Bahnausbau Ulm–Augsburg: Vier Forderungen und ein starkes Signal

Die Zeit drängt bei den Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke Ulm–Augsburg. Die Kommunalpolitik hat derweil konkrete Forderungen.

Bahnausbau Ulm–Augsburg: Vier Forderungen und ein starkes Signal

Die vom geplanten Ausbau der Bahnstrecke Ulm–Augsburg betroffenen Kommunen haben ein starkes Signal gesendet: Um den aktuellen Stand des Großprojekts zu besprechen, trafen sich kürzlich die jeweiligen Mandatsträger:innen auf Einladung von Landrat Martin Sailer im Großen Sitzungssaal des Augsburger Landratsamts. Landkreisunabhängig wird an einem gemeinsamen „Fahrplan“ gearbeitet, der einen Mehrwert für die ganze Region schaffen soll.

„Wir kämpfen seit 30 Jahren für einen besseren Nahverkehr“

Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg angesichts der Anforderungen durch den geplanten Deutschlandtakt ertüchtigt werden müsse. Wichtig sei jedoch, dass nicht nur die an den Fernverkehr angebundenen Städte, sondern auch der ländliche Raum davon profitiert. „Wir kämpfen seit 30 Jahren für einen besseren Nahverkehr. Jetzt haben wir die Möglichkeit, endlich etwas Großes für unsere Region zu bewegen“, betont Augsburgs Landrat Martin Sailer.

Laut Sailer dränge die Zeit, denn bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres soll das Raumordnungsverfahren für die vier vorgestellten Trassenvarianten für eine Neubaustrecke beginnen. Zuvor möchten die Mandatsträger:innen allerdings klären, wie aufnahmefähig die Knoten Augsburg und Ulm überhaupt sind.

Denn parallel zum Verfahren läuft eine staatliche Bedarfsprüfung für den Bundesverkehrswegeplan, auf deren Grundlage über Investitionen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur entschieden wird. Damit die Ergebnisse der Gutachten zu den Bahnhöfen in Augsburg und Ulm mitberücksichtigt werden, sei die Region unbedingt auf eine rechtzeitige Fertigstellung angewiesen.

Vier Kernforderungen an Bahn und Bund

Mit vier Kernforderungen wendet sich die Kommunalpolitik an die Bahn und an den Bund. Unter anderem müssen die Knotenbahnhöfe Ulm, Neu-Ulm und Augsburg so ertüchtigt sein, dass ein 15-Minuten-Grundtakt auf allen von Augsburg ausgehenden Nahverkehrsachsen gefahren werden kann. Hierfür sei es notwendig, dass die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Studien zeitnah zur Verfügung stehen.

Des Weiteren sollen die derzeit vorliegenden vier Trassenvarianten sowie weitere mögliche Alternativen gleichwertig optimiert und geplant werden. Wichtig sei darüber hinaus ein Mehrwert für die ganze Region, auch im Hinblick auf den Lärmschutz und die Barrierefreiheit entlang der Bestandstrasse.

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