Die Lieblingsbücher der Redaktion

In der kalten Jahreszeit in die Decke kuscheln mit nichts außer einer Tasse Tee und einem guten Buch.

Die Lieblingsbücher der Redaktion

Ein gutes Buch zu finden ist nicht einfach, gerade wenn man nicht am Strand liegt und lockt oft Netflix und Co. und die Buchseiten bleiben ungelesen. Du hast endlich mal wieder Lust auf ein Buch, dass Dich fesselt und nicht mehr loslässt? Eine Geschichte, deren Figuren Du für immer ins Herz schließt und die Dich auch den Rest des Tages über begleiten werden? Die Hallo Augsburg Redaktion hat sich für Dich der wohl schwersten Frage einer Leseratte gestellt und präsentiert Dir ihre all time Favorites.

Marie - „A thousand splendid suns“ von Khaled Hosseini

Das Buch, welches auf Deutsch „Tausend strahlende Sonnen“ heißt, umfasst eine Zeitspanne von 30 Jahren und handelt von zwei afghanischen Frauen, deren Schicksal auf erstaunliche, aber auch traurige Art miteinander verwoben ist. Khaled Hosseini ist ein fabelhafter und beeindruckender Geschichtenerzähler. Er verbindet geschichtliche Ereignisse in Afghanistan mit einer fiktiven Geschichte, die dennoch äußerst real scheint. Er schafft es, sich mit den Bedürfnissen und Schwierigkeiten einer Frau in einem Land wie Afghanistan unter den Taliban auseinander zu setzen, ohne dabei in die Schublade der Vorurteile zu greifen. Der Mann oder die Religion werden nicht als der „böse Part“ dargestellt. Stattdessen werden die politischen Gegebenheiten, sowie jene Menschen, die die Religion negativ auslegen und ihre Macht ausnutzen, in den Vordergrund gestellt. Für mich war dieses Buch ein Fenster in eine bisher fremde Welt und in einen Ausschnitt der Geschichte, den ich noch nie aus dieser Perspektive betrachten konnte. Afghanistan muss ein wunderschönes Land gewesen sein, dass leider von politischen Ereignissen und damit von Kriegen gebrandmarkt ist.

Ich empfehle die englische Version zu lesen, da die Beschreibungen in der Originalsprache weitaus schöner sind.

Theresa - „A Little Life“ von Hanya Yanagihara

Mein Lieblingsbuch ist wirklich nur schwer in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Schließlich hat A Little Life von Hanya Yanagihara auch mehr als 700 Seiten. Doch nur selten habe ich eine Geschichte gelesen, die mich auch nach dem Ende noch so lange beschäftigt hat, wie diese. Das Buch erzählt von vier Freunden und verfolgt deren Freundschaft vom College bis hin zum Erwachsenenleben in New York. Der Fokus liegt dabei auf Jude, der unter den körperlichen und geistigen Narben seiner Kindheit leidet, die kaum auszuhalten sind. Unglaublich intelligent, tiefgründig und herzzerreißend erzählt Yanagihara die Geschichte von brüderlicher Liebe, Trauma, Grenzüberschreitung, Missbrauch und einer Freundschaft, die versucht, dem allem Stand zu halten. Für mich persönlich einfach ein Meisterwerk, das jeder gelesen haben sollte!

Chris - „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann

Als Musikfan war es für mich selbstverständlich, das erste Buch vom Indie-Rock-Poeten Thees Uhlmann zu verschlingen, als ich von seiner Existenz erfuhr. Thematisch geht es zwar überhaupt nicht um Musik, jedoch lebt die Geschichte von der direkten, humorvollen und vor allem durch und durch menschlichen Art des Tomte-Frontmanns. Im Roman bekommt der Protagonist Besuch von keinem geringeren als dem Tod höchstpersönlich, der ihn abholen will. Der Plan wird jedoch durchkreuzt, als Sophia, die Exfreundin des Protagonisten, auf einmal an der Tür klingelt. Dieses Ereignis wirft alles über den Haufen, denn anstatt wie immer mit seiner Begleitung nach drei Minuten zu verschwinden, bleibt der Tod in der realen Welt – und weiß nicht, was er nun tun soll. Das ungewöhnliche Trio startet einen chaotischen Roadtrip, bei dem es um die wirklich wichtigen Fragen des Lebens geht. Und das in der charmant-urkomischen Art und Weise, wie es nur ein Thees Uhlmann schreiben kann. Für mich eines der berührendsten und cleversten Bücher des Jahrzehnts!

Marina - „Ein ganzes halbes Jahr“ Jojo Moyes

Ja, kein Geheimtipp und ja, auch kein äußerst intellektueller Roman, aber einfach echt eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe und das waren nicht wenige… Louisa, die dringend einen Job braucht wird von Will’s Mutter als Pflegekraft eingestellt. Der querschnittsgelähmte Will, sieht in seinem Leben wenig Sinn, doch Lou’s fröhliche ansteckende Art lässt auch ihn nicht kalt. Wer Lust hat auf Charaktere in die man sich sofort verliebt und jede Menge Herzschmerz und Tränen sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

Kati - „Der alte Mann und das Meer“ Ernest Hemingway

Auf meiner Reise durch Brasilien ist mir die englische Version des Kurzromans in einem Büchertauschregal in die Hände gefallen. Am nächsten Tag begann ich das Buch zu lesen – und legte es bis zum nächsten Abend nicht wieder ab. Kein Buch hat mich je wieder so in den Bann gezogen, wie „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway. Der Inhalt ist eigentlich schnell zusammengefasst: Ein alter Fischer macht nach langer Flaute den Fang seines Lebens – und wird in eine langwierigen Kampf gegen den Fisch und die Naturgewalten verwickelt. Die lebhafte und realistische Sprache Hemingways hat mich einfach mitgenommen – vielleicht hat auch die Tatsache, dass ich beim Lesen das Rauschen des Südatlantiks im Ohr hatte mit rein gespielt. Doch nicht nur die Story selbst sondern die Botschaft, die dahinter steckt, ist das, was das Buch für mich ausmacht.

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