Impfen und Öffnen: Augsburger Clubs unterstützen Impfkampagne

Die bayerischen Clubs wollen mit einer großen Kampagne junge Menschen überzeugen, sich impfen zu lassen. Ziel ist es, eine Öffnungsperspektive zu schaffen. Die Club und Kulturkommission Augsburg unterstützt die Aktion.

Impfen und Öffnen: Augsburger Clubs unterstützen Impfkampagne

Bis heute haben Clubs und Musikspielstätten keine Öffnungsperspektive in Bayern. Während in Baden-Württemberg bereits seit Mitte August wieder in Diskotheken getanzt werden kann – unter Einhaltung der 3G-Regel – stehen die bayerischen Clubs seit März vergangenen Jahres 2020 leer.

Nun wurde der Verband der Münchener Kulturveranstalter e.V. und mit ihm weitere bayerische VertreterInnen der Clubszene, aktiv. Der Plan: Eine große Impfkampagne starten, junge Leute von der Impfung überzeugen und endlich wieder öffnen. Die Club- und Kulturkommission Augsburg (CUKK) zählt ebenfalls zu den Unterstützern. Das Konzept für die Kampagne liegt bereits dem Gesundheitsministerium sowie der Staatskanzlei vor.

Wer erreicht die jungen Leute besser als die Clubs?

Innerhalb der Gruppe der 18 bis 39-Jährigen gibt es 26 Prozent, die potenziell überzeugt werden könnten, sich gegen Corona impfen zu lassen. Dies hat eine Erhebung des ARD-Deutschland-Trends ergeben, die der Münchener Verband zitiert. Jene 26 Prozent wollen die Club-Betreiberinnen erreichen. „In normalen Zeiten sind wir die Anlaufstelle für eben diese jungen Menschen in der relevanten Altersgruppe, in der wir heute dringend einen Impffortschritt benötigen“, so der Münchener Verband. „Wir als BetreiberInnen von Discotheken, Musikclubs und Musikspielstätten sind einer der wesentlichen Gründe, warum sich junge Menschen impfen lassen wollen und sollen“, heißt es weiter.

Kurz gesagt: Die Clubs wollen bestehende Impfkampagnen unterstützen und ergänzen. Dafür wollen sie sogar eine eigene Kampagne starten.

Bayerische Clubs: Impfung fördern und wieder öffnen

Um eine Kampagne dieses Ausmaßes finanzieren zu können, erhoffen sich der Verband der Münchener Kulturveranstalter e.V., sowie die zahlreichen UnterstützerInnen aus der gesamten bayerischen Clublandschaft, die Unterstützung der Stadt München und der Bayerischen Staatsregierung.

Gleichzeitig fordert der Verband die Öffnung der Clubs: „Wir setzen uns dafür ein, dass unser Publikum wieder kommen darf, daher sollte man ihm auch genau das wieder ermöglichen“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Vorschlag der Clubs: Die Einführung der 2G-Regel bei voller Auslastung ohne Maske und Abstand ab dem 1. Oktober 2021. Dies sei „eine griffige Ankündigung, die alle Unentschlossenen motivieren wird, sich für eine Rückkehr zum Clubleben impfen zu lassen.“

Impfen im Club

Der Verband schlägt für die Impfkampagne verschiedene Varianten von Impfangeboten vor. So sollen Impfungen beispielsweise im Club durchgeführt werden – inklusive DJ, Lightshow und Getränkeverkauf vor Ort. Auch Impfbusse, die vor Veranstaltungslocations und Discotheken stehen, hält der Verband für möglich.

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