Bio-Honig aus Augsburg: Hier bekommt ihr ihn

Honig aus dem Stadtwald, von den Lechheiden und aus den Westlichen Wäldern gibt's von den Bio-ImkerInnen aus Augsburg. Wir stellen euch drei von ihnen vor und klären, was einen Bio-Honig ausmacht.

Bio-Honig aus Augsburg: Hier bekommt ihr ihn

Wie bei vielen Produkten ist es auch bei Honig eine gute Idee, auf Regionalität Wert zu legen. Daneben noch auf Bio-Qualität zu achten, macht besonders Sinn. Bevor wir euch drei Bio-ImkerInnen aus Augsburg vorstellen wollen, klären wir erstmal warum regional und bio bei Honig so wichtig ist.

Warum regionalen Bio-Honig kaufen?

Wenn wir Honig kaufen, der von ImkerInnen aus Augsburg und Umgebung kommt, unterstützen wir damit die regionale Wirtschaft und geben unser Geld nicht an internationale Großkonzerne. Wer zusätzlich darauf achtet, bio-zertifizierten Honig zu kaufen, fördert wir außerdem einen nachthaltigen Umgang mit der Natur. Warum das so ist, wollen wir jetzt klären.

Was macht den Bio-Honig bio?

Damit ein Honig als Bio-Honig verkauft werden darf, muss er einige Voraussetzungen erfüllen.

  1. Besondere Haltungsbedingungen von Bienen

Bienen, die Bio-Honig produzieren, müssen möglichst naturnah und umweltfreundlich gehalten werden. Das heißt zum Beispiel, dass der Bienenkasten aus natürlichen Materialien wie Holz, Stroh oder Lehm bestehen muss. Außerdem dürfen die Flügel der Bienenkönigin nicht beschnitten werden, es darf nur im Winter zugefüttert werden, wenn das Volk sonst sterben würde und die Krankheits- und Schädlingsbekämpfung im Stock ist auch nur mit festgelegten Mitteln erlaubt. Darüber hinaus ist festgelegt, dass Waben, die Brut enthalten, nicht zur Honiggewinnung genutzt werden dürfen – um nur einige der Richtlinien zu nennen.

  1. Standort des Bienenstocks

Durch den Standort des Stocks beeinflusst der/ die ImkerIn, wo die Bienen ihren Nektar holen. Für Bio-Honig gilt die „Drei-Kilometer-Regel“. Das bedeutet, dass sich im Umkreis von drei Kilometern um den Bienenstock vorwiegend ökologisch bewirtschaftete beziehungsweise pestizidfreie Flächen befinden müssen. Nur dann kann davon ausgegangen werden, dass sich im fertigen Honig am keine oder nur wenig Pestizidspuren befinden.

  1. Honigverarbeitung

Bio-ImkerInnen vermeiden es, den Honig mehr als ein Mal zu erhitzen. In der konventionellen Honigherstellung ist es üblich den Honig hocherhitzt zu halten, bis er abgefüllt wird. Stattdessen wird die Cremigkeit des Bio-Honigs durch Rühren erzielt. So bleiben Geschmacks- und Inhaltsstoffe besser im Honig.

Hier gibt’s Bio-Honig aus Augsburg

Bio-Honig aus dem gesamten Stadtgebiet

Einen Bio-Imker aus Augsburg haben wir euch bereits kürzlich vorgestellt, Peter Rauscher. Er hat uns erzählt, warum das Jahr 2021 kein Gutes für die Imkerei war und uns klar gemacht, dass Honigbienen für Wildbienen im Normalfall keine Konkurrenz darstellen. Seine Bio-Imkerei führt Peter Rauscher als Hobby und aus Überzeugung. Sein Ziel ist es, Artenvielfalt und die ökologische Landwirtschaft zu fördern. Seine Bienenvölker sind an unterschiedlichen Standorten in Augsburg verteilt. Vier Völker stehen beispielsweise im Pferseer Gemeinschaftsgarten Wertachwiese e.V.. Im Sommer entsteht hier der leckere Lindenhonig. Auch direkt an der Wertach sammeln Peter Rauschers Bienen fleißig Nektar und Pollen. Durch das angrenzende Waldgebiet gibt es in manchen Jahren auch Waldhonig zu ernten.

Wo gibt’s den Honig?

Bei der Honig-Selbstbedienungs-Box. Die findet ihr in Inningen und zwar rund um die Uhr.

Adresse: Buchenländerstraße 15, 86199 Augsburg

Bio-Honig von den Lechheiden

Am Rande des Siebentischwaldes auf den Lechheiden stehen die Bienenvölker von Markus Gail. Als Standort eignet sich die Heidelandschaft für die Bienen perfekt, da hier ganzjährig Blumen blühen. Auch der botanische Garten oder das Univiertel mit den vielen Linden ist nicht weit. Sind die Waben voll, werden sie vorsichtig entnommen und in die Imkerei in Sulzbach bei Aichach gebracht. Besonders stolz ist Markus Gail auf die Etiketten für seine Honiggläser. Diese sind nämlich selbst designt und lassen sich mit Wasser wieder leicht entfernen.

Wo gibt’s den Honig?

Den Honig von Markus Gail könnt ihr bequem über den eigenen Online-Shop kaufen, den ihr auf der Website der Imkerei findet.

Bio-Honig aus den Westlichen Wäldern

Seit 2013 betreibt Florian Gräubig eine Imkerei in den Westlichen Wäldern. Seit 2020 ist sein flüssiges Gold bio-zertifiziert. Das war ihm wichtig: „Für mich ist die ökologische Landwirtschaft ein notwendiger Schritt, um eine lebenswerte Zukunft zu sichern“, schreibt er auf seiner Website. Von frisch-minzigem Lindenhonig, über fruchtig-mildem Sommer-Honig, bis hin zu mild-blumigem Frühlings-Honig ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei.

Wo gibt’s den Honig?

Gräubig arbeitet mit kleinen Bio- und Feinkostläden der Region zusammen aber auch mit der Universität Augsburg. Daher gibt es auch den sogenennten „Uni-Honig“. Kaufen könnt ihr den Honig dort oder bei ihm selbst sowie im Online-Shop.

Adresse: Gollenhofer Straße 37, 86441 Wollbach/Zusmarshausen

In Läden:

Biolandhof Mayer, Wertinger Str. 17, 86368 Gersthofen-Hirblingen

Feinkost Glück, Salomon-Idler-Str. 24 E, 86159 Augsburg

Herzstück e.G. Hauptstr. 30, 86420 Diedorf

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