Augsburg stimmt ab: Wo gibt es die leckersten Weißwürste?

Weißwürste sind in Bayern sehr beliebt. Viele haben ihren Lieblingsort zum Weißwürste essen. Aber wo schmeckt es in Augsburg am besten? Wir brauchen eure Hilfe und starten eine Umfrage.

Augsburg stimmt ab: Wo gibt es die leckersten Weißwürste?

Weißwurst, süßer Senf, eine Breze und ein Weißbier, damit haben wir das klassisch traditionelle Weißwurstfrühstück. Hier in der Region kennen sich die meistens bestens damit aus. In Augsburg gibt es viele Cafés und Restaurants, in denen ihr leckere Weißwürste bekommt. Aber wo schmecken sie eigentlich am besten? Das wollen wir von euch wissen.

Wichtige Fakten über die Weißwurst

  1. Eine Weißwurst darf das 12-Uhr-Läuten der Kirchturmglocken nicht hören

    Diese Regel geht darauf zurück, dass die Würste damals nicht ausreichend gekühlt werden konnten und daher leicht verdarben – heute ist das kein Problem mehr und Weißwürste können problemlos zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Wer’s trotzdem kultig und original mag, serviert seine Weißwürste vor 12.

  2. Eine Weißwurst wird gebrüht, nicht gekocht

    Weißwürste haben im sprudelnden Kochwasser nichts verloren. Vielmehr bringt man zunächst das Wasser zum Kochen, zieht den Topf von der Platte und legt dann die Würste für etwa zehn Minuten ins heiße Wasser.

  3. Der Deckel darf beim Brühen nicht auf den Topf

    Beim Brühen, idealerweise in 70 Grad heißem Wasser, darf allerdings noch kein Deckel verwendet werden, da die Wurst beim Abnehmen des Deckels einen Kälteschock und einen Riss in der empfindlichen Haut bekommen könnte. Der dabei entstehende Weißwurstbrei ist alles andere als appetitlich.

  4. Nur eine warme Weißwurst ist eine gute Weißwurst

    Habt ihr die Weißwürste im heißen Wasser aufgebrüht, kommen sie in einer Terrine mit Deckel auf den Tisch, ohne dass man sie aus dem heißen Wasser holt. Denn eine lauwarme bis kalte Weißwurst verliert deutlich an Charme.

  5. Eine Weißwurst wird gezuzelt, nicht geschnitten

    Das Essen der Weißwurst ist eine echte Kunst für sich. Hier eine Step by Step Anleitung: Die Wurst wird im unteren Drittel zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und zum Mund geführt. Dann wird am oberen Ende die Haut aufgebissen und das Innere der Wurst herausgesaugt – gezuzelt eben. Habt ihr erfolgreich die halbe Wurst inhaliert, könnt ihr sie umdrehen und das Spielchen von vorne beginnen.

  6. Der Weißwurstäquator

    Die Grenze zwischen Altbayern und den restlichen Deutschen kann nicht eindeutig gezogen werden. Während MünchnerInnen allgemein davon ausgehen, dass ein Radius von zirka 100 Kilometern um München herum den Weißwurstäquator definiert, gehen andere Ansätze vom 49. Breitengrad oder der Donau als Grenze aus. Fragt man in Norddeutschland, teilt der Weißwurstäquator ganz Süddeutschland vom Rest der Republik ab. Fragt man einen Hamburger, kann diese Grenze schon südlich der Elbe gezogen werden.

  7. Der Weißwurstkrieg Ende 2009

    Wäre es nach der „Schutzgemeinschaft Münchner Weißwurst“ gegangen, dürften sich nur die Weißwürste „Münchner Weißwürste“ nennen, die auch dort hergestellt wurden. Ihr Antrag beim Bundespatentgericht wurde jedoch in letzter Instanz mit der Begründung abgelehnt, dass Weißwürste bereits seit Langem zu großen Teilen auch aus anderen Regionen Bayerns stammen. Diese Entscheidung bedeutete 2009 das Ende des „Weißwurstkrieges“, den die bayerische Schutzgemeinschaft erbittert durch sämtliche Instanzen geführt hatte.

Jetzt wisst ihr alles Wichtige und seid bereit für euer nächstes Weißwurstfrühstück. Also wo in Augsburg schmeckt’s euch am besten? Hier gehts zur Umfrage.

Und wie immer gilt: Haben wir euer Lieblingsrestaurant vergessen, schreibt uns und wir nehmen es mit in die Auswertung.

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