„Augsburg kann Fasching!“: Ein Prinz im Interview

Helau, Alaaf und einen schönen Glumperten Donnerstag! Wer sich jetzt fragt „Was für ein Tag?“, gehört wohl zu der Gruppe, die mit dem närrischen Treiben, dass Deutschland wie jedes Jahr um diese Zeit befallen hat, nichts anfangen können.

„Augsburg kann Fasching!“: Ein Prinz im Interview

Wir haben uns mit einem Augsburger unterhalten, dem der Begriff (der übrigens ein anderer Name für den Weiberfasching ist) definitiv etwas sagt: Florian Schwinger, der amtierende Faschingsprinz des CCK Fantasia .

Wenn man sich in der Stadt so umsieht, könnte man meinen, Fasching wäre hier kein Thema. Woher kommt denn (für dich als Augsburger) deine Begeisterung für die fünfte Jahreszeit? Ich finde schon, dass das auch bei vielen Augsburgern ein Thema ist. Meine Faszination für Fasching habe ich seit ich klein war. Ich liebe es, mich zu verkleiden und habe einfach gern Spaß – Zwei Dinge, die im Fasching super möglich sind.

Ich liebe es, mich zu verkleiden und habe einfach gern Spaß – Zwei Dinge, die im Fasching super möglich sind.

Du meinst also, es gibt durchaus Augsburger, die den Fasching feiern. Aber was sagst du zu dem Vorwurf, dass Augsburg eine „Faschingsmuffel-Stadt“ sei? Hat sie, was Feiern und Events angeht, etwas zu bieten? Ich kann das Vorurteil nicht verstehen. Allein auf unseren eigenen Veranstaltungen - egal ob Faschingsball, Showabend, Generationennachmittag oder auf den Kinderbällen - ist immer eine super Stimmung. Auch auf den Veranstaltungen des UOK, bei dem sich fünf der größten Faschingsvereine Augsburgs zusammengeschlossen haben, wird ausgiebig gefeiert.

Was sind dann ein paar Beispiele für coole Faschingspartys, die deiner Meinung nach einen Besuch wert sind? Für mich ist der Höhepunkt in jedem Jahr der Faschingsball des CCK Fantasia in Königsbrunn, am Rosenmontag kann man auch im Brauhaus 1516 super feiern und als Familienpapa kann ich natürlich auch die vielen Kinderbälle (insbesondere natürlich vom CCK) empfehlen. Für die jung Gebliebenen von uns ist der Generationennachmittag auch stets ein Besuch wert.

Was macht man als Faschingsprinz eigentlich? Die Prinzessin und der Prinz führen die Showtanzgruppe an und repräsentieren während der 5. Jahreszeit nicht nur den Verein, sondern auch die Stadt.

Und was bedeutet es für dich, diese Rolle zu erfüllen? Es ist eine ganz neue Erfahrung. Wir haben sechs Monate trainiert, jetzt ist wieder eine super Show herausgekommen, da macht es einen schon stolz als Prinz so eine tolle Truppe anführen zu dürfen.

Dein Amt als Faschingsprinz scheint ja das komplette Gegenteil von deinem alltäglichen ernsten Job als Anwalt zu sein. Wie bist Du auf die Idee gekommen, Faschingsprinz zu werden? Das hat sich zufällig ergeben. Ich tanze jetzt die dritte Saison beim CCK Fantasia, eigentlich ausschließlich in der Männershowtanzgruppe den Taktlosen 2.0. Im letzten Jahr hat die diesjährige Prinzessin Stefanie gefragt, ob ich mit ihr zusammen das Prinzenpaar des CCK Fantasia bilden möchte. Ich wusste zu dem Zeitpunkt schon, dass ich zum zweiten Mal Papa werde, aber nach Rücksprache mit meiner Frau - ohne deren Unterstützung es nicht gehen würde - habe ich dann nur allzu gerne zugestimmt.

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