir hatten, als wir das erste Mal wieder im Club waren

Für viele von uns war vorletzte Woche Freitag, der 1. Oktober, die erste Partynacht seit langem. Ein ungewohntes Gefühl, auf so engem Raum mit duzend Personen auf der Tanzfläche zu stehen – und das ohne Maske. Aber fangen wir mal von vorne an.

  1. „Was ziehe ich heute an?“

    Es war grundsätzlich schon immer so, dass es uns schwerfiel, uns für ein Partyoutfit zu entscheiden – zumindest für die eitlen Menschen unter uns. Wichtig ist, dass es schön aussieht, aber dennoch bequem und unkompliziert genug zum Tanzen ist. Hinzu kommt aber diesmal, dass die letzte Party eineinhalb Jahre her ist, und sonst wurde sich während Corona auch nicht besonders herausgeputzt. Kaum verwunderlich also, wenn so einige ewig lange vor ihrem Kleiderschrank standen.

  2. „Hat der Alkohol schon immer so schnell gekickt?“

    Nach der Outfitsuche ging es für viele ans Vorglühen. Die Stimmung war heiter, gute FreundInnen waren um einen und es wurde das ein oder andere Gläschen getrunken, um sich auf die Partynacht vorzubereiten. Was wir nach der großen Cluböffnung vorletzte Woche auf jeden Fall festgestellt haben: Es ist ratsam in Sachen Alkoholkonsum erst einmal einen Gang zurückzuschalten. Nach über einem Jahr Pause ohne irgendwelche Partys ist es ganz normal, nicht mehr so viel Alkohol zu vertragen wie früher.

  3. „Wehe ich komme nicht rein.“

    Gut angeheitert, ging es auf in den Club. Die beliebteste Anlaufstelle am Wochenende der Cluböffnung war wohl die Kantine in Augsburg am Königsplatz. Um reinzukommen, mussten wir nicht nur in einer langen Schlange warten, sondern auch all unsere Sinne beisammenhaben, um Ausweis, Impfnachweis und Co. in der richtigen Reihenfolge und schnell parat zu haben. Gar nicht so einfach. Hinzu kommt, dass es Einlassstopps für diejenigen ohne Ticket gab, dass so einigen von uns Angst und Bange wurde.

  4. „Wow.“

    Als wir dann im Club waren, fühlte es sich an wie in einem Traum: Der Raum ist gefüllt, jeder ist gut gelaunt und keiner trägt eine Maske. So manche von uns werden sich wahrscheinlich nicht gleich auf die Tanzfläche getraut haben. Stattdessen haben wir uns erst die zugleich fremde und vertraute Umgebung angesehen. Der erste Gedanke: „Wow.“ Danach haben wir uns langsam in die Menge gewagt und getanzt – anfangs noch etwas unbeholfen, nach einiger Zeit dann so, als hätten wir nie damit aufgehört.

  5. „Wen man nicht alles trifft.“

    Witzige Momente beim Feiern entstehen meist durch ungeplante Begegnungen. So sahen wir in der Nacht der Cluböffnungen viele Bekannte und alte FreundInnen. Am Anfang noch recht überrascht, entschieden wir uns trotzdem, sie zu begrüßen. Schließlich gibt es nach eineinhalb Jahren mit Corona viel Gesprächsstoff nachzuholen. So endete der Abend für viele von uns damit, dass wir den Club mit mehr Personen verlassen haben als wir ihn betreten haben. Wie haben wir es vermisst.

  6. „Wie die Zeit vergeht.“

    Waren wir dann mal richtig im Flow, verging die Zeit wie im Flug. Wir haben nie auf das Smartphone geguckt, geschweige denn, nach der Uhrzeit gesehen. Das war nebensächlich. Stattdessen haben wir wild getanzt, Trinken bestellt und intensive Gespräche mit FreundInnen und Bekannten geführt. Da kann schon einmal die ein oder andere Stunde vergehen. Irgendwann gingen dann die Lichter an. Nach dem großen Schock, wie spät es eigentlich ist, folgte Enttäuschung, dass der Abend schon vorbei ist.

  7. „Nächstes Wochenende wieder?“

    Auf dem Nachhauseweg, der meist schwieriger ist als der Hinweg, haben wir uns dann schon Gedanken gemacht, wann wir das nächste Mal feiern gehen. Schließlich stehen in Augsburg weiterhin viele Events an, seien es Auftritte von bekannten Acts oder Mottopartys. Zuhause angekommen wurde aber erstmal eine Runde geschlafen. Spätestens am nächsten Tag haben wir dann gemerkt, dass der Abend zwar legendär war, wir aber definitiv mehr Zeit zum Auskurieren brauchen. Solange wir bis nächstes Mal wieder fit sind…

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