Klimakonferenz Augsburg 2022 - Das erhoffen sich die AktivistInnen

Die Augsburger Klimakonferenz findet dieses Jahr am 31. Januar 2022 statt. Was es mit der Konferenz auf sich hat und was sich das Klimacamp und Greenpeace Augsburg erhoffen, erfahrt ihr jetzt.

Klimakonferenz Augsburg 2022 - Das erhoffen sich die AktivistInnen

Die Klimakonferenz der Stadt Augsburg findet jährlich statt und behandelt jeweils aktuelle lokale Themen. Sie richtet sich gleichermaßen an AkteurInnen aus dem Bereich Klimaschutz sowie an interessierte BürgerInnen. Der nächste Termin ist Montag, der 31. Januar 2022. Auch dieses Jahr findet die Konferenz wieder im Online-Format statt.

Was ist die Augsburger Klimakonferenz?

Ein wichtiges Ziel der Augsburger Klimakonferenz ist es, den lokalen AkteurInnen im Klimaschutz eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung zu geben und über aktuelle Themen zu informieren. In den letzten Jahren wurde die Veranstaltung zunehmend für interessierte BürgerInnen geöffnet. Somit wird der gesamten Stadtgesellschaft Austausch und Vernetzung in Sachen Klimaschutz ermöglicht. Die Konferenz ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stadt, auf dem Augsburg die gesamte Stadtgesellschaft mitnehmen will.

Das erhoffen sich die AktivistInnen des Klimacamps und Greenpeace Augsburg

Wir haben mit dem Klimacamp und Greenpeace Augsburg gesprochen, um zu erfahren was sich die AktivistInnen von der Konferenz erhoffen und ob sie bestimmte Frage klären werden.

Was erhofft ihr euch von der Konferenz?

Die AktivistInnen vom Klimacamp in Augsburg erhoffen sich, dass die Regierungskoalition auf der Klimakonferenz eine Trendwende verkündet, um Augsburg zukunftssicher zu machen. „Ab jetzt vergünstigen wir Bus und Tram, statt sie zu verteuern. Ab jetzt schaffen wir kluge neue Buslinien. Ab jetzt übernehmen wir Verantwortung und begegnen verwaltungstechnischen Hürden mit Kreativität und Engagement statt mit Resignation.“, sind einige der Sätze, die sich das Klimacamp erhofft zu hören.

„Wir erhoffen uns von der Klimakonferenz, dass die Stadt sich weiterhin klar für ihre eigenen klimapolitischen Ziele ausspricht und zudem endlich klare Pläne für deren Umsetzung vorlegt“, erfahren wir von Greenpeace Augsburg.

„Außerdem wünschen wir uns mehr Mut zur Eigeninitiative, um neue, fortschrittliche Ideen auszuprobieren und neue Maßstäbe zu setzen.“ - Greenpeace Augsburg

Die AktivistInnen wollen Antworten

Zudem erwarten die AktivistInnen von Greenpeace Augsburg konkrete Antworten auf offene Fragen, beispielsweise ob es schon konkrete Pläne zu den geplanten Windkraftanlagen südlich von Inningen gibt. Des Weiteren möchte Greenpeace wissen, wie Augsburg versucht den bundesweiten Strommix, mitzugestalten, damit der Anteil an Braun- und Steinkohleverstromung auf null geht. Dabei gelte es nicht nur die Stromproduktion zu ändern, sondern auch drastisch den Stromverbrauch zu verringern, erklären die AktivistInnen, zum Beispiel durch die Umrüstung der Beleuchtung von Straßen und öffentlichen Gebäuden. Greenpeace wird nachhaken, wann diese Maßnahmen durchgeführt werden. Laut Klimastudie erscheine die Einhaltung des CO2-Budgets in Bezug auf Wärme nicht realistisch. Darum möchten die AktivistInnen wissen, wie die Stadt ihren Anteil zum Erreichen der Klimaneutralität beiträgt und wie sie ihr selbst gestecktes Ziel der CO2-Neutralität erreichen wollen. Auch wie Augsburg fahrradfreundlich gestaltet werden soll, wollen sie wissen.

Hier wird das Klimacamp nicht lockerlassen

Es gibt einen Punkt, bei dem die AktivistInnen des Klimacamps in der Konferenz nicht lockerlassen werden. In den Büchern der Stadtwerke liegen aktuell mehrere Fehlinvestitionen in klimaschädliche Konzerne, sagt das Klimacamp. Ein besonders groteskes Beispiel sei die städtische Beteiligung an Bayerngas. Der Konzern suche aktiv in der Nordsee nach neuen Erdgasquellen.

Das ist genau die Antithese zu Klimagerechtigkeit! - Klimacamp Augsburg

Die von der Stadt in Auftrag gegebene KlimaKom-Studie empfahl daher mit Nachdruck, dass die Stadt diese Beteiligungen so schnell wie möglich abstößt, erfahren wir von den AktivstInnen. Die Regierungskoalition halte allerdings an diesem Konzern fest und treibe so die Klimakrise aktiv voran. Auf diesen Punkt will das Klimacamp in der Konferenz pochen und auf Belege für Veränderungen bei Bayerngas bestehen.

Die AktivistInnen von Greenpeace möchten zwar die oben genannten Fragen und noch weitere anbringen, nehmen aber primär an der Konferenz teil, um zu hören, welche Schlüsse die Stadtregierung aus der Klimaschutz-Studie gezogen hat und welche Schritte sich daraus ableiten. Im März findet eine Sondersitzung des Umweltausschusses statt, bei der Greenpeace dann seinen Input liefern und ganz genau hinschauen wird, ob gehalten wird, was versprochen wurde.

Beide Aktivisten-Gruppen erwarten Klartext und konkrete Vorschläge der Stadt Augsburg. Wir sind gespannt wie die Klimakonferenz abläuft und wie greifbar die dringend nötigen und geforderten Veränderungen werden.

Programm - Jeder kann teilnehmen

Thematisch dreht sich alles um die Ergebnisse der vor kurzem veröffentlichten Klimastudie und deren Konsequenzen für das städtische Klimaschutzprogramm. Die Klimastudie wurde von der Stadt Augsburg in Auftrag gegeben und analysiert bestehende Klimaschutzmaßnahmen und gibt Handlungsempfehlungen für eine erhebliche CO2-Reduktion bis zum Jahr 2030. Nach einer Vorstellung der Studienergebnisse erläutern Frau Oberbürgermeisterin Eva Weber, der Umweltreferent Reiner Erben sowie die Leiterin der Abteilung Klimaschutz im Umweltamt, Birgit Schott, das weitere Vorgehen. Im Anschluss gibt es Zeit für eure Fragen, die ihr an ExpertInnen unter anderem aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik richten könnt. Den genauen Zeitplan findet ihr auf der Website der Stadt Augsburg.

So funktioniert das Online-Format

Jede und jeder kann sich ohne Anmeldung über den Microsoft Teams Link, der auf der Seite der Stadt Augsburg zu finden ist, einklicken. Um an der Konferenz teilzunehmen, benötigt ihr also nur ein Endgerät mit funktionierendem Lautsprecher. Alternativ ist auch eine Telefoneinwahl möglich. Es werden zwei Gebärdendolmetscherinnen dabei sein, wodurch die Veranstaltung auch für Menschen mit Höreinschränkung gut mitzuverfolgen sein wird. Ihr habt über den Chat die Möglichkeit, Fragen zu stellen und euch so aktiv an der Konferenz zu beteiligen. Das könnt ihr auch anonym machen. Die Konferenz wird nicht aufgezeichnet.

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