5 Dinge, die man in Nördlingen gemacht haben muss

Ihr kennt das. Man hat die letzten Wochenenden auf dem Sofa verbracht, also ist es mal wieder Zeit für einen kleinen Ausflug. Unser Vorschlag heute: Nördlingen.

5 Dinge, die man in Nördlingen gemacht haben muss

Nur gut eine Stunde mit dem Auto oder dem Zug von Augsburg entfernt liegt die wunderschöne Stadt Nördlingen. Bekannt ist sie für ihr mittelalterliches Flair, doch sie hat nicht nur das zu bieten. Wir haben uns in der ehemaligen Reichsstadt umgeschaut und hier kurze und gute Tipps für einen Ausflug dorthin.

1 . Altstadt

Die mittelalterliche Altstadt von Nördlingen ist zum größten Teil noch sehr gut erhalten. Schon wenn ihr auf die Stadt zufahrt - egal, ob per Zug oder Auto - fällt euch die Stadtmauer auf. Die ist nämlich noch komplett erhalten - so auch die fünf Stadttore - und kann komplett um“wandert“ werden.

Auch das höchste Gebäude im Stadtkern - den Glockenturm der Kirche St. Georg, genannt Daniel, kann für einen kleinen Obulus bestiegen werden. Das sind zwar über 300 Treppenstufen, aber der Ausblick von oben ist ganz fantastisch. Wenn ihr Glück habt, trefft ihr beim Aufstieg, beziehungsweise oben beim Turmwärter - den „höchsten“ Beamten der Stadt - die Turmkatze Wendelstein, eine dreifarbige Katze - und gerade die bringen ja bekanntlich Glück. Auch auf dem Markt, der regelmäßig rund um St. Georg und das Rathaus stattfindet, findet ihr authentische Händler und leckeres Essen.

2. Zwischenstopp für den kleinen Hunger

Apropos leckeres Essen: Nach einer interessanten aber auch anstrengenden Tour durch die Stadt, bekommt man schnell Hunger. Zur Einkehr in der Mittagspause empfehlen wir euch die Pizzabar Peperoncino. Direkt am Marktplatz, vis-à-vis der großen Kirche, findet ihr diese dezente Bar. Der Gästeraum ist relativ klein und sieht auf den ersten Blick auch nicht so aus, als könnte man dort das allerbeste Essen in Nördlingen erwarten, aber die Pizzen dort haben uns überzeugt! Nicht nur die Preise sind sehr erschwinglich, die Qualität ist auch top. Besonders empfehlen wir die Pizza mit luftgetrocknetem Schinken und leckerem Rucolasalat.

3. Zwischenstopp für den großen Hunger

Darfs ein bisschen mehr sein? Wenn ihr die Mittagspause satt überwunden habt und dann am Abend auf der Suche nach einem goldenen Abschluss des Ausfluges seid, haben wir euch auch hier einen leckeren Tipp parat. Zwar keinen Goldenen aber einen Roten. Der Gasthof zum Roten Ochsen hat mehr als jedes andere Restaurant das Attribut traditionell verdient, denn seine Ursprünge gehen - ganz im Sinne unseres Ausfluges - schon bis in das Mittelalter, genauer gesagt in das Jahr 1273, zurück. Es gibt sogar Indizien, dass das Haus das älteste noch bestehende Gebäude in Nördlingen ist. Aber ganz abgesehen von der historischen Würde des Roten Ochsen, haben auch die Speisen hier ein ganz besonderes Flair. Hier bekommt ihr eine gut bürgerliche Küche mit ebenso traditionellen, als auch leckeren Gerichten.

Der Gasthof Roter Ochse hat in der Baldingerstraße 17 abends von 17.00 - 22.00 geöffnet.

4. Stadtmuseum Nördlingen

Lange Entdeckungstouren durch die Stadt sind nicht so euer Ding, oder es hat einfach regnerisches Wetter? Dann haben wir auch einen Indoor-Tipp für euch. Das Stadtmuseum von Nördlingen fasst nämlich die Stadtgeschichte prägnant und informativ zusammen - und die ist lang. Als Königshof Nordilinga wurde die Stadt im 9. Jahrhundert das erste Mal erlebt, war zwischenzeitlich im Besitzt des Bischofs von Regensburg und später Reichsstadt - genau wie Augsburg. Der spannendste Augenblick in der Nördlinger Geschichte war wohl die Schlacht bei Nördlingen im Jahre 1634, einer Teilschlacht des Dreißigjährigen Krieges. Zahlreiche Exponate aus diesem Kampf sind dort heute zu sehen.

5. Kurz & Gut

Zum Abschluss haben wir hier noch eine Liste mit kurzen & guten Facts, die ihr gebrauchen könnt, wenn ihr durch die Stadt tigert und vielleicht ein wenig klugscheißen möchtet.

1. Alter Stadtring

Wenn ihr einen Stadtplan der Altstadt anschaut, seht ihr, dass es einen ringförmigen Straßenzug um den Kern der Altstadt gibt. Auf diesem Ring stand früher die erste Stadtmauer der Stadt, die unter Kaiser Friedrich II. im Jahre 1215 durch eine Neue - die noch heute bestehende - ersetzt wurde.

2. Straßennamen

Wie im Mittelalter üblich, tragen viele Straßennamen den Namen der Berufe, die dort untergebracht waren. In der Gerbergasse, am Fluss Eger, wurde früher Leder hergestellt, während in der Frauengasse das Bordell zu finden war.

3. So, Gsell, so!

Laut einer Stadtlegende sollte Nördlingen im 15. Jahrhundert nur knapp dem Versuch entgangen sein, vom Grafen zu Oettingen erobert zu werden. Dieser bestach die Stadtwärter, die Tore nicht zu verschließen, doch ein Schwein, dass sich an einem Tor kratzte, verriet die Übeltäter. Eine Frau, die auf dem Weg war, ihrem Mann Bier zu holen, sah das Schwein und das halb offen stehende Tor, und rief empört - so erzählt es die Legende - „So, Gsell, so!“, woraufhin die Tore doch noch verschlossen wurden und die Stadt gerettet war.

4. Kasarmen

Direkt an der Stadtmauer sind kleine Häuser zu finden. Sie heißen Kasarmen und waren früher für die ärmsten Bewohner der Stadt gedacht, denn je reicher man war, desto mehr im Zentrum versuchte man zu wohnen. Heute sind viele dieser schmucken kleinen Häuser Feriensitze.

5. Nun sind unser zwey

Am Rathaus findet ihr ein Relief eines Narren, unter dem der Satz „Nun sind unser zwey“ geschrieben steht. Der Hintergrund: Direkt daneben befand sich früher der Kerker. Der Narr machte alle die, die schamlos die Gefangenen beäugten, darauf aufmerksam, dass sie in diesem Moment nicht besser sind, als die Kleinkriminellen in der Zelle.

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