Die Baumfällung am Herrenbach- ein Meinungsbild

Wieder einmal ist ein Thema aufgeflammt, über welchem sich wir Augsburger uns die Köpfe zerbrechen und das geprägt ist von entgegengesetzten Meinungen. Am 30.5. starteten die Baumfällungsarbeiten am Herrenbach und viele Augsburger sind entrüstet.

Die Baumfällung am Herrenbach- ein Meinungsbild

Zur Info für die von euch, die noch nicht ganz auf der Höhe der latest News sind: Die Stadt plant insgesamt 97 Bäume entlang des Herrenbachs zu fällen, um so die Sicherheit des angrenzenden Wohngebiets zu gewährleisten. Wie der Baureferent der Stadt Augsburg Gerd Merkle im Interview mit a.TV HD erklärte, besteht die Gefahr, dass “die Bäume im Falle eines Starksturmereignisses die Uferwand komplett eindrücken würden”. Das wiederum hätte zur Folge, dass mehrere Millionen Liter Wasser in das angrenzende Wohngebiet fließen und große Sach- und Personenschäden verursachen würden. In den vergangenen Tagen fanden mehrere Demonstrationen gegen die Fällung statt, leider ohne großen Erfolg.

Eine weit verbreitete Meinung der Gegner der Baumfällung ist, dass die Entscheidung der Stadt unvorhersehbar und zu schnell gefällt wurde… No pun intended... Außerdem sei es unverantwortlich ausgerechnet jetzt - in der Hauptbrutzeit der ortsansässigen Vogelgesellschaft - so viele Bäume zu fällen und somit Lebensraum zu verkleinern und letztendlich zu vernichten.

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Zwar ist anscheinend eine erneute Bepflanzung der Anlage geplant, dennoch erklärt Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, dass es sich hierbei lediglich um weniger hochwachsende Büsche handeln wird. “Es ist sehr wohl möglich auf dem Damm etwas zu pflanzen, es muss ja nicht alles kahl sein”, so Erben.

Verständlich ist das schon, dass der Stadt die Sicherheit der Anwohner wichtig ist. Das ist ja auch vollkommen richtig so und wenn es nicht so wäre, gäbe es vermutlich auch Äußerungen von Unmut in der Augsburger Bevölkerung.

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Unverständlich dagegen ist, dass die Stadt trotz dem Ergebnis eines Gutachtens eines städtischen Baumkontrolleurs im Auftrag des Umweltreferates einen so gravierenden Eingriff durchführt. Das Gutachten besagt, dass es ausreichen würde “nur” 31 Bäume dem Erdboden gleich zu machen. Die Stadt beharrt jedoch darauf 96 Bäume zu fällen und auf Nummer Sicher zu gehen.

Traurig, denn die Bäume stehen und leben schon seit Jahrzehnten dort. Sie beheimaten viele verschiedene Vogelarten und spenden Schatten an sommerlichen Badetagen. Außerdem tragen sie zum sehr geliebten grünen Stadtbild von Augsburg bei. Kein Wunder, dass nicht nur die Anwohner traurig über die Abholzung im Naherholungsgebiet sind.

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