Trotz Lieferengpässe: Meilenstein am Augsburger Hauptbahnhof geschafft

Trotz weltweiter Lieferengpässe ist der Gleisbau im Untergrund des Augsburger Hauptbahnhofes abgeschlossen. Die Fahrleitungsanlagen der Straßenbahnen sollen bis Ende des Jahres montiert sein.

Trotz Lieferengpässe: Meilenstein am Augsburger Hauptbahnhof geschafft

Beim Augsburger Hauptbahnhof ist ein weiterer Meilenstein geschafft: Im Straßenbautunnel und an der Haltestelle im Untergrund sind nun alle Gleise verlegt. Der Fahrleitungsbau soll bis Ende des Jahres vollständig abgeschlossen sein.

1.150 Meter Gleis verlegt

Durch die weltweiten Lieferengpässe kam es zuletzt zu Verzögerungen beim Umbau. Trotzdem nehmen der Tunnel, die Straßenbahnhaltestelle und die Zwischenebene unter dem Augsburger Hauptbahnhof immer mehr Gestalt an. Im 450 Meter langen Straßenbahntunnel mit Haltestelle und Wendeschleife wurden insgesamt 1.150 Meter Gleis verlegt. Auf der Tunnelrampe in der Halderstraße schließen die Gleise künftig an das bestehende Straßenbahnnetz an.

Geplant wird zudem, dass alle Trams in Zukunft zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben werden. Der Fahrleitungsbau ist laut den Stadtwerken „nahezu fertig“. Im westlichen Tunnel Richtung Rosenaustraße, in der Wendeschleife und im Stationsbauwerk wurden die Fahrleitungsanlagen bereits montiert. Aktuell erfolgt der Bau im östlichen Tunnel Richtung Augsburger Innenstadt. Bis voraussichtlich Ende 2022 sollen alle Fahrleitungsanlagen der Straßenbahnen montiert sein.

Hauptbahnhof wird barrierefrei

Zehn Rolltreppen sollen die Straßenbahnhaltestelle in rund 13 Metern Tiefe mit der Verteilerebene, die sieben Meter unter der Erde liegt, und den Bahnsteigen an der Oberfläche verbinden. Die meisten Rolltreppen sind bereits eingebaut. Bis zum Frühjahr 2023 sollen sie vollständig fertiggestellt werden. Auch die Schächte für die Aufzüge, die für eine barrierefreie Verbindung zwischen den Ebenen sorgen, sind inzwischen vorbereitet. Zur Eröffnung der Empfangshalle und der Verteilerebene im August 2023 sollen die Aufzüge einsatzbereit sein. Ab diesem Zeitpunkt kann ebenso der Fußgängertunnel aus dem Thelottviertel in den Hauptbahnhof genutzt werden.

Über das Gesamtprojekt Mobilitätsdrehscheibe

Damit ist ein Großteil des Projekts „Mobilitätsdrehscheibe“ mit den fünf Einzelprojekten fast abgeschlossen: Die Linie 6 ist seit 2010 in Betrieb, der neue Königsplatz wurde 2013 eröffnet und seit 2021 rollt die Linie 3 bis nach Königsbrunn. Wenn die Straßenbahnhaltestelle im zweiten Untergeschoss gebaut ist, werden zunächst zwei von später drei Linien in der Haltestelle verkehren: Die Linien 3 und 4, die in der unterirdischen Wendeschleife wenden, können dann Richtung Innenstadt wieder zurückfahren. Die Linie 6 folgt voraussichtlich 2026. Bei dem Gemeinschaftsprojekt der swa, Deutschen Bahn (DB) und der Stadt Augsburg wurden rund 250 Millionen Euro investiert.

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