Neue Funktion bei Tinder: So funktioniert das Blind-Date

Tinder startet mit "Blind Date" eine neue Funktion, in der das Aussehen der NutzerInnen bei der Partnersuche zunächst keine Rolle spielt.

Neue Funktion bei Tinder: So funktioniert das Blind-Date

Eigentlich ist das Prinzip von Tinder sehr oberflächlich. Man bewertet nur auf Grund des Aussehens, ob man jemanden kennen lernen möchte oder nicht. Tinder führt jetzt eine neue Funktion ein, die "Blind Date" heißt. Über diese Funktion sollen sich die Tinder-NutzerInnen kennenlernen können, ohne vorher zu wissen, wie der/die potenzielle Dating-PartnerIn aussieht. "Blind Date" ist zunächst in den USA erhältlich und wird über die kommenden Wochen dann weltweit ausgeliefert.

Das Foto gibt es erst nach dem Match

In "Blind Date" bei Tinder lernen sich zwei Personen kennen, ohne zunächst einen Zugriff auf die Profile und damit die Bilder des Gegenübers zu erhalten. Dazu müsst ihr zunächst "Eisbrecher"-Fragen beantworten, wie "Ich mache Ketchup auf ___" oder "Es ist OK, ein Hemd ___ mal zu tragen". In Abhängigkeit von euren Antworten werdet ihr dann mit einem/r passenden PartnerIn verbunden.

Im "Blind Date" Modus könnt ihr euch über eine Unterhaltung in Textform kennenlernen. Im Gegensatz zur üblichen Tinder-Nutzung soll also nicht ein Profilbild den ersten Eindruck vermitteln, sondern das, was euch miteinander in Textform verbindet. Etwa Ansichten und Vorlieben. Sobald beide Seiten mehr übereinander erfahren wollen, können die Profile freigeben werden. Ein Zugriff auf das Profil gibt es aber nur, wenn ihr beide zustimmt.

"Blind Date bietet den modernen Singles eine Möglichkeit, ihre Persönlichkeit in den Vordergrund zu stellen und einen Partner zu finden, mit dem sie sich wirklich auf einer Wellenlänge befinden", erklärt Tinder und fügt hinzu: "In ersten Tests fanden Mitglieder, die die Blind Date-Funktion nutzten, 40 Prozent mehr Übereinstimmungen als Mitglieder, die eine andere Schnell-Chat-Funktion mit sichtbaren Profilen nutzten. Dies zeigt, dass die Mitglieder bereit sind, mit jemandem zu interagieren, den sie in einer anderen Umgebung vielleicht übersehen hätten.“

Daten wie früher

Wer schon einmal bei Tinder angemeldet war, der weiß, dass es im digitalen Zeitalter nicht funktioniert jemanden unvoreingenommen kennenzulernen. Nicht nur die Beschreibung, sondern auch Fotos oder das verlinkte Instagram-Profil und der Lieblingssong bei Spotify geben schon einen ersten Eindruck von der Person. Google oder andere Social-Media-Plattformen geben einem den Rest an Informationen und kreieren ein erstes Bild der Person, mit der man ein Match hat. Das entscheidet oftmals schon darüber, ob man überhaupt ein Gespräch mit der Person startet. Diese Transparenz hat aber auch ihre Tücken, man verpasst womöglich aus Voreingenommenheit die Chance auf einen netten Charakter. Die Blind-Date Funktion von Tinder gibt nun die Möglichkeit digital zu Daten wie früher.

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