Was man als Neu-Augsburger unbedingt wissen sollte

Ein echter Augschburger zu werden braucht Zeit - Es gibt aber ein paar Essentials, die euch den Einstieg definitiv erleichtern werden.

Was man als Neu-Augsburger unbedingt wissen sollte

Ihr seid erst kürzlich nach Augsburg gezogen und seid von dem Leben am Lech und dem Datschiburger-Lifestyle noch etwas überfordert? Dann erstmal Glückwunsch, hier überhaupt eine Bleibe ergattert zu haben. Um euch ein wenig bei der Integration zu helfen, haben wir ein paar Dinge zusammengesammelt, die jeder „Augsbürger“ wissen sollte.

Don’t fear the Muhackl

Der gemeine Augsburger wird von Außenseitern ja gerne mal als Grantler dargestellt, der nur mit heruntergezogenen Mundwickeln angetroffen wird und an allem etwas auszusetzen hat. Und seien wir mal ehrlich: Im Grunde stimmt das doch auch. Aber: Wie bei unserer schönen Stadt ist das im Grunde alles nur Fassade und hinter der grauen, mürrischen Schale steckt ein liebenswertes Herz, wenn man nur genau hinschaut. So ein bisschen meckern gehört auch einfach dazu und wir in Augsburg haben das eben in Reinform perfektioniert! Nicht umsonst wurden wir von der Marktforschung als Testmarkt auserkoren - Was bei uns funktioniert, wird in ganz Deutschland umgesetzt. Um das Anpassen müsst ihr euch hier übrigens keine Sorgen machen. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass je länger man in Augsburg wohnt, man langsam, aber sicher selbst zu einem waschechten „Muhackl“ wird.

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Livin‘ on a Baustell

Augsburg ist schön. Doch die Stadt findet immer wieder Stellen an sich, die sie gerne für uns noch schöner machen würde. Das Äquivalent zum Besuch beim Schönheitschirurgen heißt dann: Es wird abgerissen, gebaggert und neu angepinselt. Unansehnliche Baustellen gehören zum Stadtbild wie die Schwaben-Skyline aus Rathaus, Perlach- und Hotelturm. Wer oft mit dem Auto oder Rad unterwegs ist, sollte sich so bald wie möglich mit dem Straßennetz vertraut machen, um die nächste über Nacht aufgeploppte Baustellen-Blockade clever umfahren zu können.

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All hail the King

Auch wenn es alle sechs Jahre so aussehen mag, als ob wir uns der Demokratie fügen würden und per Wahl einen Stadtrat und Oberbürgermeister wählen, weiß jeder echte Augsburger, dass das nur zum Schein passiert und wir in Wirklichkeit den bayrischen Traum Leben: Endlich wieder Monarchie! Die Geschicke der Stadt liegen nämlich in den Händen des Königs von Augsburg. Der König ist ein Mann vom Volk – deshalb findet man ihn auch meistens irgendwo in der Stadt, wo er seinen ergebenen Untertanen mit weisem Rat zur Seite steht und zum Beispiel Auskunft darüber gibt , welche Farbe die aktuelle Woche laut seinem Kalender gerade hat. Wenn ihr also einen Mann mit ausgefallener Kleidung, Turnschuhen, zotteligen Haaren und grauen Bart seht, der einfach nur dasteht und den Passanten zulächelt, dann wurdet ihr von der Präsenz des Königs beehrt.

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A Feiertag to remember

Der 8. August ist ein Tag, an dem es in Augsburg oft zu Verzweiflung vor verschlossenen Türen kommen kann. Denn wir Augsburger sind auch was die Feiertage angeht die Extrawurst in Deutschland. Während alle anderen in der Sommerhitze arbeiten müssen, werden im Fuggerstädtchen die Läden dicht gemacht und der Bordstein hochgeklappt – Ferienmodus! Dann wird nämlich das Hohe Friedensfest gefeiert, das seit 1950 ein gesetzlicher, regionaler Feiertag nur für uns Augsburger ist (und in diesem Jahr sogar zum bayrischen Kulturerbe erhoben wurde!). Wer sich diesen Tag nicht dick im Kalender einträgt, schaut dann gerne mal in die Röhre bzw. dunkle Läden beim Versuch, irgendwo noch schnell etwas einkaufen zu können - Übrigens ein Fauxpas, der selbst Nachbarn aus der nahen Umgebung gelegentlich wieder passiert.

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