Bärlauch-Saison: So sammelst du sicher und nachhaltig

Wer hat beim Bärlauch sammeln auch immer ein mulmiges Gefühl im Bauch? Hinterher pflückt man doch Maiglöckchen? Damit euch das nicht passiert und auf was ihr sonst noch achten solltet, haben wir für euch recherchiert.

Bärlauch-Saison: So sammelst du sicher und nachhaltig

Es ist März und der Bärlauch wird immer größer. Schnee und Kälte können ihm nicht viel anhaben. Sobald die Sonne wieder herauskommt, ist er wahrscheinlich auch schon erntereif. Höchste Zeit, sich auf die Erntezeit vorzubereiten und das Bärlauch-Wissen aufzufrischen.

Woran erkenne ich Bärlauch?

Vielleicht hast du es bei deinem letzten Waldspaziergang schon bemerkt. Hier und da riecht es bereits unverkennbar nach Knoblauch. Wenn du diesen Duft in der Nase hast, dann kommt entweder gleich jemand mit einem Döner vorbei oder es wächst Bärlauch in der Nähe. Schau dich am Wegesrand und unter Büschen um – Bärlauch mag es gern schattig.

Gefunden? Jetzt kommt es noch darauf an den Bärlauch ganz sicher zu identifizieren. Der Knoblauch-Geruch ist schon ein guter Hinweis. Aber zur Sicherheit guck dir die Blätter genau an. Bärlauchblätter sind dem Maiglöckchen und denen der Herbstzeitlose nicht ganz unähnlich. Beide Pflanzen sind jedoch sehr giftig und sollten auf keinen Fall gegessen werden. Damit du sicher gehen kannst, kontrolliere, ob jeweils nur ein einzelnes Blatt aus dem Boden kommt. Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen haben zwei oder mehrere Blätter an einem Stiel. Wenn dein Blatt von beiden Seiten glänzt, solltest du ebenso die Finger davonlassen. Beim Bärlauch ist die Rückseite des Blattes immer matt.

Bärlauch Erkennungsmerkmale:

  • Knoblauch-Geruch

  • Jedes Blatt kommt einzeln aus dem Boden

  • Die Rückseite des Blattes ist matt

Bärlauch richtig ernten

Wenn du eine Stelle gefunden hast, an der Bärlauch wächst, rupf nicht gleich alles aus. Damit das leckere Kraut nachwachsen kann, nimm immer nur ein Blatt pro Pflanze. Damit tust du nicht nur ihr, sondern auch deinen Mitmenschen etwas Gutes, die so auch noch etwas zum Ernten haben. Am besten verwendest du bei der Ernte eine Schere oder ein Messer und trennst die Blätter ganz unten am Stiel ab.

Übrigens: Bärlauch kannst du auch ernten, wenn er schon in blüht. Allerdings sind die Blätter dann etwas faseriger.

Bärlauch weiterverarbeiten

Es gibt viele Möglichkeiten den Bärlauch in der Küche einzusetzen. Zum Beispiel als Gewürz, zum Verfeinern von Kräuterquark oder Rührei oder als Pesto. Vor der Weiterverarbeitung solltest du deinen Bärlauch – besonders wenn du ihn wild gepflückt hast – gründlich waschen.

Sehr lecker schmeckt er direkt frisch zubereitet, aber du kannst ihn natürlich auch haltbar machen. Das geht entweder durch Einfrieren, Trocknen oder das Einlegen in Öl. Im Internet findest du zahlreiche Rezepte, was du mit deinem Bärlauch anstellen kannst. Wir wünschen schon einmal einen guten Appetit!

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