Neuer Coffee Fellows - Fluch oder Segen?

Direkt im Zentrum unserer Stadt eröffnet ein „Coffee Fellows“. Also wieder eine neue Kette, bei der wir uns fragen, ob wir das in Augsburg wirklich brauchen?

Neuer Coffee Fellows - Fluch oder Segen?

Noch gar nicht lange ist es her, da verbreitete sich die Eröffnung des „Starbucks“ wie ein Lauffeuer in unserer Stadt. Die Einen waren glücklich, weil sie mit der Marke einen speziellen Lifestyle verbinden und die Anderen wütend, wegen unzähligen negativen Schlagzeilen des Franchise. Gerade ist der Hype mehr oder weniger abgeebbt, eröffnet schon die nächste Kaffee-Kette: „Coffee Fellows“.

Das Angebot kann sich natürlich sehen lassen. Von Bagels über Bowls bis hin zu Tees, süßen Leckereien und kühlen Drinks werden hier nicht nur Kaffee-Junkies glücklich.

Brauchen wir das?

Auch hier können wir uns wie bei der „Starbucks“ Eröffnung nur die Frage stellen, ob wir das in Augsburg wirklich brauchen. Wir bei „Hallo Augsburg“ sind ja immer die Ersten, wenn es um „support your local dealer“ geht und diese Flagge werden wir auch weiterhin hochhalten. Wir haben leckere Cafés in Augsburg, Cafés mit Wlan und Cafés in denen ihr eure Seele baumeln lassen könnt. Alle geführt von Locals, die ihrem Traum folgen und ihre Passion verwirklichen. Also warum zu einer Kette gehen, die ein und dasselbe Konzept in unzähligen Städten breittritt? Keine Individualität und die Qualität lässt oftmals auch zu wünschen übrig.

Eines muss man „Coffee Fellows“ aber lassen. Unter den Ketten gehören sie eindeutig zu den „interessanteren Kandidaten“. Denn so gleichgültig wie anderen Franchise-Konkurrenten scheint den Betreibern der Rest der Welt nicht zu sein. So wurden sie vom Vegetarierbund im Kaffee-Ketten Ranking wegen ihrer vegetarischen und veganen Auswahl auf den ersten Platz gewählt. Außerdem nehmen sie beim Recup-Programm teil und leisten so zumindest einen Teil zur Verringerung der Müllberge. Sie kaufen den Kaffee bei regionalen Produzenten und setzen bei ihren Verpackungen auf nachwachsende und kompostierbare Rohstoffe. Sie geben außerdem an, dass sie versuchen den CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten. Inwieweit das alles stimmt, können wir leider nicht beurteilen. Insgesamt klingt das im Vergleich zu anderen Ketten, aber doch gar nicht so schlecht.

Ganz egal auf welcher Seite man steht, Fakt ist: Immer mehr große Ketten kommen auch in unsere Stadt. Ob man sich nun freut oder den Kopf in den Sand steckt, bleibt jedem selbst überlassen. Am Ende wird der Markt regeln, wer in Augsburg bleiben darf. Das ist schließlich die Logik hinter Angebot und Nachfrage. Ihr habt es also selbst in der Hand wie die Zukunft unserer Stadt aussieht.

Adresse: Karlstraße 17, 86150

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