Auf dem Weg zur Erleuchtung

Der Buddhismus ist mittlerweile überall präsent. Doch für was genau steht er überhaupt?

Auf dem Weg zur Erleuchtung

Mittlerweile kann man es fast schon als besonderes Erlebnis bezeichnen, eine Wohnung zu betreten, ohne irgendwo auf einen Buddha zu stoßen. Sie verstecken sich in Bädern, im pinken Glitzergewand oder auf Wandteppichen und zeigen, dass der Buddhismus in der westlichen Gesellschaft angekommen ist. Doch was bedeutet Buddhismus eigentlich und wie kann er in Augsburg erlebt werden?

Die wachsende Begeisterung für den Buddhismus beruht wahrscheinlich unter anderem darauf, dass sich immer mehr Prominente wie zum Beispiel Kate Hudson und Tiger Wood zum Buddhismus bekennen. Dazu kommen die unzähligen Instagrambeiträge europäischer Touristen, die sich vor den buddhistischen Tempeln Asiens in Pose schmeißen. Damit ihr ab sofort wisst, was Buddhismus überhaupt bedeutet, haben wir erstmal das Wichtigste für euch zusammengefasst: Die Wurzeln des Buddhismus kommen aus dem Indischen und beruhen auf den Lehren von Siddhartha Gautama, der auch als Buddha bekannt ist und 563 v.Chr auf die Welt kam. Die Bezeichnung des Buddhas kann theoretisch übrigens jeder Buddhist bekommen, wenn er die sogenannte Erleuchtung erreicht. Siddharta erlangte seine Erleuchtung unter einem Bodhibaum durch jahrelange Meditation. Da dieser Zustand allerdings nahezu utopisch ist - auch wenn ihr euch unter einem Bodhibaum in Indien setzt - suchen die Buddhisten in der Meditation hauptsächlich die Befreiung des eigenen Leids, sowie den Gewinn von Glück. Die meisten Buddhisten leben heute in weiten Teilen Asiens. Wenn ihr noch mehr über den Buddhismus erfahren wollt, haben wir hier zwei Literaturtipps für euch:

Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde: Eine Einführung in den Buddhismus.

Damien Keown: Der Buddhismus

Um zu meditieren, braucht es an sich keinen bestimmen Ort. Dennoch ist der erste Schritt immer der schwerste und so fällt es vielleicht leichter, sich der Stille erstmal in einer Gruppe zu widmen. Ruhig sitzen, ohne nachzudenken klingt nämlich leichter als es ist. In Augsburg bietet das Zen-Augsburg jeden Sonntag - und Mittwochabend von 19:30 Uhr bis 20:20 Uhr gegen einen kleinen Beitrag eine gemeinsame Meditation an. Ideal, um erste Erfahrungen im Bereich des Buddhismus und der Meditation zu sammeln. Hartgesottene können hier sogar eine vierstündige Meditation miterleben. Jeden ersten Sonntag im Monat findet im Zen-Augsburg außerdem ein Vortrag für alle Neugierigen statt, bei dem ihr mehr über die buddhistischen Lehren erfahren könnt. Auch das Bodhi Part ( Bodhi bedeutet im Buddhistischen der Erkenntnisvorgang) lädt jeden Mittwoch von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr zur Meditation ein. Da es unterschiedliche buddhistische Strömungen gibt, ist es ratsam, sich vorher einmal genauestens durchzulesen, was diese eigentlich zu bedeuten haben, bevor man ein buddhistisches Zentrum aufsucht und damit dessen Ideen vertritt…und auch bevor man sich den zehnten Buddha einer Einrichtungskette in die eigenen vier Wände stellt.

Wir müssen nicht gleich zum Buddhist werden, um zu erkennen, dass uns ein bisschen mehr Ruhe in unserem Alltag glücklicher macht. Die Beschäftigung mit dem Buddhismus kann aber dennoch Ideen geben, diese zu erreichen und hilft gleichzeitig, mal über unseren eigenen Tellerrand hinauszublicken.

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