„Play me, I´m Yours“ – Die bunten Klaviere in Augsburg

Musik begleitet uns durch den Alltag und verbindet Menschen auf der ganzen Welt. Die „Play me, I´m Yours“ – Aktion lädt zum gemeinsamen Musizieren auf Augsburgs Straßen und Plätzen ein.

„Play me, I´m Yours“ – Die bunten Klaviere in Augsburg

Traut euch, denn hier gilt: Bühne frei für jeden. Ob Virtuose oder Laie, jeder hat die Möglichkeit sich an eines der Klaviere zu setzen und seiner musikalischen Kreativität freien Lauf zu lassen. Keine Sorge, ein kleiner Patzer macht nichts!

Basierend auf einer Idee des britischen Künstlers Luke Jerram läuft die Aktion vom 2. bis 25. September im Rahmen des Augsburger Kunst- und Kulturprogrammes. In diesem Zeitraum warten zehn Klaviere zwischen Oberhausen und dem Hochablass darauf von euch gespielt zu werden. Geöffnet sind die Klaviere bis maximal 21 Uhr, allerdings sind die Öffnungszeiten standort- und wetterabhängig.

Kreativität ohne Grenzen

Nicht nur die Musiker dürfen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Auch die Klaviere werden von verschiedenen Künstlern, Organisationen oder kreativen Gruppen gestaltet. Ob sie durch die Klaviere tiefgründige Botschaften vermitteln, ihre Idole darstellen oder sie einfach nur verzieren wollen, liegt dabei ganz in ihrer Hand. So entstehen ganz individuelle Klaviere mit einzigartigen Designs.

Die Klaviere und ihre Standorte

Rathausplatz: „Ein Klavier zum Nachdenken“ (Franziska Utz, Bauzeichnerin)

Im Vordergrund steht das Zusammenspiel aus Tag und Nacht, hell und dunkel. Es verbildlicht die Sonnen und Schattenseiten des Lebens mit dem Appell sich an den schönen Dingen des Lebens zu orientieren, anstatt sich in einen tiefen Abgrund ziehen zu lassen.

Bäckergasse: „In Musik verwickelt“ (Kunstadditum des St. Anna Gymnasiums)

Dieses Klavier soll die Grenzen des Gestaltungsraumes überwinden. Die Idee: Die Musik künstlerisch so darzustellen, dass dem Betrachter das Gefühl vermittelt wird, die Melodien fließen aus den Tasten heraus und verteilen sich auf dem Platz.

Königsplatz: „Leben, Lieben, Leichtigkeit“ (Anna-Marie Zimmermann und Felix Bock; Hochschule Augsburg)

Dieses Klavier soll den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Gestalterische Einflüsse der 60er Jahre, helle Farben und Sand vermitteln ein Gefühl von Urlaub und Sommer.

Stadtmarkt: „Stadtgewächsmelodie“ (Azubis der Stadtsparkasse Augsburg)

Durch recycelte und wieder verwendete Materialien soll dieses Klavier ein Zeichen für Nachhaltigkeit sein. Es zeigt: schöne Dinge müssen nicht immer teuer sein.

Ulrichsplatz: „Super Sanitär Helden“ (Azubi-Team von Richter + Frenzel)

Diese zwei kennt ihr sicher: Auf dem Klavier am Ulrichsplatz haben die Designer mit viel Liebe zum Detail ihre Vorbilder abgebildet: Mario und Luigi aus „Super Mario“.

Dom: „Fleckchen Harmonie“ (Elisabeth Zöpf und Johanna Dauenhauer, Schülerinnen am MariaWard-Gymnasium)

Durch dieses Klavier wird die Aufmerksamkeit auf den Tier- und Artenschutz gelenkt. Die musizierenden Insekten und tanzenden Käfer zeigen, wie wichtig der Schutz des heimischen Waldes ist.

Herz-Jesu-Kirche: „I said no to drugs, but they didn´t listen“ (Kontakt im Zentrum-Team der Drogenhilfe Schwaben zusammen mit substanzabhängigen Klienten)

Von Klienten gestaltet steckt in diesem Klavierdesign viel Herzblut. Sie wollen durch ihr Kunstwerk die Schattenseiten des Drogenkonsums darstellen und gleichzeitig ihre Forderungen an die Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

Friedensplatz (Oberhausen): Die Welt ist bunt, wir sind es auch (Runder Tisch Soziales zusammen mit zwei Klassen der Werner-Egk-Grundschule)

Dieses Klavier ist ein besonderes Gemeinschaftsprojekt. Beide Partner vereint die Grundüberzeugung Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind und aufeinander zu achten, anstatt wegzusehen.

Unicampus, Universitätsteich: Auf und ab, hin und her (Turid Schuszter, Künstlerin)

Musik, die wie Wasser fließt und Finger, die beim Spielen als Wellen über die Tasten gleiten. Das Design der Künstlerin gleicht einer Welle, die diese Bewegungen verbildlicht.

Schwarze Kiste am Hochablass: Klaviaturgezwitscher (Helen und Dagmar Hummel)

Zahlreiche Klaviertastaturen, ineinander verschlungene Notenranken und zwitschernde Vögel zieren dieses Klavier. Es zeigt das Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit, dass durch Musik vermittelt wird.

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