Wer sind eigentlich meine Nachbarn?

Wer sind eigentlich all die Menschen, an denen wir tagein tagaus vorbeigehen? Wir ziehen mit unserem neuen Format durch die Straßen und fragen nach.

Wer sind eigentlich meine Nachbarn?

Wer ist der Bäcker, der jeden Samstag meine Brezn einpackt und mir ein schönes Wochenende wünscht? Wer sind unsere Nachbarn? Wer ist die Frau an der Supermarktkasse, die ich häufiger sehe als meine Mutter? Wer sind all die Menschen, die jeden Tag an mit vorbeifahren? Vorbeigehen? Vorbeiradeln? Vorbeirasen? Vorbeileben?

Aneinander vorbeileben – räumlich und körperlich ganz nah beieinander sein und trotzdem nicht wissen, was der andere denkt und fühlt. So geht es mir häufig, wenn ich durch die Augsburger Gassen schlendere. Dabei hat jeder eine bewegende Geschichte, auch wenn er auf den ersten Blick noch so uninteressant erscheint. Das merke ich jedes Mal, wenn ich Menschen neu kennenlerne.

Der unscheinbare Kollege wird zum witzigsten Kerl überhaupt. Die bettelnde Frau auf der Straße rührt mich zu Tränen. Der fremde Grantler, der wild Menschen beleidigt, schenkt mir ein Lächeln. Eine Geschichte. Seine Geschichte. Sie inspirieren mich. Sie bereichern mich – all die wundervollen Augschburger, die um mich herum leben. Die mit mir leben.

#augschburger – neues Hallo Augsburg Format

Mich hat ein Freund aus Mainz inspiriert, diese Menschen zu portraitieren und ihre ganz persönliche Geschichte allen Augsburgern zu erzählen. Mal sind es kurze Momentaufnahmen und Schnipsel ihrer Lebenswelt. Mal sind es lange, mitreißende Erlebnisse. Die Hallo Augsburg Redaktion erzählt all diese Geschichten auf Instagram, Facebook und auf unserer Website.

Die Idee stammt ursprünglich von Brandon Stanton aus New York. In seinem Fotoblog „Humans of New York“ portraitiert er seit 2010 Menschen, denen er auf der Straße begegnet. Die Resonanz ist überwältigend. Über 18 Millionen lesen seine menschlichen Momentaufnahmen. Wie viele werden es wohl in Augsburg und Umgebung sein?

Mein Appell mit unserem neuen Hallo Augsburg Format an die Augsburger: Lasst uns doch anfangen, uns für unsere Mitmenschen zu interessieren. Natürlich kostet es einiges an Überwindung, auf wildfremde Menschen zuzugehen. Vielleicht sind die Reaktionen nicht immer wohlwollend. Ich selbst bin auch immer skeptisch, wenn mich unbekannte Leute ansprechen. Aber ich glaube es lohnt sich. Augsburg hält einige spannende Überraschungen für uns bereit.

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