Augsburger Christkindlesmarkt 2022: Das steht auf dem Programm

Die ersten Buden werden aufgebaut, der Christbaum steht bereits. In zwei Wochen dürfen sich die Augsburger:innen auf den traditionellen Christkindlesmarkt freuen. Was auf dem Programm steht.

Augsburger Christkindlesmarkt 2022: Das steht auf dem Programm

Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause findet heuer wieder der Christkindlesmarkt in Augsburg statt. Der Aufbau der Buden hat bereits begonnen. Der 18 Meter hohe Christbaum steht seit Montag, den 7. November, auf dem Rathausplatz.

Ursprung im 15. Jahrhundert

Der Augsburger Christkindlesmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Seinen Ursprung hat der Markt im 15. Jahrhundert. Im Jahre 1949 bekam er offiziell den Namen „Christkindlesmarkt“. Seit jeher ist es Tradition, während der Weihnachtszeit entlang der festlich beleuchteten Budenstraßen zu spazieren und das Ambiente zu genießen.

Wie immer gibt es auf dem Rathausplatz, dem Martin-Luther-Platz, entlang der Philippine-Welser-Straße, in der Maximilianstraße und vor der Moritzkirche ein reichhaltiges Angebot an weihnachtlichen Artikeln und Naschereien. In der Fassade des Augsburger Rathauses wird ein Engelsspiel aufgeführt, welches sowohl Jung als auch Alt begeistert.

Eröffnungsfeier in zwei Wochen

Die Augsburger:innen müssen nicht mehr lange warten: Am Montag, den 21. November, wird der Christkindlesmarkt für Besuchende geöffnet. Er endet wie jedes Jahr an Heiligabend. Bis dahin steht jeden Tag ein anderer Programmpunkt auf dem Plan. In der ersten Woche gibt es neben den Engelsspielen ebenso Auftritte der Bläsergruppe aus Aretsried, der Baarer Alphorngruppe, der Aretsrieder Alphorngruppe und des Jugendblasorchesters Lützelburg. In der zweiten Woche wird der Adventskalender präsentiert. Im Goldenen Saal findet das Weihnachtskonzert der Augsburger Domsingknaben statt.

Zum Nikolaustag am Dienstag, den 6. Dezember, gibt es um 15 Uhr eine Ansprache vom Nikolaus höchstpersönlich. In der dritten Woche des Christkindlesmarktes gibt es zudem musikalische Unterhaltung vom Drehorgelorchester Augsburg. Weiter geht es in der vierten Woche mit der Bläsergruppe aus Aretsried, der Aretsrieder Alphorngruppe und dem Vororchester Lützelburg. In der Weihnachtswoche stehen Auftritte der Bläsergruppe und Präsentationen des Adventskalenders auf dem Programmplan. Die Abschlussveranstaltung mit Engelsspiel ist am Freitag, den 23. Dezember, um 18 Uhr.

Für die Kleinsten gibt es ein gesondertes Programm mit Theater, Musik, Workshops und Aufführungen zum Schmunzeln. Unter anderem haben sie von der zweiten bis zur vierten Woche die Möglichkeit, beim Kinderbacken mitzumachen.

Der Lageplan für dieses Jahr:

Details zu den Budenbetreiber:innen gibt es auf der Website des Christkindlesmarktes in Augsburg. Dort kann direkt eingesehen werden, wo welcher Stand steht, wem er gehört und was dort angeboten wird. Außerdem kann der Christkindlesmarkt aus einer 360-Grad-Luftpanorama-Perspektive bewundert werden.

Zur Website

Mehr über die Geschichte

Vor mehr als 500 Jahren wurde der erste Weihnachtsmarkt in Augsburg abgehalten. Da es Unstimmigkeiten bei der Budenbelegung gab, wollte der Rat in Zukunft verlosen, wer als Betreiber:in teilnehmen darf. Nach der Reformation durch Martin Luther blühten die Weihnachtsmärkte auf, auch der in Augsburg. Unter anderem wurden die Kinder nicht mehr am 11. November, am Sankt-Martins-Tag, oder am 6. Dezember, am Nikolaustag, beschenkt, wie es damals Brauch war. So wurde es Tradition, erst an Heiligabend Geschenke zu verteilen. Das Sortiment auf den Weihnachtsmärkten erweiterte sich.

In der Barockzeit erfreuten sich Weihnachtsartikel und Leckereien zunehmender Beliebtheit. So fanden sie ihren Platz in den Buden des Weihnachtsmarktes. Mitte des vergangenen Jahrhunderts waren plötzlich Basare sehr gefragt. Man geht davon aus, dass es daran lag, dass diese in den Sälen der Gasthäuser abgehalten wurden und die Gäste so die Möglichkeit hatten, sich während der kalten Jahreszeit aufzuwärmen. Was kaum jemand weiß: Der Augsburger Christkindlesmarkt fand nicht immer vor dem Rathaus statt. Er wanderte im Laufe der Zeit sogar bis in die Außenbezirke der Fuggerstadt.

Logo