Startet in Augsburg eine Oper über Bier? Das sagen Simone und Andreas

Die „BierOper“ erzählt über die Kultur des bayerischen Volksgetränkes und sorgt für Gaudi. Hinter der Idee stecken Simone Werner und Andreas Baur. Wir haben mit Ihnen über jetzige Probleme und die Zukunft gesprochen.

Startet in Augsburg eine Oper über Bier? Das sagen Simone und Andreas

Wie seid ihr auf die Idee mit der BierOper gekommen?

Simone Werner: Die meisten nehmen an, dass wir am Stammtisch mit einer halben Bier zusammengesessen sind und dann kam plötzlich die Idee. Aber tatsächlich ist die BierOper auf eine spirituelle Art und Weise entstanden. Ich meditiere seit meiner Kindheit. Irgendwann kam mir der Begriff „BierOper“ in den Sinn. Die Idee hat mich nicht mehr losgelassen. Später habe ich meiner Familie und Andreas davon erzählt. Sie fanden es super. Also haben wir eine Oper über das Bier geschrieben. Wortwörtlich, denn das Genre „BierOper“ gibt es schon.

Habt ihr eine Vorliebe für Bier und Musik?

Andreas Baur: Simone kam damals zu mir, weil sie wusste, dass ich sehr gerne Bier trinke und vieles darüber weiß. Sie war der Überzeugung, dass wenn jemand eine Oper über Bier schreiben könne, dann wohl ich. Dann kam die Symbiose. Wie Simone, habe ich auch eine Vorliebe für Musik. Ich spiele seitdem ich ein Kind bin. In Nürnberg habe ich klassisches Saxofon studiert.

Welches Bier trinkt ihr am liebsten?

Andreas Baur: Die Frage ist schnell beantwortet. Generell gibt es sehr viele gute Biere, aber Freibier trinken wir am liebsten.

Durch die Corona-Pandemie hattet ihr kaum Auftritte. Wie ist die Situation mittlerweile?

Simone Werner: Wir haben vergangene Woche bereits mit Jürgen K. Enninger, dem Kulturreferenten der Stadt Augsburg, gesprochen. Es ist nach wie vor eine schwierige Zeit für VeranstalterInnen. Wir hoffen, dass spätestens nächstes Jahr die BierOper wieder öffentlich gespielt werden kann. Das Problem ist, dass sich die Regelungen schnell ändern und wir deswegen gerade kaum planen können. Auftritte, die uns abgesagt wurden, wurden bis heute noch nicht nachgeholt.

Ihr meintet, die Auftritte auf der Freilichtbühne wurden abgesagt, weil ihr Konkurrenz zum Staatstheater seid. Denkt ihr, ihr könnt euch irgendwann durchsetzen?

Simone Werner: Ich glaube, es ist ein Interessenkonflikt in Augsburg. Wir haben den Begriff „Oper“ schon in unserem Namen. Das Staatstheater bietet aber selbst viele Opern an. Deswegen denke ich, dass wir wahrscheinlich erst einmal nicht auf der Augsburger Freilichtbühne spielen werden.

Andreas Baur: Es sei denn, wir führen ein Gespräch mit dem Intendanten und stellen unser Projekt vor. Vielleicht wird dann klar, dass unsere Oper hohes Niveau hat. Außerdem finden bei uns verschiedene musikalische Genres statt, die eigentlich gar nicht mit einer Oper in Verbindung zu bringen sind. ZuschauerInnen würden nicht glauben, dass das Stück zum Staatstheater gehört. Wir bleiben auf jeden Fall dran.

Was sind eure Pläne für die nächste Zeit?

„Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.“

Simone Werner: Im Moment stehen wir mit einigen großen Brauereien in Verhandlung. Da steht aber noch nichts fest. Außerdem sind wir mit verschiedenen Theatern und mit Bierfestivals in Kontakt. Wir hoffen, dass wir nach unserem Preis zur Goldenen BierIdee 2021 einen Aufschwung bekommen und mit mehr Planungssicherheit zurückkommen. Endlich in Augsburg aufzutreten, würden wir uns auch wünschen.

Wo seht ihr euch in der Zukunft?

Andreas Baur: Wir hoffen, dass wir im englischsprachigen Ausland auftreten können. Grundsätzlich kann die BierOper überall stattfinden, egal ob in einem Opernhaus oder in einem Bierzelt. Bier ist zudem das meistgetrunkene alkoholische Getränk weltweit. Es besteht also internationales Interesse. Jetzt muss es die Corona-Pandemie nur noch erlauben.

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