Am Augsburger Hauptbahnhof geht es 2022 Schlag auf Schlag

Schlag auf Schlag? Oder doch eher Gleis an Gleis - am Hauptbahnhof wird sich 2022 auf alle Fälle ein großer Wandel vollstrecken. Was genau dort passiert, erfahrt ihr jetzt.

Am Augsburger Hauptbahnhof geht es 2022 Schlag auf Schlag

Wie ihr alle mitbekommen haben solltet, wird seit Jahren am Augsburger Hauptbahnhof gewerkelt. Hier soll die neue Mobilitätsdrehscheibe Augsburgs entstehen. Dazu gehört unter anderem ein neuer Tunnel samt unterirdischer Straßenbahnhaltestelle und Wendeschleife.

Der Weg zum neuen Hauptbahnhof

Aktuell liegen die Bauarbeiten am Augsburger Hauptbahnhof im Zeitplan, berichten die Stadtwerke Augsburg (swa). Bis zur Eröffnung, im Jahr 2023, ist jedoch noch einiges zu tun.

Gleis für Gleis

Bereits Ende letzten Jahres konnte mit dem Gleisbau im Tunnel West Richtung Rosenaustraße gestartet werden. Bis März 2022 sollen die rund 350 Meter Gleise auf der Westseite sowie weitere Gleise in der Wendeschleife vollständig verlegt sein.

Die unterirdische Straßenbahnhaltestelle wird im Sommer weiter Gestalt annehmen. Dort und im Tunnel Ost Richtung Tunnelausgang in der Halderstraße werden weitere 1.400 Meter Gleise an ihren Platz gebracht.

Alle Bahnsteige ab Mai aktiv

Wenn der Bahnsteig A fertiggestellt ist, ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Der Bahnsteig grenzt direkt an das Bahnhofsgelände an und soll ab Mai 2022 genutzt werden können. Dann werden alle sechs Bahnsteige des Hauptbahnhofes wieder in Betrieb sein.

Empfangshalle, Aufzüge und Rolltreppen

Im April ist die denkmalgeschützte Bahnhofshalle dran. Sie soll wieder in neuem Glanz erstrahlen. Weil für die Untertunnelung der Halle die Original-Fenster und -Türen hterausgenommen wurden, werde diese ab April wieder neu eingesetzt. Im Juli 2022 sollen Aufzugsanlagen und Rolltreppen folgen. Von hier aus werdet ihr - wenn alles fertig ist - bequem zur unterirdischen Straßenbahnhaltestelle in 15 Metern Tiefe kommen. Auch die Vereilerebene für Fußgänger in sechs Metern Tiefe wird von hier aus erreichbar sein.

Das Projekt „Mobilitätsdrehscheibe“

Mit zum Großprojekt „Mobilitätsdrehscheibe“ gehören auch die Erweiterung der Straßenbahnlinien eins und der Neubau der Linie fünf Richtung Uniklinikum. Auch die neue Linie drei, die seit Dezember Königsplatz und Königsbrunn miteinander verbindet, ist Teilprojekt.

Ziel ist es, die Situation für Fahrgäste wesentlich zu verbessern, Barrierefreiheit zu garantieren und einen komfortableren Umstieg von Zügen zu Straßenbahnen zu ermöglichen.

Das Projekt wird mit dem Höchstsatz von 83 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land bezuschusst. Insgesamt investieren die swa damit mehr als eine halbe Milliarde Euro in den zukunftsfähigen Ausbau des Nahverkehrs.

Logo