Darum mag ich die Jakobervorstadt zu jeder Jahreszeit

Augsburg ist nur im Sommer schön? Von wegen! Hier zeige ich euch, warum ich mein Viertel auch im Winter liebe.

Darum mag ich die Jakobervorstadt zu jeder Jahreszeit

Die Jakobervorstadt ist eines der belebtesten Viertel in Augsburg. Hier gibt es viel zu sehen und zu erleben. Im Winter wie im Sommer. Warum ich meinen Stadtteil das ganze Jahr so gerne mag, zeige ich euch hier.

Die Nähe zur Natur

Von der lauten Jakobervorstadt ist man ruck zuck in der wunderschönen Augsburger Natur. Egal ob die Frühlingssonne schon scheint oder ob noch Schnee liegt. Die perfekte Abwechslung im Alltag ist ein Spaziergang am Lech entlang bis zum Eisenbahnerwehr in der Nähe des Lech-Parks.

Das Eisenbahnerwehr ist ein Überfallwehr unterhalb der Afrabrücke, welches dem Schutz der oberhalb gelegenen Lechbrücke dient. Denn mit seiner Schubenergie drohte der Lech die Eisenbahnbrücke zu unterspülen. Dabei wurde aber natürlich auch auf die Umwelt geachtet, denn eigentlich bildet so ein Wehr eine unüberbrückbare Barriere für die Fische. Deshalb wurde 2006 um das Stauwehr eine Fischtreppe gebaut, welche den Wassertieren die Überwindung der Schranke ermöglicht. Ihr könnt den Blick auf das schöne Eisenbahnerwehr also ganz unbesorgt genießen.

Startpunkt des Spaziergangs ist bei mir meistens die Gabelung der Johannes-Haag Straße zur Berliner Allee. Einmal die Straße überquert, befindet ihr euch schon auf dem Spazierweg, der am Lech entlang führt. Hier solltet ihr nach rechts abbiegen und von dort aus immer weiter geradeaus laufen, um bis zum Eisenbahnerwehr zu gelangen. Dort angekommen, könnt ihr eine kleine Pause mit einem Picknick machen und dem tosenden Wasserspiel zuschauen. Die vielen Bäume und der Blick auf den Lech lassen schnell vergessen, dass man gerade erst mitten im Augsburger Straßenverkehr war. Natürlich kann der Spaziergang auch von einem anderen Startpunkt aus begonnen werden – zum Beispiel vom Studentenwohnheim an der Lechbrücke.

Kulinarik und Kultur

Die Jakobervorstadt hat so einiges für die internationalen FeinschmeckerInnen unter euch zu bieten. Hier gibt es viele asiatische, türkische und japanische Restaurants. Wenn das Wetter im Winter nicht mitspielt findet ihr Zuflucht in einem der vielen tollen Restaurants. Hier findet ihr eine kleine Auswahl.

Golden Rice

Golden Rice ist ein vietnamesisch-japanisches Fusionsküchen-Restaurant mitten in der Jakobervorstadt. In modernem Ambiente warten exotische asiatische Hauskreationen auf euch. Golden Rice setzt traditionelle Stilelemente Vietnams und der vietnamesischen und japanischen Küche gekonnt ein, um euch ein authentisches Gourmeterlebnis zu bereiten. In ruhiger, stilvoller Umgebung könnt ihr meisterliche asiatische und vor allem vietnamesische und japanische Gerichte verkosten. Das Highlight: Ihr könnt euch eure Sommerrollen selbst zusammenstellen und am Platz rollen.

Adresse: Johannes-Haag-Strasse 1, 86153 Augsburg

Menya Ikko

Ihr liebt Ramen? Auch hier werdet ihr in der Jakobervorstadt fündig. Das „Menya Ikko“ ist ein echtes Ramen-Restaurant. Aber ihr bekommt hier nicht nur leckere Ramen, sondern das volle Erlebnis. Die beiden Köche bereiten die Suppen frisch vor den Augen der Gäste zu. Einige Zutaten werden direkt aus Japan bezogen. Dazu soll den Gästen die traditionelle Ess- und Trinkkultur nähergebracht werden. Daher steht auch echter Sake auf der Speisekarte.

Sultanahmet Köftecisi

Direkt von Istanbul nach Augsburg: Das Sultanahmet Köftecisi. Das historische Restaurant, gegründet von Hacı Mehmet Seracettin Tezçakın, der seit 1920 im Dienst ist, bedient seine geschätzten Kunden seit 102 Jahren mit dem gleichen Geschmack und Vergnügen. In vielen Städten der Türkei ist die Marke tätig und wurde nun, Ende 2021, auch direkt nach Augsburg gebracht. Hier könnt ihr traditionell türkische Küche genießen.

Adresse: Karolinenstraße 2, 86150 Augsburg

Fuggerei

Direkt in der Jakoberstraße befindet sich die bekannteste Sehenswürdigkeit Augsburgs: Die Fuggerei. Die Fuggerei ist eine der ältesten bestehenden Sozialsiedlungen der Welt. Die Reihenhaussiedlung stiftete Jakob Fugger im Jahr 1521. Heute wohnen in den 140 Wohnungen der 67 Häuser 150 bedürftige katholische Augsburger BürgerInnen für eine Jahresmiete von 0,88 Euro. Die vier Museen in der Fuggerei mit einer rekonstruierten historischen Wohnung und der Ausstellung im Weltkriegsbunker könnt ihr täglich gegen Eintritt besichtigen.

Die Tafeldecker in der Fuggerei

Habt ihr nach dem Besichtigen der Fuggerei Lust Essen zu gehen? Dann könnt ihr direkt dort bleiben und den Tafeldeckern in der Fuggerei einen Besuch abstatten. Im historischen Ambiente der Fuggerei könnt ihr euch bayrisch-schwäbische Tapas und „eingebayerte“, internationale Spezialitäten schmecken lassen.

Adresse: Jakoberstraße 26, 86152 Augsburg

RYU - Vietnamese Streetfood

Fast direkt neben der Fuggerei findet ihr das RYU. Wie der Name des Lokals schon sagt, erwartet euch hauptsächlich authentisch asiatisches Streetfood. Von Banh Mi, Bao Burger bis zu Pho, werdet ihr alles finden, was euer Herz begehrt. Die Menüauswahl ist groß und auch eine extra vegetarische und vegane Karte könnt ihr finden. Die Innenräume sind traditionell vietnamesisch eingerichtet.

Adresse: Jakoberstraße 20, 86152 Augsburg

International Einkaufen

Auch Internationale Speisen kommen beim Einkaufen in der Jakoberstraße nicht zu kurz.

Efendi Bäckerei

Die Efendi Bäckerei direkt in der Jakoberstraße ist eine türkische Bäckerei. Bei LiebhaberInnen von „Börek“ ist sie längst bekannt. Vom Hören Sagen soll es hier das beste geben. Und ich kann es bestätigen: Die türkischen Backwaren sind unglaublich lecker. Das Besondere: Die Bäckerei öffnet jeden Morgen schon um sechs Uhr und samstags bereits um fünf Uhr. Hier bekommen also die FrühaufsteherInnen, oder NachtschwärmerInnen unter euch garantiert ein leckeres Frühstück.

Adresse: Jakoberstraße 57, 86152 Augsburg

Mit dem König von Augsburg quatschen

Die meisten unter euch werden ihn kennen: Den König von Augsburg. Einige wissen vielleicht dass er in der Jakobervorstadt wohnt. Unter dem Jakobertor trifft man ihn fast täglich an. Vielleicht habt ihr ja mal Lust ein Gespräch mit ihm zu führen und nachzufragen was ihn bewegt?

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