Augsburgs Puppenkiste - Teil 4: Fun Facts für Kenner

Mit dem heutigen Teil geht unsere spannende Reihe über die Augsburger Puppenkiste zu Ende. Zum Abschluss gibt es eine bunte Mischung aus Fakten, die euer bisher angesammeltes Wissen abrunden.

Augsburgs Puppenkiste - Teil 4: Fun Facts für Kenner

Nachdem wir uns in den letzten Wochen eingehend mit der Geschichte der Puppenkiste beschäftigt haben, uns angeschaut haben wie man eigentlich Puppenspieler wird, wie die Marionetten entstehen und wie die Kiste in Film und Fernsehen vertreten war, gibt es heute ein abschließendes Sammelsurium aus allen Bereichen. Lustige, verblüffende, überraschende Details, die in den vorherigen Artikeln keinen Platz gefunden haben, aber definitiv wissenswert sind. Für alle unter euch, die zum/zur wahren Puppenkiste-KennerIn werden wollen, haben wir einige Fun Facts zusammengetragen, damit ihr beim nächsten Small-Talk so richtig glänzen könnt.

Wusstet ihr, dass…

  • … das Museum zur Puppenkiste im Dezember 2017 seinen 1. Millionsten Besucher begrüßte und das Puppentheater über 5 Millionen Besucher verbuchen kann?

  • … die Klappe, die am Anfang der Filme aufgeht, in Wirklichkeit ganz klein ist (heutzutage im Museum zu sehen) und nicht das Original aus dem Theaterraum ist?

  • … die charakteristischen Mundfalten von Angela Merkel im Fachjargon auch als Marionettenfalten bezeichnet werden?

  • … die Puppenspieler immer eine Schere dabeihaben, falls sich mal die Schnüre verknoten oder in der Dekoration hängenbleiben?

  • … es drei verschiedene Versionen des Kaschperls für unterschiedliche Situationen (normale Kleidung, Pailettenfrack für große Auftritte) gibt?

  • … der FCA statt Wimpeln wie normalerweise vor dem Spiel kleine Marionetten der Puppenkiste-Stars ihren Gegnern überreichen?

  • … bei der Premiere des Stücks „Der kleine Prinz“ 1951 Walter Oehmichen über das Kabel einer Lampe stolperte, dadurch dieses herauszog und der Komponist Bernhard Stimmler, der damals die Aufführung mit dem Klavier begleitete, im Dunkeln fehlerfrei bis zum Ende spielte?

  • … Hannelore Marschall-Oehmichen die ausgefallenen Schnurrhaare von ihrem Kater sammelte, der ihr in der Werkstatt Gesellschaft leistete, und sie für die Puppe von Kater Mikesch verwendete?

  • … der Rauch, der dem Halbdrachen Nepomuk (aus „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“) aus den Ohren kam, von seinem Marionettenspieler stammt, der eine Zigarette rauchte und diese durch einen Schlauch in die Puppe pustete?

  • … der „Kanaligator“ aus dem Film „Die Story von Monty Spinneratz“, der im fertigen Streifen im See des Central Parks schwamm, testweise im Kuhsee eingesetzt wurde?

  • … die Puppenkiste eine lange Tournee-Tradition hat? Sie ist schon mit extra konzipierten Geschichten auf englisch durch Länder wie Amerika, Australien, Japan oder Saudi Arabien gereist und hat dort ihre internationalen Fans verzaubert.

  • … die Marionettenspieler auch oft in Krankenhäusern, Tagesstätten oder ähnlichen Institutionen vor Kindern spielen und deshalb eine psychologische Grundausbildung bekommen, weil sich die Kinder den Puppen gegenüber mehr öffnen als den Menschen?

Na, da dürfte doch einiges dabei gewesen sein, das ihr noch nicht wusstet, oder? Uns hat die Reise quer durch die unglaubliche Welt der Puppenkiste jedenfalls sehr viel Spaß und wieder Lust auf die Vorführungen und Filme gemacht. Wir hoffen es ging euch genauso und ihr stattet der Puppenkiste mal wieder einen Besuch ab.

Falls ihr die anderen Teile noch nicht gelesen habt bzw. nochmal lesen wollt:

Teil 1: Die Geschichte
Teil 2: Puppenspieler und Marionetten
Teil 3: Die Kiste in Film und Fernsehen

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