Augsburger Studierende entwickeln Beinprothesen für Hunde

Ein Hund mit nur drei Beinen ist immer ein mitleids-erweckender Anblick. Mit einer Prothese kann sich die Lebensqualität des Vierbeiners stark verbessern. Zwei Studierende der Uni Augsburg deshalb stellen Prothesen für Hunde mittels 3D-Druck her.

Augsburger Studierende entwickeln Beinprothesen für Hunde

Dominik Hogen und Simon Schuß studieren Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Augsburg und beschäftigen sich nun schon eine Weile mit Tierprothesen. Innerhalb des Projekts „Pawsthesis“ haben sie bereits einen Prototyp entwickelt. Wie es dazu kam und wie es mit dem Projekt weiter geht.

Von der Idee zum Start-Up

Alles begann mit dem Projektseminar „3D-Drucken“ an der Universität Augsburg. Dominik und Simon erhielten, genau wie die anderen Teilnehmer:innen des Seminars, die Aufgabe, ein Produkt zu entwickeln, es mit 3D-Druck herzustellen und dazu einen Businessplan zu entwerfen. Die beiden entschieden sich für das Thema „Prothesen für Tiere“ und teilten ihre Idee auf Facebook. Daraufhin meldeten sich zahlreiche Hundebesitzer:innen, die sich für ihren Hund eine Prothese wünschten. Der Bedarf war offenbar groß, weshalb sich die beiden Studenten sofort an die Arbeit machten. Im 3D-Druck-Seminar erschufen sie also – mit der Unterstützung von Dackel Bruno – den ersten Prototyp. Innerhalb ihrer Bachelorarbeit entwickelten die beiden die Prothese schließlich weiter. Mittlerweile wird das Projekt sogar mit einem EXIST-Gründungsstipendium unterstützt, sodass die beiden Studenten ein Start-Up gründen können.

Der Bedarf ist groß

Es gibt viele Hunde, die mit drei oder auch nur zwei Beinen leben. Besonders bei Tierschutzorganisationen, die beispielsweise Straßenhunde aus Süd- und Osteuropa vermitteln, kommt das Handicap bei den Tieren häufig vor.

Die meisten Amputationen müssen aufgrund von Verkehrsunfällen durchgeführt werden.

Grund für das fehlende Bein ist meist ein Verkehrsunfall oder auch eine Verletzung durch schwere Misshandlungen, die so lange nicht behandelt wurde, bis das Bein amputiert werden musste. Natürlich braucht nicht jeder Hund, der ein Bein verloren hat, eine Prothese. Oft kommen die Vierbeiner viel besser mit ihrem Handicap zurecht, als wir es glauben. Doch in manchen Fällen, kann eine unterstützende Prothese helfen, den Körper des Hundes zu entlasten und zu stabilisieren.

Wie geht es weiter?

Simon und Dominik arbeiten mit der Unterstützung ihrer Dozenten, dem EXIST-Förderprojekt und dem Digitalen Zentrum Schwaben (DZ.S) daran, das Projekt „Pawsthesis“ voranzubringen. Sie vernetzen sich mit Experten aus den Bereichen der Kynologie und der Veterinärmedizin, um ihre Prothesen weiterzuentwickeln. Das Projekt gewinnt stetig an Größe und ist für die beiden von einer Geschäftsidee, zu einer Herzensangelegenheit geworden.

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