Zu wenig Barrierefreiheit in Augsburg: Aktion „Rote Rampe“

Um mehr Barrierefreiheit in Augsburg zu schaffen, wurde die Aktion „Rote Rampe“ ins Leben gerufen. Studierende der Hochschule Augsburg wollen so auf den Handlungsbedarf in der Stadt aufmerksam machen.

Zu wenig Barrierefreiheit in Augsburg: Aktion „Rote Rampe“

Egal, ob am Bahnhof, in der Innenstadt oder in Gebäuden – Barrierefreiheit ist in Augsburg noch nicht überall erreicht. Um das zu ändern, haben die Studierenden im Masterstudiengang Transformation Design an der Hochschule Augsburg eine Aktion namens „Rote Rampe“ ins Leben gerufen.

Markierungen machen Barrieren sichtbar

Im Rahmen der Aktion werden im Stadtraum Augsburg Plakate und Markierungen platziert. So sehen auch Menschen ohne Behinderung, wo es Handlungsbedarf gibt. Zudem wird am Freitag, den 30. Juli, eine Stadttour im Rollstuhl stattfinden. Mit dabei sind unter anderem PolitikerInnen der Stadt Augsburg. Um 14 Uhr findet die Begrüßungsrunde statt, danach gibt es ein kleines Fahrtraining im Rollstuhl. Vom Königsplatz aus geht es über die Fußgängerzone zum Rathausplatz und von dort aus zum Elias-Holl-Platz. Anschließend geht es durch die Altstadt, den Predigerberg hinauf, über die Maximilianstraße zur Katharinengasse und schließlich wieder zum Startpunkt zurück. Am Ende können sich die TeilnehmerInnen austauschen, über ihre Erfahrungen sprechen und Fragen stellen.

Aufgrund steigender Infektionszahlen sind alle TeilnehmerInnen dazu angehalten, eine Alltags- oder OP-Maske zu tragen und ein tagesaktuelles, negatives Testergebnis vorzuzeigen.

Über die Rote Rampe

Die Innenstadt ist wegen des Kopfsteinpflasters leider schwer zu erreichen. – Lisa Ophüls, Rollstuhlfahrerin

Das Ziel der Aktion „Rote Rampe“ ist es, eine Stadt ohne Barrieren zu schaffen. Allein in Augsburg leben rund 24.500 Menschen mit Schwerbehinderung, davon haben 11.366 eine erhebliche und 1.943 eine außergewöhnliche Gehbehinderung. Bei Interviews mit RollstuhlfahrerInnen wurde deutlich, dass in der Innenstadt keine durchgängige Barrierefreiheit und Zugänglichkeit gegeben ist. Unter anderem erschwert das die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Eine selbstbestimmte und spontane Fortbewegung ist nur bedingt möglich. Eine Stadt ohne Barrieren würde nicht nur das Leben für Menschen mit Beeinträchtigungen erleichtern, sondern auch das aller BürgerInnen sowie Beteiligten im Straßenverkehr.

Wann? Freitag, den 30. Juli, um 14 Uhr

Wo? Manzú-Brunnen am Königsplatz, 86150 Augsburg

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